Aufbereiteter Lehrinhalt, Unterrichtsfach: Pathologie für die Pflegeassistenz
28.03.2026
ERKRANKUNGEN DES HERZENS
Folgen von Herzerkrankungen:
beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit erheblich
• Müdigkeit
• Atemnot
• Schwindel
• allgemeine Schwäche
Erkrankungen des Herzens beeinflussen die Fähigkeit, ausreichend Blut in den Körper zu pumpen 👉 Organe bekommen zu wenig Sauerstoff. Im schlimmsten Fall führt eine Herzerkrankung zum Tod.
Allgemeine Unterteilung von Herzerkrankungen:
chronische und akute Herzerkrankungen
akut: Symptome treten plötzlich auf
⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! ⚠️🚑 Welche Notfallmaßnahmen setzt du bei Dyspnoe?
Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
Definition
Akuter Verschluss einer Koronararterie (Herzkranzarterien). Leitsymptom ist Brustschmerz/Brustenge.
Pathophysiologie
Durch den Verschluss einer Koronararterie kommt es zu einer Mangeldurchblutung – und damit zur Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff, was eine Nekrose des Herzmuskelgewebes (also zum Absterben von Teilen des Herzmuskels) zur Folge hat. Abgestorbene Herzmuskelzellen können sich nicht mehr regenerieren, die Stelle vernarbt und beeinflusst die Funktion des Herzens (Herzinsuffizienz).
Die wichtigsten Lokalisationen des Myokardinfarktes:
• Vorderwandinfarkt
• Hinterwandinfarkt
• Rechtsherzinfarkt
• Linksherzinfarkt
Herzinfarkt Komplikationen
Ein Herzinfarkt kann schwerwiegende Komplikationen nach sich ziehen:
• Herzinsuffizienz (chronisch oder akut)
• Herzrhythmusstörungen
Schwerer oder leichter Herzinfarkt?
Die Schwere des Herzinfarkts hängt von dem betroffenen Gefäß (großes Gefäß oder kleines Ästchen) ab und von der Zeit, die es dauert, bis die Blutversorgung wiederhergestellt wird.
Stummer Herzinfarkt
Ein Stummer Herzinfarkt zeigt nicht die typischen Symptome wie brennende Schmerzen in der Brust. Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Diabetes oder Herzschwäche spüren oft gar nichts oder leiden „lediglich“ an Luftnot, Übelkeit oder Erbrechen.
Symptome
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Symptome eines Herzinfarkts.💡🧩 🪢
⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! Welche Maßnahmen setzt du bei einem Herzinfarkt? Kammerflimmern oder Vorhofflimmern: Wann ist der Einsatz eines Defibrillators notwendig? ⚠️🚑
Hauptursache
Die Hauptursache für einen Herzinfarkt ist die KHK (koronare Herzkrankheit), verursacht durch Arteriosklerose in den Herzkranzgefäßen. Plaques (Ablagerungen) lagern sich auf den Arterien ab, verstopfen diese, was folglich den Blutfluss unterbricht. Fließt zu wenig Blut zum Herzmuskel, kann dieses nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Nicht durchblutetes Herzmuskelgewebe stirbt binnen 15-20 Minuten ab.
Risikofaktoren
• Arteriosklerose (Risikofaktoren siehe Arteriosklerose)
• Stress und psychische Belastung
• Alter und Geschlecht
• Genetische Faktoren
Folgen
• Kammerflimmern
• kardiogener Schock
• Aneurismen
• Perikarditis
Diagnose
Goldstandard:
• Troponin im Blut
• EKG (Ruhe-EKG, Langzeit-EKG)
„Trop-I-Test“, „Trop-T-Test“
• bei einer Schädigung des Herzmuskels (also zum Beispiel durch einen Herzinfarkt) wird das Protein Troponin freigesetzt
• Menge der Proteine Troponin I und T im Blut wird gemessen
• schnelle Diagnose akuter Herzerkrankungen (Ergebnis nach ca. 10-15 Minuten)
Alternativen:
• Herzkatheter (Koronarangiografie)
• Echokardiografie (Schluckecho)
• Blutuntersuchung (Herzenzyme, Blutfette, Diabetes)
Vor diesen Verfahren: Anamnese, Auskultation, Blutdruck, Pulsmessung
Therapie
möglichst schnelle Wiedereröffnung des verschlossenen Koronargefäßes.
Akut:
• Aufnahme im Krankenhaus
• intensivmedizinische Betreuung
• Antikoagulantien (Heparin)
• Thrombozytenaggregationshemmer (ASS)
Zusätzliche Maßnahmen können sein:
strikte Bettruhe
Sauerstoffgabe bei < 90%
Analgetika (oft Morphin)
Sedativa (bei sehr aufgeregten/ängstlichen Patienten)
Beatmung
Reinfarkt Prophylaxe:
• Reha
• Normalisierung des Körpergewichts
• Rauchstopp
• Antikoagulantien
Weiterführende Therapie:
• Stent – Aufdehnung eines Gefäßes, dient als „Gefäßstütze“
• Bypass – verengtes Herzkranzgefäß wird durch eine chirurgisch angelegte „Umleitung“ umgangen, um die Durchblutung wiederherzustellen.
Lungenembolie
Definition
Akuter Verschluss einer Lungenarterie durch eingeschwemmten Embolus (meist infolge einer TVT).
Pathophysiologie
Durch den Verschluss einer Lungenarterie kommt es zu einer Mangeldurchblutung – und damit zur Unterversorgung mit Sauerstoff, was eine Nekrose des Lungengewebes (also zum Absterben von Teilen der Lunge) zur Folge hat.
1. In den tiefen Venen bildet sich ein Thrombus (TVT), begünstigt durch die Virchow-Trias.
2. Der Thrombus oder ein Teil davon löst sich und wird als Embolus mit dem venösen Blutstrom über die untere Hohlvene in das rechte Herz und nachfolgend über die Pulmonalarterie in die Lunge transportiert.
3. Der Embolus bleibt in einer Pulmonalarterie oder einem ihrer Äste stecken und verschließt die Arterie teilweise oder vollständig.
4. Der Blutfluss in einem Teil der Lunge ist blockiert.
5. Der pulmonale Gefäßwiderstand erhöht sich, da die betroffenen Lungenabschnitte nicht mehr durchblutet werden. Das rechte Herz muss gegen einen plötzlich erhöhten Widerstand pumpen, was zu einer Rechtsherzbelastung führt.
6. Der Gasaustausch ist gestört. Die reduzierte Sauerstoffaufnahme führt zu Hypoxie (Dyspnoe, Zyanose, Tachypnoe).
7. Rechtsherzbelastung – Kollaps der betroffenen Lungenbereiche. Bei einer massiven Embolie = kardiogener Schock durch Rechtsherzversagen.
AKUT!
Eine Lungenembolie kann potenziell tödlich verlaufen, insbesondere wenn größere Blutgefäße der Lunge betroffen sind. Sind lediglich kleine Gefäße blockiert, treten meist nur milde Symptome auf. Kritisch wird es, wenn größere Lungenarterien verstopft sind, da dann nicht mehr ausreichend Blut in die Lunge gelangt und somit weniger Sauerstoff ins Blut aufgenommen wird. Dies führt zu einem Sauerstoffmangel im Körper. Gleichzeitig steigt der Druck in den Lungengefäßen, ein Zustand, der als pulmonale Hypertonie bezeichnet wird. Diese Druckerhöhung belastet das rechte Herz stark (Rechtsherzbelastung) und kann letztendlich zu einem Herz-Kreislauf-Versagen (kardiogener Schock) führen, was lebensbedrohlich ist. ⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! ⚠️🚑 siehe: Erste Hilfe, Kardiogener Schock
Der Unterschied zwischen Thrombus und Embolus…
…ist die Beweglichkeit des Blutgerinnsels.
Thrombus = unbewegliches Gerinnsel
Embolus = bewegliches Gerinnsel
Der Embolus wird durch den Blutstrom transportiert und führt oft zu einem plötzlichen Gefäßverschluss. Der Embolus ist meist ein abgelöster Teil eines Thrombus.
