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Bei diesen Erkrankungen verändert sich der Blutdruck

Fachbeitrag zum Thema Blutdruck messen

Datum Erstellung: 23.08.2026

Fachbeitrag: Hier finden Sie die wichtigsten Erkrankungen, bei denen der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden sollte – und warum regelmäßige Kontrollen wichtig sind.

Das Wichtigste in Kürze:

Bei diesen Erkrankungen sollte die Pflegeassistenz regelmäßig Blutdruck messen:
• Hypertonie
• Orthostatische Hypotonie
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen, z. B. chronische Herzinsuffizienz, Arrhythmien
• Infektionen, z. B. Zystitis, Pneumonie
• Nierenerkrankungen, z. B. Niereninsuffizienz
• Diabetes mellitus
• chronische pAVK

*lt. Österreichischem Blutdruckkonsens 2019[11]

Die Pflegeplanung

Grundsätzlich erstellt der Gehobene Dienst die Pflegeplanung und trägt die Gesamtverantwortung für den Pflegeprozess. Dazu gehören die Planung der Pflegeinterventionen sowie die Beobachtung und Überwachung des Gesundheitszustandes. Wenn also bei einer PatientIn pflegerisch festgelegt werden muss, dass der Blutdruck kontrolliert wird und wie häufig die Kontrolle erfolgt, also 1× täglich, 2× täglich oder nur bei bestimmten Beschwerden, fällt diese Festlegung grundsätzlich in den Verantwortungsbereich des DGKP. Auf die Pflegeplanung allein sollte sich die Pflegeassistenz jedoch nicht verlassen. Sie sollte auch selbst regelmäßig einen Blick in den Krankenakt der PatientInnen werfen, die sie betreut. Denn auch dem Gehobenen Dienst können Fehler unterlaufen. Wenn die Pflegeassistenz einen solchen Fehler entdeckt, sollte sie darauf hinweisen.

Blutdruck messen: Die Aufgabe der Pflegeassistenz in der Praxis

Die Pflegeassistenz misst den Blutdruck nach den Vorgaben der Pflegeplanung. Ist dort keine Blutdruckkontrolle vorgesehen, obwohl diese aufgrund einer bestehenden Erkrankung erforderlich wäre, weist sie darauf hin. Die gemessenen Blutdruckwerte vergleicht sie mit den vorherigen Messungen, um Veränderungen zu erkennen. Stellt sie Veränderungen fest, sind diese an den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege weiterzuleiten.

Hypertonie

Die Pflegeassistenz ist angehalten, bei PatientInnen mit bekannter arterieller Hypertonie regelmäßige Blutdruckkontrollen durchzuführen. Durch die regelmäßige Kontrolle kann die Pflegeassistenz dazu beitragen, eine unzureichende Blutdruckeinstellung, Veränderungen unter der antihypertensiven Therapie und eine hypertensive Entgleisung frühzeitig zu erkennen.[11]

Regelmäßige Blutdruckkontrollen bei bekannter Hypertonie sind erforderlich, auch wenn der Blutdruck bereits gut eingestellt ist. Der Österreichische Blutdruckkonsens begründet dies damit, dass es auch bei einer zufriedenstellend eingestellten Hypertonie zu einem erneuten Blutdruckanstieg, einem Blutdruckabfall oder ausgeprägten Blutdruckschwankungen kommen kann.[11]

Wird ein dauerhaft oder zunehmend erhöhter Blutdruck nicht erkannt und behandelt, können Gefäße und Organe dauerhaft geschädigt werden. Zu den möglichen Folgen zählen Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit, Schlaganfall bzw. Hirnblutung, chronische Nierenerkrankung bis zum Nierenversagen, Retinopathie und pAVK. Da Hypertonie häufig keine Beschwerden verursacht, ist die regelmäßige Blutdruckmessung besonders wichtig, um eine Verschlechterung zu erkennen, bevor irreversible Folgeschäden auftreten.[15]