Risikofaktoren einer Lungenembolie
- höheres Lebensalter
- Herz- und Lungenerkrankungen
- starkes Übergewicht
- Rauchen
- Schwangerschaft
- Einnahme der Anti-Baby-Pille oder Hormonersatztherapien
- längere Flugreisen/Bewegungsmangel/Bettlägerigkeit
- Thrombosen bei Familienangehörigen
- schweres Trauma
- Operationen wie ein Hüft- oder Kniegelenkersatz
- Krebserkrankung und Chemotherapie
Symptome einer Lungenembolie
• Dyspnoe ⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! ⚠️🚑 s. Erste Hilfe bei Dyspnoe
• Tachypnoe
• Tachykardie (Herzrasen)
• Zyanose
• Schmerzen beim Einatmen
• Bluthusten
• Schock
• Bewusstlosigkeit ⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! ⚠️🚑 s. Erste Hilfe bei Bewusstlosigkeit mit oder ohne Atmung
• klinische Anzeichen einer tiefen Beinvenenthrombose
Diagnose einer Lungenembolie
Eine CT-A (CT-Angiografie) gilt als Goldstandard
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Mit welchem Medium arbeitet das CT-A? Wie wird das CT-A noch genannt?💡🧩 🪢
davor: D-Dimer-Test zur Ausschlussdiagnostik: Negativ → LE unwahrscheinlich. Positiv → bildgebendes Verfahren
Alternative Diagnostische Verfahren
- Echokardiographie: zeigt Rechtsherzbelastung
- EKG zur Feststellung möglicher Herzbelastungen
- Röntgen-Thorax zum Ausschluss anderer Ursachen
- Szintigrafie zur Beurteilung der Lungendurchblutung
- Blutgasanalyse: niedriger Sauerstoffpartialdruck
D-Dimer-Test: flexikon.doccheck.com
Therapie
Goldstandard:
Medikamentös: Thrombolyse (Lyse), bei massiver LE (hohe Dosen Heparin)
Bei schweren Verläufen:
Embolektomie: wenn Lyse erfolglos, chirurgisch (am offenen Herzen)
Thrombektomie: kathetergestützt (minimal-invasiv)
In Ausnahmesituationen:
Vena-Cava-Filter: bei rezidivierenden Lungenembolien trotz ausreichender Antikoagulation, bei großen TVTs mit hohem Risiko, dass sich ein Thrombus löst, verbleibt oft nur temporär
Eine Lungenembolie kann zu einem kardiogenen Schock führen!
Lungenembolie: plötzlich + Atemnot + Kreislaufkollaps
Schock = Blutdruckabfall + Zeichen der Minderdurchblutung
Bei Patienten, die aufgrund einer Lungenembolie einen kardiogenen Schock erleiden, ist es entscheidend, die Thromben so schnell wie möglich aufzulösen. Dadurch soll die Durchblutung der Lunge wiederhergestellt werden. Dies wird häufig durch eine Thrombolyse erreicht (Medikamente). Alternativ kann der Verschluss mithilfe eines Katheters aufgelöst oder abgesaugt werden (Thrombektomie). In einigen Fällen wird auch eine chirurgische Entfernung des Thrombus (Embolektomie) durchgeführt. Nach der akuten Behandlung ist es wichtig, die Gerinnungsneigung weiterhin zu kontrollieren. Daher müssen Patienten in der Regel über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten Antikoagulantien einnehmen, um das Risiko erneuter Thrombosen zu minimieren.
👉 Lungenembolie + Blutdruckabfall = Notfall! 🚑
→ sofortige Therapie (z. B. Lyse)
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Erste Hilfe bei Kardiogenem Schock💡🧩 🪢
Die Koronare Herzkrankheit (KHK / Ischämische Krankheit)
Definition
• Erkrankung der Herzkranzgefäße (Koronargefäße)
• verursacht durch Arteriosklerose → Verengungen der Koronararterien (Herzkranzarterien)
Es gibt drei unterschiedliche Erscheinungsformen:
• Akutes Koronarsyndrom (ACS, z.B. Herzinfarkt, Angina Pectoris, verursacht durch arteriosklerose)
• Chronische KHK
• Asymptomatische KHK (Stiller Herzinfarkt, verursacht durch arteriosklerose)
Ursachen
• Arteriosklerose (aufgrund von Übergewicht, zu wenig Bewegung, Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes)
Chronische KHK
• dauerhafte Unterversorgung der Koronargefäße mit Sauerstoff aufgrund von Arteriosklerose
• es besteht vorerst keine Lebensgefahr, Zustandsverschlechterung jedoch jederzeit möglich
Pathophysiologie
• Verengungen führen zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskels (Ischämie)
• beeinträchtigt die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Herzens (Hypoxie)
Akutes Koronarsyndrom (ACS)
• plötzliche Verschlechterung der chronischen KHK
• Sammelbegriff („Syndrom“) für verschiedene akute, lebensbedrohliche Zustände, die durch eine plötzliche Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße entstehen (z.B. Herzinfarkt, Angina Pectoris)
⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! Welche Maßnahmen setzt du bei einem Herzinfarkt? ⚠️🚑
Notfall! Die Akute KHK ist eine der führenden Todesursachen in Österreich. Oft kündigen sich lange Zeit keine Symptome an.
Asymptomatische KHK (Stiller Herzinfarkt)
• Gefäßverengungen, die keine Symptome verursachen, jedoch akut und ohne Vorzeichen zu einem stillen Herzinfarkt führen können
• Betroffene: PatientInnen mit Diabetes, ältere Menschen und Frauen, verspüren oft keine typischen Beschwerden wie Brustschmerzen (Angina Pectoris) oder Luftnot
Besonders gefährdet: Menschen mit Diabetes mellitus, da die Nervenbahnen, die Schmerzsignale weiterleiten, geschädigt sein können (diabetische Neuropathie)
• die Asymptomatische KHK wird der Chronischen KHK zugerechnet
Ein stiller Herzinfarkt ist gefährlich, weil er unbehandelt bleibt, was das Risiko für Herzinsuffizienz oder plötzlichen Herztod erhöht. Daher ist es wichtig, Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, hohe Cholesterinwerte und Rauchen frühzeitig zu kontrollieren, auch wenn keine Symptome vorhanden sind. Oft wird ein stiller Herzinfarkt erst später zufällig durch ein EKG entdeckt.
KHK Symptome
• Leitsymptom Angina Pectoris
• Folge einer KHK kann ein Myokardinfarkt sein
• Herzrhythmusstörungen
• Herzinsuffizienz
• schnelle Erschöpfung
• Kurzatmigkeit bei Anstrengung
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was sind die Symptome einer Angina Pectoris?💡🧩 🪢
Risikoeinschätzung KHK
• bei Personen unter 45 Jahren hat nur 1 von 100 Personen eine KHK
• danach steigt die Zahl überproportional an
• ab dem 75. Lebensjahr leiden rund 16% der Frauen und 24% der Männer an einer KHK
• Hypertonie
• Diabetes
• Lebensstil (Rauchen, Bewegung, Stress,…)
KHK Diagnose
• Ruhe-EKG
• Echokardiografie
• Kardio-CT
• Belastungs-EKG
• Ruhe-MRT
• Koronarangiografie
Vor diesen Verfahren: Anamnese, Blutbild, Ausschluss von Differenzialdiagnosen (z.B. Lungenembolie)
KHK Therapie
• Lebesstiländerung (Gewichtsreduktion, Diät, Bewegung, Nikotin ex, Alkohol ex=
• ASS zur Verhinderung einer Blutgerinnung
• Statine zur Einstellung des Cholesterinspiegels
• ggf. optimale Diabetes-Einstellung
• ggf. Einstellung der Hypertonie
• ggf. Einstellung des Blutdrucks
• Stent
• Bypass
Pflege bei KHK
Wahrnehmen und Beobachten
Die Pflege bei chronischer koronarer Herzkrankheit (KHK) erfordert Aufmerksamkeit im Hinblick auf das Auftreten einer Angina Pectoris. Ein zentraler Aspekt ist das Wahrnehmen und Beobachten typischer Symptome wie Atemnot (Dyspnoe), Brustschmerzen und vermehrtes Schwitzen. Diese Anzeichen können auf eine Minderdurchblutung des Herzmuskels hinweisen und erfordern eine schnelle Reaktion.