Orthostatische Hypotonie

Die Pflegeassistenz ist angehalten, bei PatientInnen mit bekannter orthostatischer Hypotonie regelmäßige Blutdruckkontrollen durchzuführen. Durch die regelmäßige Kontrolle kann die Pflegeassistenz dazu beitragen, einen ausgeprägten Blutdruckabfall bei Lageveränderungen frühzeitig zu erkennen. Eine primäre Hypotonie ohne Symptome ist in der Regel harmlos und erfordert nicht automatisch regelmäßige Blutdruckkontrollen.[27]

Veränderungen können beispielsweise im Zusammenhang mit Medikamenten, Flüssigkeits- oder Blutverlust oder Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion oder neurologischen Erkrankungen auftreten.[27] Bei Verdacht auf eine orthostatische Hypotonie werden Blutdruck und Puls deshalb vor der Mobilisation kontrolliert – und zwar mehrmals; im Liegen, Sitzen und Stehen.[27]

Mögliche Folgen einer orthostatischen Hypotonie sind Schwindel, Schwäche, Benommenheit, Herzklopfen, Sehstörungen („Schwarz vor Augen“). In einigen Fällen kann es zu Synkopen kommen. Durch Schwindel oder Benommenheit können PatientInnen stürzen und sich schwer verletzen. Besonders bei älteren Menschen kann ein plötzlicher Blutdruckabfall deshalb problematisch sein.[27] 

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bei PatientInnen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist die regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Puls eine wichtige Aufgabe der Pflegeassistenz. Wie häufig der Blutdruck kontrolliert werden muss, richtet sich nach der jeweiligen Erkrankung, dem Zustand der PatientInnen und den ärztlichen bzw. pflegerischen Vorgaben.

Chronische Herzinsuffizienz

Die Pflegeassistenz sollte bei allen Formen von Herzrhythmusstörungen nicht nur den Blutdruck, sondern auch den Puls regelmäßig kontrollieren, um eine schwere Form der Arrhythmie frühzeitig zu erkennen.[17] Treten bei einer PatientIn mit chronischer Herzinsuffizienz gemeinsam mit einem schnellen Puls (Tachykardie) und einem niedrigen Blutdruck (Hypotonie) Symptome wie starke Atemnot, Blässe und kalte Gliedmaßen, Verwirrtheit oder Schwindel bis hin zur Ohnmacht auf, kann dies auf eine akute Dekompensation mit Kreislaufinstabilität oder auf einen kardiogenen Schock (z. B. Myokardinfarkt) hinweisen und ist als medizinische Notfallsituation zu behandeln.[16]

Eine chronische Herzinsuffizienz kann sich plötzlich verschlechtern und in eine akute Herzinsuffizienz übergehen. Mögliche Komplikationen sind unter anderem eine verminderte Durchblutung der Nieren sowie ein Lungenödem. Zudem beeinflussen auch Medikamente zur Behandlung einer Herzinsuffizienz den Blutdruck. Veränderungen des Blutdrucks können darauf hinweisen, dass sich der Kreislaufzustand verschlechtert oder die Therapie zu einer Hypotonie führt.[16]

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Arrhythmien

Die Pflegeassistenz sollte bei Herzrhythmusstörungen nicht nur den Blutdruck, sondern auch den Puls regelmäßig kontrollieren, um Kreislaufveränderungen frühzeitig wahrzunehmen.[17] Kreislaufveränderungen können auf eine schwere Arrhythmie hinweisen. Treten Symptome wie Benommenheit, Verwirrtheit, Dyspnoe oder Synkope gemeinsam mit einer auspalpierten absoluten Arrhythmie auf, ist das eine Notfallsituation.[26]

Eine absolute Arrhythmie (Vorhofflimmern) kann beim Pulsmessen palpiert werden: Der Puls ist absolut unregelmäßig.[24] Stellt die Pflegeassistenz beim Pulsmessen erstmals einen absolut unregelmäßigen Puls fest, muss dieser Befund abgeklärt werden; es muss sich aber nicht zwangsläufig um einen medizinischen Notfall handeln. Laut Öffentlichem Gesundheitsportal gehört Vorhofflimmern „zu den häufigsten anhaltenden Herzrhythmusstörungen, v.a. bei älteren Menschen. Etwa 4 % der über 60-Jährigen und zehn Prozent der über 80-Jährigen sind davon betroffen.“[18] Schwere Herzrhythmusstörungen können jedoch in weiterer Folge die Pumpfunktion des Herzens beeinträchtigen und zu Bewusstseinsstörungen, Dyspnoe, Myokardischämie, Bewusstlosigkeit und Schock führen[25].

Extrasystolen können auch bei herzgesunden Menschen auftreten und harmlos sein. Treten sie jedoch im Zusammenhang mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Herzinsuffizienz auf, müssen sie ernst genommen und dokumentiert werden.[18]

Infektionen

Die Pflegeassistenz ist angehalten, bei einer Infektion den Blutdruck engmaschig zu kontrollieren, um eine beginnende Sepsis zu erkennen.[1] Das gilt besonders bei Infektionen, die mit Fieber einhergehen.[2] Tritt ein Blutdruckabfall gemeinsam mit einem oder mehreren der unten genannten Symptome auf, veranlasst sie eine weitere Abklärung (Gehobener Dienst).

Ältere und gebrechliche Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen zählen zu den Risikogruppen. Bei ihnen entsteht eine Sepsis häufig durch Infektionen der ableitenden Harnwege [z. B. Zystitis] oder der Atemwege, besonders durch eine Pneumonie.[3]

Pflegerisch relevant ist dabei ein Blutdruckabfall. Er kann gemeinsam mit weiteren Symptomen auf eine Sepsis hindeuten:

Sepsis: Symptome

  • Fieber[2]
  • Schüttelfrost[1]
  • schneller, schwacher Puls, Herzrasen (Tachykardie)[1]
  • niedriger Blutdruck (Hypotonie)[1]
  • Kurzatmigkeit, schnelle Atmung (Tachypnoe)[1]
  • Schwitzen, kalte Extremitäten[1]
  • Schwäche, starkes Krankheitsgefühl[1]
  • verminderte Urinausscheidung[1]
  • starke Schmerzen[1]
  • Verwirrtheit, Desorientiertheit[1]
  • Hautveränderungen (Petechien)[1]

Glomerulonephritis – bakterielle Entzündung der Glomeruli (Nieren) als weiteres Risiko einer Infektion

Anders als bei der Sepsis ist bei einer Glomerulonephritis vor allem ein Blutdruckanstieg von Bedeutung.[5] Durch die engmaschige Kontrolle des Blutdrucks bei PatientInnen mit einer Infektion kann die Pflegeassistenz dazu beitragen, einen Blutdruckanstieg als Zeichen einer entstehenden bzw. bestehenden Glomerulonephritis frühzeitig zu erkennen und eine weitere Abklärung zu veranlassen (Gehobener Dienst).

Durch eine Bakterieninfektion können sich die Glomeruli – die kleinsten Bauteile der Niere – entzünden.[5] Eine Glomerulonephritis tritt bei älteren Erwachsenen seltener auf als bei Kindern, kann aber schwerer verlaufen. Zusätzliche Erkrankungen wie Diabetes können das Risiko erhöhen.[4] Bei bereits bestehenden Nierenerkrankungen kann eine zusätzliche Glomerulonephritis ein besonderes Risiko sein, von der sich die Nierenfunktion möglicherweise nicht mehr vollständig erholt.[8]

Glomerulonephritis: Symptome

  • Fieber[6]
  • Flüssigkeitsansammlungen im Gesicht und in den Beinen (Ödeme)[5]
  • verringerte Harnmenge (Oligurie)[5]
  • schäumender[6] und/oder dunkel verfärbter Harn[5]
  • Blut im Harn[6]
  • Blutdruckanstieg[5]
  • Müdigkeit oder ein allgemeines Krankheitsgefühl[5]