Ernährung
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Pflege ist die Ernährung. Eine leicht verdauliche, cholesterinarme und nicht blähende Kost kann dazu beitragen, die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems zu minimieren und das Risiko weiterer Komplikationen zu reduzieren.
Informieren
Durch umfassende Information kann das Risiko für Komplikationen reduziert und die Lebensqualität der Betroffenen verbessert werden.
Maßnahmen zur Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren: gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung und Stressmanagement.
Richtige Medikamenteneinnahme: Patienten sollten nicht nur wissen, welche Medikamente sie einnehmen müssen, sondern auch deren Wirkung und mögliche Nebenwirkungen verstehen. Nur so kann eine optimale Therapie gewährleistet werden.
Notfallprophylaxe: Patienten sollten wissen, wie sie sich im Falle eines akuten Angina-Pectoris-Anfalls verhalten müssen.
🎬 Video, 15 Minuten: Koronare Herzkrankheit (KHK) und tödliche Folgen – Arteriosklerose im Herzen, DoktorWeigel, youtube 🎬
Angina Pectoris
Angina Pectoris ist das Leitsymtpom des Myokardinfarkts und der KHK. Vor allem die linke Körperhälfte zeigt sich dabei betroffen. Es kann aber auch in die rechte Körperhälfte ausstrahlen.
Pathophyisiologie
Beim Angina-pectoris-Anfall bekommt das Herz vorübergehend nicht genug Sauerstoff aufgrund einer Minderdurchblutung der Herzkranzgefäße. Heute wird jede Angina Pectoris als instabile Form angesehen (veraltet: instabile und stabile Angina Pectoris).
Symptome
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Symptome einer Angina Pectoris💡🧩 🪢
Angina Pectoris Anfall: Auslöser
• körperliche Belastung (erhöhte Sauerstoffbedarf des Herzens kann nicht gedeckt werden)
• Essen (Verdauung führt zu einer Umverteilung des Blutflusses)
• Kälte (Vasokonstriktion)
Neben diesen typischen Auslösern existieren auch atypische Formen der Angina Pectoris, die unabhängig von körperlicher Anstrengung in Ruhe auftreten können und eine besondere diagnostische Herausforderung darstellen.
Risikofaktoren
• Alter
• Lebensstil (Rauchen, Diät, Bewegung, Stress)
• Diabetes
• genetische Prädisposition
Diagnostik
Basisdiagnostik:
• Ruhe-EKG
• Belastungs-EKG
weiterführend:
• Echokardiografie
• Szintigrafie
• Angiografie (invasiv)
Differentialdiagnose
• andere kardiovaskuläre Erkrankungen
• Erkrankungen des oberen Gastrointestinaltrakts
• Erkrankungen des Skelettsystems
• Lungenerkrankungen
• psychiche Erkrankungen
Angina Pectoris Therapie
Goldstandard akut:
• Nitrate (Nitrospray)
Langzeittherapie:
• Beta-Blocker
• Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. ASS) zur Verhinderung einer Blutgerinnung
• Statine zur Einstellung des Cholesterinspiegels („gegen Arteriosklerose“)
Konservative Therapien:
• Ruhe, Stressvermeidung
weiters:
• ggf. Stent – wenn Beschwerden trotz medikamentöser Therapie weiter bestehen
• ggf. Bypass-OP – wenn Stent nicht möglich oder nicht ausreichend
Pflege bei Angina Pectoris
Akut (bei Angina-pectoris-Anfall):
👉 Ziel: Sauerstoffbedarf senken, Angst reduzieren
- PatientIn beruhigen
- Oberkörper hoch
- Schonung
- enge Kleidung öffnen, für frische Luft sorgen
- Vitalzeichen kontrollieren (Puls, Blutdruck)
- verordnetes Nitrospray verabreichen
- Schmerzen und Zustand beobachten
- dokumentieren
⚠️ Wenn Beschwerden länger als wenige Minuten anhalten oder sich verschlimmern → Verdacht auf Myokardinfarkt
Herzinsuffizienz
Definition:
Bei der Herzinsuffizienz (Herzschwäche) ist das Herz nicht mehr in der Lage, genügend Blut in den Körper zu pumpen. Dadurch wird der Körper nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt 👉 instabiler Stoffwechsel. Herzinsuffizienz kann akut auftreten oder chronisch verlaufen.
Herzinsuffizienz kann in jedem Alter auftreten. Ein besonderes Risiko tragen jedoch ältere Menschen. Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine der häufigsten Ursachen für Herzinsuffizienz.
Die Ursachen für Herzinsuffizienz
• KHK
• Myokardinfarkt
• Herzklappenfehler
• Hypertonie
• Myokarditis
Symptome
• Dyspnoe
• Müdigkeit
• Leistungsminderung
• Ödeme
• Nykturie
• Tachykardie
• auch asymptomatische Verläufe sind möglich
Linksherzinsuffizienz:
(Blutrückstau in den Lungenkreislauf): Lungenödeme (Rasselgeräusche, rostbraunes Sputum), Tachypnoe, Zyanose, zerebrale Funktionsstörungen (z.B. Entzündungen, Stoffwechselstörungen)
Rechtsherzinsuffizienz:
(Blutrückstau in den Körperkreislauf): Ödeme an Knöcheln und Unterschenkeln, Gewichtszunahme, Venenstauung am Zungengrund, Stauungsgastritis
Akute Herzinsuffizienz
Notfall!, Sofortige medizinische Hilfe nötig!
• entwickelt sich innerhalb von Stunden oder Tagen
• Auslöser: meist ein Herzinfarkt, auch Angina Pectoris Anfall oder Herzrhythmusstörungen können Auslöser sein
• es kann zu Kammerflimmern, Herzstillstand und kardiogenem Schock (Herz-Kreislauf-Versagen) kommen
⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! Welche Maßnahmen setzt du bei akuter Herzschwäche im Notfall? ⚠️🚑
Chronische Herzinsuffizienz
Eine chronische Herzschwäche entwickelt sich schleichend über einen längeren Zeitraum (Monate oder Jahre), kann jedoch z.B. im Zuge eines Angina-Pectoris-Anfalls ebenfalls zu einem akuten Krankheitsbild werden. In der Regel entwickelt sich eine chronische Herzinsuffizienz aufgrund einer fortschreitenden KHK.
Kompensierte und dekompensierte Herzinsuffizienz
Zu Beginn der chronischen Herzinsuffizienz kann der Körper die Herzschwäche noch kompensieren (kompensierte Herzinsuffizienz). Mit fortgeschrittenem Krankheitsverlauf versagen diese Kompensationsmechanismen und die Symptome nehmen zu (dekompensierte Herzinsuffizienz).
Anzeichen einer Dekompensation
• geringe Belastbarkeit
• nächtliche Atemnot
• zunehmende Ödeme
Herzinsuffizienz Stadien
Stadium I: asymptomatisch (aber Nachweis einer beginnenden Belastung im EKG)
Stadium II: Leistungsminderung (bei hoher Belastung)
Stadium III: Belastungsbeschwerden (bei niedriger Belastung)
Stadium IV: Ruhebeschwerden
Herzinsuffizienz Diagnose
wichtigste Untersuchung:
• Blutuntersuchung (BNP Test, herzspezifische Biomarker)
• Echokardiografie
weiterführende Untersuchungen:
• Röntgen-Thorax (z.B. Nachweis Herzvergrößerung)
• EKG, Langzeit-EKG (z.B. Nachweis von Herzrhythmusstörungen)
• Linksherzkatheteruntersuchung bei unklarer oder schwerer Herzinsuffizienz (weil die Ursache oft in der linken Herzhälfte liegt, Abklärung der Ursache v. a. KHK)
Der BNP Test
Der BNP-Test (Brain Natriuretic Peptide-Test) ist ein Bluttest zur Diagnose und Überwachung einer Herzinsuffizienz. Gemessen wird ein Hormon, das vom Herzmuskel (besonders aus den Ventrikeln) ausgeschüttet wird, wenn das Herz überlastet oder gedehnt ist, wie z. B. bei Herzinsuffizienz.