Eine Glomerulonephritis benötigt nicht in allen Fällen eine Therapie; in den meisten Fällen heilt sie von alleine vollständig aus. In einigen Fällen entscheidet sich die ÄrztIn für eine Antibiotikatherapie.[5] In seltenen Fällen kann die Glomerulonephritis jedoch auch zum Nierenversagen[6] oder zu chronischer Niereninsuffizienz[7] führen. Ein frühes Anzeichen eines Nierenversagens, das die Pflegeassistenz beobachten kann, ist die Oligurie (verminderte Harnausscheidung: < 500 ml / 24 h), im fortgeschrittenen Stadium kann die Erkrankung bis zur Anurie (keine Harnausscheidung: < 100 ml / 24 h[9]) – dem Leitsymptom eines Nierenversagens – führen.

Nierenerkrankungen

Bei chronischen Nierenerkrankungen, z. B. einer chronischen Niereninsuffizienz, ist die Pflegeassistenz angehalten, neben anderen Vitalzeichen auch den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren[13]. Damit trägt sie dazu bei, eine Verschlechterung der Erkrankung frühzeitig zu erkennen und eine weitere Abklärung zu veranlassen (Gehobener Dienst).

Bluthochdruck ist eine wichtige Ursache für chronische Nierenerkrankungen. 80 bis 85 von 100 Personen mit chronischer Nierenkrankheit sind davon betroffen.[12] Eine gute Blutdruckeinstellung ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Der Zielblutdruck wird von der Österreichischen Diabetes Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie mit < 140/90 mmHg angegeben.[10] Bleibt der Bluthochdruck trotz Therapie bestehen, kann sich die Nierenerkrankung weiter verschlechtern.

Diabetes mellitus

Bei PatientInnen mit Diabetes ist die Pflegeassistenz angehalten, neben anderen Vitalzeichen auch den Blutdruck regelmäßig zu kontrollieren. Dies gilt auch für DiabetikerInnen, bei denen keine chronische Nierenerkrankung vorliegt.[14] Dadurch trägt sie dazu bei, eine bisher unerkannte Hypertonie frühzeitig zu erkennen und den gehobenen Dienst darüber zu informieren.

Bei Menschen mit Diabetes kommt Hypertonie besonders häufig vor. Nach der Leitlinie der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) haben – abhängig von der Diabetesdauer und dem Ausmaß einer Adipositas – etwa 50 bis 60 % der PatientInnen mit Diabetes einen Blutdruck von mindestens 140/90 mmHg. Die ÖDG empfiehlt deshalb ausdrücklich, den Blutdruck bei jeder Visite eines Menschen mit Diabetes zu kontrollieren.

Bei Menschen mit Diabetes ist ein unerkannter Bluthochdruck besonders problematisch, weil Diabetes und Hypertonie gemeinsam das Risiko für Gefäß- und Organschäden erhöhen.[14] Wird ein dauerhaft erhöhter Blutdruck zu spät erkannt und behandelt, können Schäden entstehen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Ein dauerhaft hoher Blutdruck schädigt die Arterien und fördert die Entstehung einer Arteriosklerose. Zu den möglichen Folgen einer Arteriosklerose gehören unter anderem Myokardinfarkt, koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Schlaganfall und Nierenschäden.

Für die Pflegeassistenz bedeutet dies: Ein unauffälliger Allgemeinzustand oder das Fehlen von Beschwerden ist kein Grund, auf die Blutdruckkontrolle zu verzichten. Gerade weil eine Hypertonie lange symptomlos verlaufen kann, können durch regelmäßige Messungen erhöhte Werte frühzeitig erkannt und an den gehobenen Dienst weitergegeben werden.[15]

Chronische pAVK

Die Pflegeassistenz ist angehalten, bei chronischer pAVK regelmäßige Blutdruckkontrollen durchzuführen.[22] Das ist notwendig, da Hypertonie das Risiko für einen schweren Verlauf erhöht.[20] Durch die Blutdruckkontrolle kann ein wichtiger kardiovaskulärer Risikofaktor überwacht und festgestellt werden, ob die angestrebten Blutdruckwerte erreicht werden.[20]