Pflege bei akuter Herzinsuffizienz
• PatientIn möglichst nicht allein lassen und Ruhe vermitteln
• Hilfe holen
• Herzbettpositionierung
• ggf. Fenster öffnen
• ggf. Sauerstoff verabreichen (nach Arztanweisung)
• Vitalparameter (inkl. Sauerstoffsättigung)
• Blutentnahme vorbereiten, nach Anweisung Blutabnahme für BNP Test
• Vorbereitung, Gabe und Überwachung der medikamentösen Therapie
Pflege bei chronischer Herzinsuffizienz
Wahrnehmen und Beobachten:
Dyspnoe, (Reiz-)husten, schaumiger Auswurf, Rasselgeräusche, Zyanose – kann auf ein beginnendes Lungenödem hindeuten, tägliche Gewichtskontrollen, um Ödeme schnell zu erkennen
Flüssigkeitszufuhr:
Bei zu viel Flüssigkeit 👉 Risiko Dekompensation!
Mobilisation:
Schonung, ggf. Bettruhe (lt. Anordnung)
Prophylaxen:
Obstipationsprophylaxe (aufgrund eingeschränkter Flüssigkeitszufuhr)
Information:
Bewegung (z.B. regelmäßig spazieren gehen, Herzsportgruppen, eingeschränkte Flüssigkeitszufuhr)
Notfallprophylaxe
Über die Anzeichen einer Dekompensation informieren. Bei Anzeichen einer Dekompensation Arzt verständigen.
Bei Dekompensation: Dehydrationsprophylaxe: Flüssigkeitsbilanzierung, Miktionsprotokoll
Medikamentenmanagement:
- Digitalispräparate haben eine geringe therapeutische Breite – auf Überdosierung achten:
- Nausea, Emesis
- Farbsehstörungen (gelbstichiges Sehen)
- in schwereren Fällen Bradykardie 👉 Risiko Asystolie
- neurologische Symptome wie Bewusstseinsveränderungen und Halluzinationen 👉 Anzeichen einer Überdosierung
Herzinsuffizienz Therapie
• bestmögliche Behandlung der Ursachen (z.B. Blutdruck, Blutfette, Blutzucker gut einstellen)
• Änderung des Lebensstils (bei dekompensierter Herzinsuffizienz Bettruhe, bei kompensierter Herzinsuffizienz angemessene Bewegung)
• Medikamentöse Therapie (Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Diuretika, Herzglykoside)
• Invasive Therapie (Schrittmacher, Herztransplantation bei terminaler Herzinsuffizienz)
Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien)
Definition
- pathologische Veränderung des Herzrhythmus und/oder Herzfrequenz, unregelmäßiger Herzschlag
- Arrhythmien können harmlos sein, aber auch schwerwiegende Konsequenzen haben.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Definiere den Herzrhythmus und die Herzfrequenz 💡🧩 🪢
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Welche Arten von Arrhythmien gibt es? 💡🧩 🪢
Ursachen für Herzrhythmusstörungen
• Störung im Reizleitungssystem
• Hormone
• Medikamente
• Störungen des Elektrolythaushalts
Symptome bei Herzrhythmusstörungen
• in vielen Fällen asymptomatisch
• Herzklopfen
• Herzrasen
• Herzstolpern (Palpitationen)
• Zwillingspuls (Extrasystolen)
Diagnose
Goldstandard:
• EKG (Ruhe-, Langzeit- oder Belastungs-EKG)
Alternativen:
• Echokardiografie bei Verdacht auf strukturelle Ursachen (z.B. Herzklappen)
• Herzkatheteruntersuchung (Koronarangiografie) bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (KHK)
Therapie
• Antiarrhythmika
• Kaliumgabe (oral oder intravenös)
• Herzschrittmacher
Herzschrittmacher
Ein Herzschrittmacher (Pacemaker) ist ein elektrisches Gerät, das den Herzrhythmus kontinuierlich überwacht und bei Bedarf elektrische Impulse abgibt, um eine Muskelkontraktion des Herzens auszulösen. Dadurch können die Herzfrequenz und der Herzrhythmus reguliert werden. Über das venöse System wird eine Sonde in das rechte Herz eingeführt und dort entweder im Atrium oder im Ventrikel fixiert.
Je nach Anwendungsbereich unterscheidet man zwischen passageren (vorübergehend eingesetzten ) und permanenten Herzschrittmachern (dauerhaft implantiert). Ein passagerer Herzschrittmacher ist ein temporär eingesetztes Gerät, bei dem sich sowohl die Steuereinheit als auch die Stromversorgung außerhalb des Körpers befinden.
Zusätzlich gibt es spezielle Herzschrittmacher, die mit einer Defibrillatorfunktion ausgestattet sind und neben der Taktgebung auch gefährliche Herzrhythmusstörungen durch gezielte Schockabgaben behandeln können.
Abweichungen vom normalen Blutdruck: Die Hypertonie
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Wie lautet die Definition für Blutdruck?💡🧩 🪢
Unbehandelter Bluthochdruck kann schwerwiegende Komplikationen mit sich bringen. Eine häufige Folge sind Herzerkrankungen wie die KHK (Arteriosklerose als primäre Ursache) oder eine hypertensive Herzkrankheit (Bluthochdruck als primäre Ursache).
Risiken:
• Netzhautschäden
• eingeschränkte Nierenfunktion 👉 chronisches Nierenversagen im fortgeschrittenen Stadium
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was sind die Symptome von Hypertonie?💡🧩
Diagnose Hypertonie
wichtigste Diagnosemethode:
• Blutdruckmessung
• Langzeitblutdruckmessung (24-Stunden-Messung)
weiterführende Untersuchtungen:
• EKG (z.B. Vorhofflimmern?)
• Urinuntersuchung (z.B. Nierenerkrankungen als Auslöser der Hypertonie?)
• Blutuntersuchung (z.B. Verschiebung der Elektrolyte oder Diabetes als Auslöser der Hypertonie?)
• Abdomensonografie (z.B. Gefäßverengungen als Auslöser der Hypertonie?)
Untersuchungen auf hypertensive Folgeschäden
• Herzechokardiografie (z.B. bereits Herzinsuffizienz als Folge?)
• Augenhintergrunduntersuchung (z.B. bereits Retinopathie als Folge?)
• Duplexuntersuchungen der Hals- und Beinarterien (z.B. bereits Arteriosklerose als Folge?)
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Ab welchem Wert spricht man von Hypertonie (und zwar sowohl bei jungen Erwachsenen als auch bei alten Menschen)? 💡🧩 🪢
Therapie
• Lebensstiländerung (Übergewicht, Rauchen, Alkohol, salzreduzierte Diät)
• ausreichende Flüssigkeitszufuhr für eine normale Nierenfunktion, Gleichgewicht d. Elektrolyte (Achtung Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz!)
• körperliche Bewegung (Stärkung d. Herz-Kreislauf-Systems)
• medikamentöse Therapie (Beta-Blocker oder ACE-Hemmer) wenn Lebensstiländerungen allein nicht ausreichen
Bei sekundärer Hypertonie Therapie der Primärerkrankung (z.B. bei Arteriosklerose)
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Welche Notfallmaßnahmen setzt du bei einer Bluthochdruckkrise?💡🧩 🪢
Folgeerkrankungen
• Arteriosklerose
• Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
• Schlaganfall
• PAVK (Periphere arterielle Verschlusskrankheit)
• Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
• Aneurysmen (Gefäßaussackungen)
• Niereninsuffizienz (Nierenschwäche)
• Hypertensive Retinopathie
Abweichungen vom normalen Blutdruck: Die Hypotonie
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Ab welchem Wert spricht man von Hypotonie? 💡🧩 🪢
Diagnose:
wichtigste Diagnosemethode:
• Blutdruckmessung
• Langzeitblutdruckmessung (24-Stunden-Messung)
Bei Verdacht auf sekundäre Hypotonie
• Schellong Test (Blutdruck und Herzfrequenz in Ruhe und nach schnellem Aufstehen werden gemessen – orthostatische Hypotonie)
• EKG (z.B. Herzrhythmusprobleme)
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was sind die Symptome von Hypotonie?💡🧩
Therapie Hypotonie
Allgemeine Maßnahmen (Basis, oft ausreichend):
- Ausreichend trinken (ca. 2–3 Liter/Tag, Achtung Herzinsuffizienz, Niereninsuffizienz)
- salzreichere Ernährung (auf Arztanweisung)
- langsames Aufstehen (Orthostase vermeiden)
- regelmäßige Bewegung (Kreislauftraining)
- Wechselduschen / kalte Duschen (Gefäßtraining, auf Arztanweisung)
- Kompressionsstrümpfe (unterstützen den venösen Rückfluss)
Akutmaßnahmen (bei Beschwerden wie Schwindel):
- Hinlegen und Beine hochlagern (Schocklagerung)
- Frische Luft, enge Kleidung öffnen
Medikamentöse Therapie (wenn notwendig):
• Antihypotonika
Bei der sekundären Hypotonie steht nicht der Blutdruck selbst im Mittelpunkt, sondern die Behandlung der Ursache.
Arteriosklerose
Definition
• chronische Erkrankung der Arterien (NICHT DER VENEN!)
• es sammeln sich Ablagerungen (Plaques) von Kalk, Fett und Eiweißen an den Innenwänden der Blutgefäße an
• dies führt bei den ohnehin nicht sehr dehnfähigen Arterien zu einer Verhärtung oder Verengung 👉 beeinträchtigt den Blutfluss
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Welche Eigenschaften haben Arterien im Gegensatz zu den Venen? Welche Funktionen erfüllen sie im menschlichen Körper?💡🧩 🪢
Risikofaktoren
• Rauchen
• Hypertonie
• Erhöhte Blutfette (v. a. LDL-Cholesterin)
• Diabetes mellitus
• Adipositas
• Bewegungsmangel
• Ungesunde Ernährung (viel Fett, Zucker, wenig Ballaststoffe)
Arteriosklerose Folgeerkrankungen
• wenn sich ein Thrombus in den Koronararterien (Herzkranzgefäße) bildet und das Gefäß vollständig verschließt 👉 Herzinfarkt
• PAVK
• wenn eine Hirnarterie durch arteriosklerotische Plaques stark verengt oder vollständig verschlossen wird 👉 Insult
ACHTUNG! Neben arteriellen Verschlüssen, die durch Arteriosklerose entstehen (z.B. PAVK) gibt es auch venöse Verschlüsse, die jedoch NICHT durch Arteriosklerose entstehen. Bei der tiefen Venenthrombose (TVT) zum Beispiel bildet sich zwar auch ein Thrombus, die Ursache dafür sind jedoch die Virchowschen Trias. Besonders gefährlich ist, dass sich Teile des Thrombus lösen und als Embolus weiterwandern. So gelangen sie in die Lunge und können eine Lungenembolie verursachen, was zu einer potenziell lebensbedrohlichen Situation führt.
🫏 Eselsbrücke: Vereinfacht gesagt kann man sagen „Thrombus in den Arterien = Herzinfarkt, Thrombus in den Venen = Lungenembolie“. 🫏
Pflege bei Arteriosklerose
Beobachtung / Kontrolle:
- Hautfarbe und Temperatur der Extremitäten (Durchblutung)
- Schmerzen (z. B. belastungsabhängig)
- Pulsstatus (Pulse tastbar?)
- Vitalzeichen (v. a. Blutdruck)
Förderung der Durchblutung:
- Bewegung fördern (angepasst an Belastbarkeit)
- Beine nicht hochlagern bei arteriellen Durchblutungsstörungen (wichtig!)
- auf warme Umgebung achten (keine Kälte → Vasokonstriktion)
Risikofaktoren reduzieren:
- Rauchstopp unterstützen
- gesunde Ernährung fördern (fettarm, ausgewogen)
- Gewichtskontrolle
- Unterstützung bei der Einstellung von Blutdruck und Blutzucker (nach Arztanordnung)
Information:
- Bedeutung von Bewegung erklären
- Umgang mit Erkrankung und Warnzeichen vermitteln
- Symptome eines Herzinfarkt und Schlaganfals erklären
Die Thrombose komm42e
Definition
Eine Thrombose ist eine Gefäßerkrankung, bei der sich ein Blutgerinnsel (Thrombus) innerhalb eines Blutgefäßes bildet und dieses teilweise oder vollständig verschließt. Eine Thrombose kann in einer Arterie oder einer Vene auftreten.
Thrombose, meine laienhafte Erklärung:
Ein Schorf auf der Haut und ein Thrombus im Gefäß beruhen auf demselben biologischen Grundmechanismus: der Blutgerinnung. Während Schorf ein äußerlich eingetrocknetes Gerinnsel ist, ist ein Thrombus ein noch weiches, feuchtes Gerinnsel in einem Blutgefäß.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Wie und warum entsteht Schorf? Welcher Blutbestandteil spielt dabei eine Hauptrolle? 💡🧩 🪢
Ursache: Virchowsche Trias komm45e
Die Virchowsche Trias (benannt nach Dr. Virchow) beschreibt die drei Faktoren, die wesentlich zur Entstehung einer Thrombose beitragen.
1. Verlangsamung des Blutflusses (Geschwindigkeit) – „Kreislauffaktor“
2. Veränderung der Blutgefäß-Innenwände (Verletzungen, Entzündungen, Arteriosklerose) – „Wandfaktor“
3. Veränderung der Blutgerinnung (Blutviskosität) – „Blutfaktor“
🫏 Eselsbrücke:
V + V + V = V
Verlangsamung + Veränderung + Veränderung = Virchowsche Trias
B + B + B
Blutfluss, Blutgefäß, Blutgerinnung 🫏
Die Virchow-Trias in 60 Sekunden, Pflege-Kanal, youtube
Symptome
Die Gerinnselbildung führt sekundär zu einer entzündungsähnlichen Reaktion, was die typischen Symptome hervorruft.
• gerötete Haut (oder livide, zyanotisch) (Rubor)
• warme Haut (Calor)
• Schmerz, Druckschmerz (an der Thrombosestelle), Druckempfindlichkeit, Muskelkrämpfe (Dolor)
• Schwellungen (Ödeme) und Spannungsgefühle, Hautglanz, prall gespannte Haut (Tumor)
• Schmerzen beim Hochlagern des Fußes oder bei Bewegung (Fußsohlen-, oder Wadenschmerz) – (Functio Laesa)
Risikofaktoren einer Thrombose komm46e
• Bewegungsmangel (Kreislauffaktor)
• Flüssigkeitsmangel (Veränderte Blutviskosität)
• Immobilität, Bettlägerigkeit (z.B. durch akute Erkrankungen) (Kreislauffaktor)
• Ruhigstellung durch Gipsverbände (Kreislauffaktor)
• Medikamente, z.B. Kontrazeptiva (hormonelle Verhütungsmittel) (Veränderte Blutviskosität)
• COPD (Kreislauffaktor)
• Krebserkrankungen (Kreislauffaktor)
• Schwangerschaft (Hormone) (Veränderte Blutviskosität)
• Verletzungen / Traumata / OPs (Veränderte Gefäßwände)
• Venenkatheter / Infusionen (Veränderte Gefäßwände) (Thrombophlebitis)
• Arteriosklerose (Veränderte Gefäßwände)
• Krampfadern (Varizen) (Veränderte Gefäßwände)
• höheres Lebensalter (> 60)
Die 3 Säulen der Thromboseprophylaxe
• Basismaßnahmen (Flüssigkeitszufuhr, Bewegung, Mobilisation)
• Physikalische Maßnahmen (Strümpfe, Bandagen)
• Medikamentöse Maßnahmen (Antikoagulantien [=Blutgerinnungshemmer])
Gefahren einer Thrombose
Die Gefahren hängen davon ab, wo sich der Thrombus befindet und ob er sich löst (Embolus) oder bestehen bleibt.