Chronische pAVK gilt als atherosklerotische Gefäßerkrankung mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die eine lebenslange Nachsorge benötigt.[21] Bei bestehender pAVK erhöht Bluthochdruck das Risiko für ein schweres kardiovaskuläres Ereignis zusätzlich.[23]

Verschlechtert sich die Durchblutung plötzlich stark, muss sofort gehandelt werden. Ein akuter Arterienverschluss ist ein medizinischer Notfall! Warnzeichen sind plötzlich einsetzende starke Schmerzen, Blässe, Kälte der Extremität, fehlender Kniekehlen-, Fuß- oder Leistenpuls, Gefühlsstörungen oder Lähmungserscheinungen. Achten Sie bei PatientInnen mit pAVK daher neben dem Blutdruck auch immer auf Zeichen einer schlechteren Durchblutung.

Keine obligatorische Messung aufgrund des Alters!

Allein aufgrund des Alters ist eine regelmäßige Blutdruckkontrolle nicht indiziert. Ein höheres Lebensalter ist zwar ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Folgeerkrankungen bei Bluthochdruck – Männer über 55 Jahre und Frauen über 65 Jahre gelten dabei als Risikogruppe[19] – das bedeutet jedoch nicht, dass allein aufgrund dieses Alters regelmäßig Blutdruckkontrollen durchgeführt werden müssen. Liegen jedoch Adipositas, Nikotin- oder Alkoholabusus, Schwindel oder Fallneigung vor, sind regelmäßige Messungen begründet.

Das GuKG verpflichtet alle Angehörigen der Gesundheits- und Krankenpflegeberufe dazu, ihren Beruf „gewissenhaft auszuüben“ und das Wohl sowie die Gesundheit der PatientInnen „nach Maßgabe der fachlichen und wissenschaftlichen Erkenntnisse und Erfahrungen zu wahren“. Das gehört zu den allgemeinen Berufspflichten von Pflegekräften. Fällt der Pflegeassistenz also ein Fehler, eine auffällige Veränderung oder eine möglicherweise notwendige Maßnahme auf, sollte sie dies ansprechen. Dafür braucht es allerdings auch ein Team mit einer funktionierenden Fehlerkultur: Fehler und Unsicherheiten müssen angesprochen werden können, ohne dass dies als Angriff verstanden wird. Ziel ist die gemeinsame Verantwortung für eine sichere und gute Versorgung der PatientInnen.

Dem Fachbeitrag zugrunde gelegte Autoritäten:

  1. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
  2. Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs
  3. Kidney International
  4. International Journal of Molecular Sciences
  5. Österreichische Diabetes Gesellschaft
  6. Österreichische Gesellschaft für Nephrologie
  7. Wiener klinische Wochenschrift
  8. Österreichischer Blutdruckkonsens 2019
  9. Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM)
  10. Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN)
  11. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF)
  12. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
  13. European Society of Cardiology
  14. European Heart Journal
  15. American College of Cardiology
  16. American Heart Association Joint Committee on Clinical Practice Guidelines
  17. European Resuscitation Council (ERC)

Quellen:
[1] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (2024): Konsensuspapier zur Prävention, Diagnostik, Behandlung und Nachbetreuung von Sepsis. S. 17. Wien. Verfügbar unter: https://www.sozialministerium.at/dam/jcr%3Aa926033b-8ebb-43bf-a233-c25dc945c684/Konsensuspapier_Sepsis_BMSGPK_2024.pdf (Zugriff: 21.08.2026);
[2] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (2026): Sepsis. Letzte Aktualisierung: 13. April 2026. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/immunsystem/sepsis-blutvergiftung.html (Zugriff: 21.08.2026);
[3] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (2024): Konsensuspapier zur Prävention, Diagnostik, Behandlung und Nachbetreuung von Sepsis. S. 51. Wien. Verfügbar unter: https://www.sozialministerium.at/dam/jcr%3Aa926033b-8ebb-43bf-a233-c25dc945c684/Konsensuspapier_Sepsis_BMSGPK_2024.pdf (Zugriff: 21.08.2026);
[4] Kidney International, Nasr, S.H., Radhakrishnan, J. & D’Agati, V.D. (2013): Bacterial infection-related glomerulonephritis in adults. 83(5). https://doi.org/10.1038/ki.2012.407. Verfügbar unter: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23302723/ (Zugriff: 21.08.2026);
[5] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (2023): Rachenentzündung. Letzte Aktualisierung: 16. März 2023. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/hno/rachenerkrankungen/rachenentzuendung.html (Zugriff: 21.08.2026);
[6] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (o. J.): Glomerulonephritis. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/lexikon/G/glomerulonephritis.html (Zugriff: 21.08.2026);
[7] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (2025): Chronische Nierenkrankheit. Letzte Aktualisierung: 30. April 2025. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/nieren-harnblase/chronische-nierenkrankheit.html (Zugriff: 21.08.2026);
[8] International Journal of Molecular Sciences, Oda, T. & Yoshizawa, N. (2021): Factors Affecting the Progression of Infection-Related Glomerulonephritis to Chronic Kidney Disease, 22(2). Verfügbar unter: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7831296/ (Zugriff: 21.08.2026);
[9] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (o. J.): Anurie. Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/lexikon/A/anurie-hk.html (Zugriff: 21.08.2026);
[10] Leitlinie in Zusammenarbeit der Österreichischen Diabetes Gesellschaft und der Österreichischen Gesellschaft für Nephrologie. Wiener klinische Wochenschrift, Sourij, H., Aberer, F., Antlanger, M. et al. (2026): Diabetische Nierenerkrankung (Update 2026). 138 (Suppl. 4). https://doi.org/10.1007/s00508-025-02671-y. Verfügbar unter: https://link.springer.com/article/10.1007/s00508-025-02671-y (Zugriff: 22.08.2026);
[11] Wiener klinische Wochenschrift, Weber, T. et al. (2019): Österreichischer Blutdruckkonsens 2019. 131. https://doi.org/10.1007/s00508-019-01565-0. Verfügbar unter: https://link.springer.com/article/10.1007/s00508-019-01565-0 (Zugriff: 22.08.2026);
[12] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (2025): Chronische Nierenkrankheit. Letzte Aktualisierung: 30. April 2025. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/nieren-harnblase/chronische-nierenkrankheit.html (Zugriff: 22.08.2026);
[13] Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) & Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) (2024): Versorgung von Patientinnen mit chronischer, nicht-nierenersatztherapiepflichtiger Nierenkrankheit in der Hausarztpraxis. S3-Leitlinie, Version 2.0*. AWMF-Register-Nr. 053-048, S. 117, Kapitel 9.2 Monitoring des Blutdrucks. Verfügbar unter: https://register.awmf.org/assets/guidelines/2025-02_053-048l_S3_Versorgung-PatientInnen-chronische-nicht-nierenersatz-therpapiepflichtige-Nierenkrankheit-Hausarztpraxis_01.pdf (Zugriff: 22.08.2026);
[14] Leitlinie der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (Update 2023). Wiener klinische Wochenschrift, Saely, C.H., Schernthaner, G.-H., Brix, J. et al. (2023): Individualisierung der antihypertensiven Therapie bei Patient:innen mit Diabetes mellitus. 135 (Suppl. 1). https://doi.org/10.1007/s00508-023-02189-1. Verfügbar unter: https://link.springer.com/article/10.1007/s00508-023-02189-1 (Zugriff: 22.08.2026);