Lungenembolie (bei venösen Thrombosen)
Das größte Risiko bei einer Thrombose besteht darin, dass sich das Blutgerinnsel löst (Embolus) und mit dem Blutstrom in die Lunge wandert. Dort kann es eine Lungenembolie verursachen, bei der die Blutgefäße der Lunge blockiert werden. Je nach Größe des Gerinnsels kann eine Lungenembolie tödlich enden, wenn der Blutfluss zur Lunge stark eingeschränkt wird.
Schlaganfall oder Herzinfarkt (bei arteriellen Thrombosen)
Wenn sich eine Thrombose in einer Arterie bildet kann es zum Herzinfarkt kommen. Wenn ein Gerinnsel ins Gehirn gelangt, kann es zu einem Schlaganfall kommen.
Wenn das Gerinnsel eine Herzkranzarterie blockiert, kann es einen Herzinfarkt verursachen.
Postthrombotisches Syndrom
chronische Stauungserscheinungen, eine Form der Chronisch-venösen-Insuffizienz, Folge einer langjährigen venösen Insuffizienz: Ulcus cruris
Wiederholte Thrombosen (erhöhte Neigung zur erneuten Thrombose)
Menschen, die einmal eine Thrombose hatten, haben ein höheres Risiko für weitere Thrombosen, insbesondere wenn sie Risikofaktoren wie Immobilität, Gerinnungsstörungen oder Rauchen ausgesetzt sind.
Diagnose
Goldstandard:
• Sonographie
vorher:
• D-Dimer-Test (Aussprache)
weitere:
• Phlebographie (veralteter Goldstandard)
• CT/MRT bei speziellen Fragen
Thrombose Therapie
Goldstandard:
• Antikoagulanzien: z.B. Heparin
komplementär, gemeinsam mit Antikoagulanzien:
• Kompressionstherapie: Strümpfe (reduzieren Schwellung, fördern Abfluss, nach Arztanordnung) = Therapie und Prophylaxe
• Mobilisation: Aktiviert Muskelpumpe = Therapie und Prophylaxe
weitere:
• Thrombolyse (Lyse): Medikamentöse Auflösung bei massiver Thrombose (= hohe Dosen Heparin)
• Thrombektomie: operative Entfernung (selten).
• Vena-Cava-Filter: „Schirmchen“ bei Kontraindikation für Antikoagulation
Die Tiefe Venenthrombose (TVT) / Phlebothrombose komm43e
Definition
ist eine Gefäßerkrankung, genauer eine Erkrankung der Venen. Es bildet sich ein Blutgerinnsel in einer Vene (Blutadern). Es besteht das Risiko einer Lungenembolie, wenn der Embolus in die Lunge wandert.
Pathophysiologie
Besonders häufig tritt diese Form der Thrombose in den Beinvenen auf. Kleine Thrombosen bleiben häufig unbemerkt und lösen sich oftmals von selbst auf, ohne gesundheitliche Probleme zu verursachen. Größere Blutgerinnsel hingegen können den Blutfluss in den betroffenen Gefäßen erheblich behindern und dadurch Beschwerden auslösen. Eine TVT muss schnell diagnostiziert und behandelt werden, um langfristige Schäden an den Venen und ernsthafte Komplikationen wie eine potenziell lebensbedrohliche Lungenembolie zu vermeiden.
Symptome einer TVT
Die Gerinnselbildung führt sekundär zu einer entzündungsähnlichen Reaktion, was die typischen Symptome hervorruft:
• gerötete Haut (oder livide, zyanotisch) (Rubor)
• warme Haut (Calor)
• Schmerz, Druckschmerz (an der Thrombosestelle), Druckempfindlichkeit, Muskelkrämpfe (Dolor)
• Schwellungen (Ödeme) und Spannungsgefühle, Hautglanz, prall gespannte Haut (Tumor)
• Schmerzen beim Hochlagern des Fußes oder bei Bewegung (Fußsohlen-, oder Wadenschmerz) – (Functio Laesa)
• Fußpuls ist tastbar (weil der arterielle Blutfluss nicht behindert ist, zB A. Poplitea)
🎬 Video: Arteria poplitea tasten: peripheral vascular disease made easy, youtube 🎬
Ursachen und Risiken
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: siehe Thrombose💡🧩 🪢
Die TVT wird auch Phlebothrombose (griech. „phlebos“ = Vene) genannt.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Mit welchem bildgebenden diagnostischen Verfahren kann eine TVT festgestellt werden?💡🧩 🪢
Pflege: Richtiges Handeln bei Verdacht auf eine TVT
Wenn eine Pflegeperson den Verdacht auf eine tiefe Venenthrombose (TVT) hat, ist schnelles und richtiges Handeln entscheidend, um Komplikationen wie eine Lungenembolie zu vermeiden.
1. Symptome der TVT erkennen
2. Hochlagern (nicht zu hoch, ideal ca. 20°)
3. Ruhigstellen (keine aktive Bewegung oder Massage – könnte Thrombus lösen!)
4. Vitalzeichen überwachen
5. Arzt oder Notdienst verständigen
6. Thromboseprophylaxe anpassen, falls erforderlich (z. B. Heparin-Gabe nach ärztlicher Anweisung)
- Patient nicht umherlaufen lassen, um eine Embolie zu vermeiden. Mobilisation erst nach ärztlicher Freigabe. Dann Bewegung fördern.
- Keine Wärmeanwendungen (z. B. Wärmflaschen oder heiße Wickel), da Wärme die Gefäße erweitern und die Emboliegefahr erhöhen kann.
Therapie
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: siehe Thrombose💡🧩 🪢
🎬 Video: Thrombektomie, Wiener Gesundheitsverbund, youtube 🎬
🎬 Video: Antikoangulanzien & Thrombolyse, Pflege Kanal, youtube 🎬
Postthrombotisches Syndrom und Chronisch-venöse Insuffizienz
Postthrombotisches Syndrom – Definition
Das postthrombotische Syndrom ist eine chronische Folgeerkrankung nach einer tiefen Venenthrombose. Es entsteht durch eine dauerhafte Schädigung der Venenklappen und führt zu einer chronischen venösen Insuffizienz. Das postthrombotische Syndrom betrifft ausschließlich das venöse System.
Postthrombotisches Syndrom – Pathophysiologie
Durch thrombusbedingte Klappenzerstörung und venösen Verschluss kommt es zu venösem Rückfluss (Reflux), erhöhtem Venendruck und daraus resultierenden Gewebeschäden.
Chronisch-venöse Insuffizienz – Definition
Die chronisch venöse Insuffizienz ist eine Venenerkrankung, bei der der Rücktransport des Blutes zum Herzen dauerhaft gestört ist. Dadurch kommt es zu venösem Rückstau mit Symptomen wie Ödemen, Hautveränderungen und im fortgeschrittenen Stadium Ulzera. Die Chronisch venöse Insuffizienz betriff ausschließlich das venöse System.
Chronisch venöse Insuffizienz – Pathophysiologie
Durch eine Insuffizienz der Venenklappen und/oder eine venöse Abflussstörung entsteht ein erhöhter Venendruck, der zu Flüssigkeitsaustritt ins Gewebe und strukturellen Hautveränderungen führt.
Thrombophlebitis komm44e
Definition:
Eine Thrombophlebitis ist eine Venenerkrankung. Es handelt sich um eine Entzündung einer oberflächlichen Vene, die mit der Bildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) einhergeht. Häufig bei langer Liegezeit einer peripheren Verweilkanüle, z.B. auf dem Handrücken.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: „Was sind die 5 Entzündungzeichen?„💡🧩 🪢
Verweilkanüle Definition
ein dünner Kunststoffkatheter, der in ein Gefäß oder Gewebe eingeführt wird und dort über einen längeren Zeitraum verbleibt, um wiederholte Injektionen oder Infusionen zu ermöglichen. Die zwei gängigsten Arten von Verweilkanülen sind subkutane (ins Unterhautfettgewebe, z.B. Palliativversorgung) und periphervenöse Verweilkanülen (PVK, auch „periphervenöser Gefäßzugang“, in eine oberflächliche periphere Vene). Werden Medikamente über eine PVK verabreicht, spricht man von intravenöser Verabreichung (i.v.).
Ulcus cruris
Definition
- chronisches, schlecht heilendes Geschwür am Unterschenkel, entstanden aufgrund unzureichender Durchblutung des Gewebes
- Folge einer langjährigen venösen Insuffizienz
- kann sowohl das venöse als auch das arterielle System betreffen
📸 Foto: Ulcus cruris, doccheck.com 📸
Pathophysiologie
Ein Ulcus cruris wird in zwei Hauptformen unterteilt
- Ulcus cruris venosum:
- häufigste Form
- entsteht durch eine chronisch-venöse Insuffizienz (CVI)
- der gestörte venöse Rückfluss führt zu einem erhöhten Druck in den Venen – mangelhafte Sauerstoffversorgung im Gewebe
- dadurch entstehen schlecht heilende Wunden
- meist im Bereich des Innenknöchels
- Ulcus cruris arteriosum:
- entsteht durch eine arterielle Durchblutungsstörung, häufig aufgrund von Arteriosklerose
- Minderversorgung des Gewebes mit Sauerstoff führt zu Nekrosen und schmerzhaften Geschwüren
- oft an den Zehen oder dem äußeren Unterschenkel
Ulcus cruris Symptome
- chronische, tiefe, schlecht heilende Wunden mit oft nässendem Belag
- häufig umgebende Hautveränderungen wie Verhärtungen oder Pigmentierungen
- Schmerzen, insbesondere bei der arteriellen Form
- Schwellungen bei venöser Ursache
Die Wundbehandlung eines Ulcus cruris ist nur mit einer entsprechenden Kompressionstherapie effektiv und erfolgreich.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was sind die 3 Säulen der Thromboseprophylaxe und zu welcher Säule gehört die Kompressionstherapie? 💡🧩 🪢
Die Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK)
Definition
Die Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) ist eine Durchblutungsstörung der Arterien und betrifft meist die Beine und Füße. In den meisten Fällen ist die Ursache eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Sie wird auch Schaufensterkrankheit genannt, weil die Betroffenen beim Gehen Schmerzen haben und stehen bleiben müssen.
Diabetisches Fußsyndrom (DFS)
• beim DFS entstehen Wunden am Fuß, die schlecht heilen
• das DFS ist eine direkte Folge der Kombination aus:
Diabetes mellitus → Nervenschäden (Neuropathie) + PAVK → Durchblutungsstörung
• beide Faktoren zusammen führen zum typischen „diabetischen Fuß“
• mit PAVK kann selbst eine kleine Verletzung beim diabetischen Fuß zur schweren Wunde werden
Pathophysiologie
Blutgefäße verengen sich durch Ablagerungen (Plaques) von Kalk, Fett und Eiweißen
→ Gefäße verhärten – verlieren ihre Elastizität
→ Blutfluss im betroffenen Gefäß wird dadurch reduziert oder kommt vollständig zum Erliegen, wenn das Gefäß komplett verschlossen ist
Stadieneinteilung nach Fontaine
Stadium I: asymptomatisch
Es liegen Verkalkungen in den Arterien vor, die aber noch keine Beschwerden verursachen.
Stadium II: Belastungsschmerz
Unter Belastung und Betätigung der Muskeln (in den Waden, Oberschenkeln, im Gesäß) treten Schmerzen auf, zum Beispiel beim Gehen; sie verstärken sich bei höherer Belastung, etwa beim Bergauflaufen. Schmerzen verschwinden nach kurzer Ruhepause. Puls in der betroffenen Extremität kaum tastbar. Beträgt die schmerzfreie Gehstrecke mehr als 200 Meter, liegt das Stadium II vor; liegt diese unter 200 Meter, haben Betroffene das Stadium III erreicht.
Stadium III: Ruheschmerz
Jetzt treten die Schmerzen nicht nur bei Bewegung, sondern auch in Ruhe auf, wenn die Muskeln nicht arbeiten, vor allem im Liegen. Patienten hängen das Bein oft aus dem Bett, da die Schwerkraft die Durchblutung leicht verbessert. Blasse, kühle Haut. Verminderte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung. Kein Puls an der Extremität mehr tastbar.
Stadium IV: Gewebeschäden
Nicht heilende Wunden (Ulkus), besonders an Zehen, Ferse oder anderen druckbelasteten Stellen – Extremität ist bläulich-blass und kalt. Schlecht durchblutetes Gewebe stirbt ab – schwarz verfärbtes Gewebe (Gangrän) durch absterbende Zellen. Das Risiko einer Amputation steigt erheblich. Akute Ischämie. Kein Puls an der Extremität mehr tastbar.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Anatomie 2: Was ist eine Nekrose?💡🧩 🪢
Wenn der Puls abgeschwächt oder nicht tastbar ist, kann dies auf eine Gefäßverengung oder einen Verschluss einer Arterie hindeuten.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Symptome bei TVT: Fußpuls tastbar (weil sich der Thrombus in einer Vene befindet)💡🧩 🪢
Risikofaktoren
• Rauchen
• Diabetes mellitus
• Bluthochdruck
• Fettstoffwechselstörungen
• Bewegungsmangel
• Übergewicht
Diagnose PAVK
Goldstandard:
Knöchel-Arm-Index
ergänzend:
• Sonografie
• Angiografie
Vor diesen Verfahren:
• Pulstasten
• Gehstreckentest
Therapie
Goldstandard:
Gehtraining (strukturierte Bewegungstherapie)
weitere konservative Maßnahmen:
• Rauchstopp
• Gewichtsreduktion
• gesunde Ernährung
Medikamente:
• Thrombozytenaggregationshemmer (z. B. ASS)
• Cholesterinsenker (Statine)
• Blutdruckmedikamente
invasive Verfahren:
• Ballondilatation
• Stent
• Bypass: „Gefäß-Umleitung“, meist aus einer körpereigenen Vene
• Thrombektomie: Eröffnung des Verschlusses
• Amputation: bei irreparabler Gewebeschädigung
Therapie beim diabetischen Fuß
• Druckentlastung des Fußes
• regelmäßige Wundpflege
• gute Blutzuckereinstellung
• Antibiotika bei Infektionen
• Débridement (Entfernung von abgestorbenem Gewebe)
• Amputation bei schweren Fällen
Eine PAVK ist KEINE Thrombose!
Die PAVK ist eine chronische Erkrankung, die durch Arteriosklerose verursacht wird. Diese Ablagerungen führen zu einer Verengung oder einem vollständigen Verschluss der Arterien, die die Extremitäten mit Blut versorgen. Betroffene Gefäße sind die Arterien. Eine PAVK entwickelt sich langsam und führt zu Nekrosen oder anderen Gewebeschäden.