[15] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (2023): Bluthochdruck: Was ist das? Letzte Aktualisierung: 25. Mai 2023. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/herz-kreislauf/bluthochdruck/hypertonie-was-ist-das.html (Zugriff: 22.08.2026);
[16] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (2026): Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Letzte Aktualisierung: 26. Mai 2026. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/herz-kreislauf/herzinsuffizienz-herzschwaeche.html (Zugriff: 22.08.2026);
[17] Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (2025): Arbeitsbehelf: Rollen für Gesundheitsdiensteanbieter gemäß der Anlage der GTelV 2013. Teil 2: Rollen für Organisationen. S. 18. Wien. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/dam/jcr%3A72b82c4c-3368-4c1a-8420-02c31bbe1ff5/Broschüre_%20Arbeitsbehelf%20für%20die%20Abgrenzung%20von%20Rollen.%20Teil%202.pdf (Zugriff: 22.08.2026);
[18] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (2019): Herzrhythmusstörungen: Häufige Formen. Letzte Aktualisierung: 14. August 2019. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/herz-kreislauf/herzrhythmusstoerungen/formen.html (Zugriff: 22.08.2026);
[19] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (2023): Bluthochdruck: Behandlung. Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs. Letzte Aktualisierung: 25. Mai 2023. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/herz-kreislauf/bluthochdruck/hypertonie-therapie.html (Zugriff: 22.08.2026);
[20] Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) (2024): Welche Medikamente helfen bei einer Durchblutungsstörung der Beine (PAVK)? Erstellt am 28. Februar 2024. Verfügbar unter: https://www.gesundheitsinformation.de/welche-medikamente-helfen-bei-einer-durchblutungsstoerung-der-beine-pavk.html (Zugriff: 22.08.2026);
[21] European Society of Cardiology, European Heart Journal, Mazzolai, L. et al. (2024): 2024 ESC Guidelines for the management of peripheral arterial and aortic diseases. 45(36). Kap. 7.2.2 „Antihypertensive therapy“. https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehae179. Verfügbar unter: https://academic.oup.com/eurheartj/article/45/36/3538/7738955 (Zugriff: 22.08.2026);
[22] European Society of Cardiology, European Heart Journal, Mazzolai, L. et al. (2024): 2024 ESC Guidelines for the management of peripheral arterial and aortic diseases. 45(36). Kap. 12 „Antihypertensive therapy“. https://doi.org/10.1093/eurheartj/ehae179. Verfügbar unter: https://academic.oup.com/eurheartj/article/45/36/3538/7738955 (Zugriff: 22.08.2026);
[23] American College of Cardiology/American Heart Association Joint Committee on Clinical Practice Guidelines, Gornik, H.L. et al. (2024): 2024 ACC/AHA/AACVPR/APMA/ABC/SCAI/SVM/SVN/SVS/SIR/VESS Guideline for the Management of Lower Extremity Peripheral Artery Disease. Circulation, 149(24), Abschnitt „Synopsis“. https://doi.org/10.1161/CIR.0000000000001251. Verfügbar unter: https://www.ahajournals.org/doi/full/10.1161/CIR.0000000000001251 (Zugriff: 22.08.2026);
[24] Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs (o. J.): Vorhofflimmern. Verfügbar unter: https://www.gesundheit.gv.at/lexikon/V/vorhofflimmern-hk.html (Zugriff: 22.08.2026);
[25] European Resuscitation Council (ERC), Elsevier, Soar, J., Böttiger, B. W., Carli, P. et al. (2025): ‘European Resuscitation Council Guidelines 2025: Adult Advanced Life Support’. Resuscitation, 215, 110769, insbesondere S. 9. https://www.erc.edu/umbraco/api/download-page/download/d01b6e5a-0de7-4b07-913a-58445e8630fc (Zugriff: 23.08.2026)
[26] Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreich (2026): Herzrhythmusstörungen – Symptome und Diagnose. https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/herz-kreislauf/herzrhythmusstoerungen/symptome-diagnose.html (Zugriff: 23.08.2026);
[27] Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, Öffentliches Gesundheitsportal Österreich (2024): Hypotonie. Letzte Aktualisierung: 08.03.2024. Expertenprüfung: Andrea Podczeck-Schweighofer. https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/herz-kreislauf/hypotonie.html (Zugriff: 23.08.2026);


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