Abgrenzung PAVK – TVT
| Merkmal | PAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) | TVT (tiefe Venenthrombose) |
|---|---|---|
| Entwicklung | langsam (chronisch) | akut |
| Mechanismus | Ablagerungen aus Fett, Cholesterin und Kalk verengen oder verschließen die Arterien | Virchowsche Trias |
| Betroffene Gefäße | Arterien (führen Blut vom Herzen weg) | Venen (führen Blut zurück zum Herzen) |
| Ursache des Verschlusses | Arteriosklerose | Blutgerinnsel (Thrombus) |
| Folge des Verschlusses | Minderdurchblutung der Extremitäten (Ischämie) → Sauerstoffmangel (Hypoxie) → Schmerzen, Gewebeschäden (Nekrose) | Rückstau des Blutes → Schwellung, Schmerzen, erhöhtes Risiko für Lungenembolie |
| Symptome | Schmerzen beim Gehen (Claudicatio intermittens), kalte, blasse Haut, kein tastbarer Puls, im Spätstadium Gewebeschäden (Nekrosen, Gangrän), kalte Füße | Schwellung, Überwärmung, Rötung (Rubor), Spannungsgefühl im betroffenen Bein, evtl. Lungenembolie als Komplikation |
| Diagnostik | Doppler-Sonografie, Knöchel-Arm-Index (ABI), Angiografie (Phlebografie) | Duplex-Sonografie der Venen, D-Dimer-Test, Angiografie (Phlebografie) |
📸 Foto: PAVK, apotheken.de 📸
Perikarditis
Definition
• Entzündung des Herzbeutels
Pathophysiologie
• tritt häufig im Zusammenhang mit rheumatischen Erkrankungen (rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes) oder Infektionskrankheiten auf
• kann als Folge einer Myokarditis entstehen
Therapie
• richtet sich nach der Ursache der Entzündung:
• bakterielle Infektion – Antibiotika
• Entzündungshemmer
• operativer Eingriff – in schweren Fällen
• körperliche Schonung, Bettruhe
Myokarditis
Definition
= Entzündung des Herzmuskels.
Pathophysiologie
• entsteht häufig als Folge einer Infektionskrankheit, virale Infektionen wie Grippe, Diphtherie, Scharlach oder Streptokokkeninfektionen
Folge
• Herzinsuffizienz
• Herzrhythmusstörungen
Therapie
• richtet sich nach der Ursache der Entzündung:
• bakterielle Infektion – Antibiotika
• Diuretika
• Nitrate
• bei schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen 👉 Herzschrittmacher
• körperliche Schonung, Bettruhe
Endokarditis
Definition
Entzündung der Herzinnenhaut
Pathophysiologie
kann durch eine rheumatische Erkrankung (z.B. rheumatisches Fieber) oder eine bakterielle Infektion (z.B. Streptokokken) verursacht werden
Diagnose
Blutuntersuchungen:
• hohe Entzündungsmarker, erhöhte Leukozytenzahl sowie stark beschleunigte Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) deuten auf eine entzündliche Reaktion hin
• C-reaktive Protein (CRP) häufig stark erhöht
Echokardiografie
Therapie
• hochdosierten Antibiotika
• Schonung, Bettruhe
• in schweren Fällen kann ein chirurgischer Eingriff erforderlich werden
Herzenzyme
Enzyme sind spezielle Proteine, die als Biokatalysatoren in lebenden Organismen wirken. Sie beschleunigen chemische Reaktionen, ohne dabei selbst verbraucht zu werden. Dadurch ermöglichen sie zahlreiche lebenswichtige Prozesse, wie den Stoffwechsel, die Verdauung oder die Signalübertragung in Zellen.
Jedes Enzym ist hochspezifisch und wirkt nur auf bestimmte Substrate, also die Moleküle, die es umwandelt. Enzyme sind essenziell für das Funktionieren des Körpers, da viele biochemische Reaktionen ohne ihre Hilfe zu langsam oder gar nicht ablaufen würden. Ein Beispiel sind Verdauungsenzyme wie Amylase, die Stärke in Zucker aufspaltet, oder die Kreatinkinase, die im Energiestoffwechsel von Muskeln eine Rolle spielt und deshalb auch ein wichtiges Enzym für das Herz ist.
Wenn das Herz geschädigt wird, sterben Herzmuskelzellen ab, wodurch ihre Enzyme in den Blutkreislauf gelangen. Besonders charakteristisch für Herzschäden sind zum Beispiel die Enzyme Kreatinkinase und kardiale Troponine.
Besonders wichtige Herzenzyme:
Bei einem Herzinfarkt steigen nach ca. drei bis vier Stunden die Konzentrationen der Herzenzyme (besonders Kreatinkinase, kardiale Troponine, Myoglobin, Lactatdehydrogenase). Nach 16 bis 36 Stunden erreichen sie ihr Maximum. Um einen Herzinfarkt sicher zu diagnostizieren, werden diese Werte mehrfach hintereinander gemessen, um den Verlauf zu analysieren. Allerdings kann ein sehr frischer Herzinfarkt durch Laboruntersuchungen oft noch nicht zuverlässig festgestellt werden, da die Enzymwerte zu Beginn noch nicht signifikant erhöht sind.
Point-of-Care-Test zur Feststellung eines Herzinfarkts
Kardiale Troponine sind spezifische Eiweiße, die eine wichtige Rolle in der Diagnostik von Herzmuskelschäden spielen. Besonders der Trop-T-Test wird als Schnelltest für den Nachweis von Troponin T im Blut verwendet.
Dieses Enzym wird vor allem bei einem akuten Herzinfarkt freigesetzt, da es beim Absterben von Herzmuskelzellen in den Blutkreislauf gelangt. Der Schnelltest ermöglicht eine rasche und einfache Anwendung, indem eine kleine Menge Blut analysiert wird, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest. Aufgrund seiner hohen Sensitivität ist der Test ein wertvolles Hilfsmittel in der Notfalldiagnostik, um einen Herzinfarkt frühzeitig zu erkennen und schnell therapeutische Maßnahmen einzuleiten.
Pflege bei Herzinfarkt
• PatientIn möglichst nicht allein lassen und Ruhe vermitteln
• Hilfe holen
• Herzbettpositionierung
• ggf. Fenster öffnen
• Sauerstoff verabreichen
• Vitalparameter erheben (inkl. Sauerstoffsättigung)
• ggf. Monitoring
• EKG
• i.v. Zugang legen
• Blutentnahme vorbereiten
• Vorbereitung, Gabe und Überwachung der medikamentösen Therapie
Herzinfarkt Therapie
• Goldstandard: PCI / PTCA (= Reperfusionstherapie, Gefäße werden mittels Katheter geweitet, Stent)
• Lysetherapie zur Auflösung des Thrombus
• Schmerzbekämpfung (Morphin)
• Sedativa
• Sauerstoffgabe wenn Sättigung unter 90% (4-8L)
• Monitorüberwachung
• Medikamentöse Behandlung (Antikoagulanzien, Beta-Blocker, Nitrate, Thrombozytenaggregationshemmer)
Wiedereröffnung des betroffenen Koronargefäßes (Reperfusionstherapie)
Die Wiedereröffnung eines verschlossenen Herzkranzgefäßes (Reperfusionstherapie), ist die wichtigste Maßnahme bei einem akuten Herzinfarkt. In der Regel werden betroffene Patienten vom Notarzt direkt in eine Klinik mit einem Herzkatheterlabor gebracht, um eine schnelle und effektive Behandlung zu ermöglichen.
Entscheidend für die Prognose ist der Zeitpunkt der Therapieeinleitung. Um eine Ausdehnung des Infarktareals zu verhindern, sollte die Reperfusion idealerweise innerhalb der ersten 90 Minuten nach Schmerzbeginn erfolgen. Dabei hängt die genaue Vorgehensweise von der Ausstattung des jeweiligen Krankenhauses ab.
Durchführung der Reperfusionstherapie:
Im Herzkatheterlabor wird in der Regel sofort eine Koronarangiografie durchgeführt, um das verschlossene Gefäß darzustellen. Anschließend erfolgt eine Ballondilatation (PTCA, Perkutane Transluminale Koronarangioplastie), bei der das betroffene Herzkranzgefäß mittels eines aufblasbaren Ballons geweitet wird. Um einen erneuten Verschluss der Arterie zu verhindern, wird nach der Aufdehnung ein Stent (Gefäßstütze) an der Engstelle platziert.
Diese schnelle Wiedereröffnung des Gefäßes innerhalb von 60 bis 90 Minuten nach Schmerzbeginn gilt als Goldstandard der Therapie bei einem akuten Herzinfarkt, da sie die Durchblutung des Herzmuskels rasch wiederherstellt und so das Ausmaß der Schädigung minimiert.
Koronarinterventionen PCI
PCI (Perkutane Koronarintervention), PTCA (Perkutane Transluminale Koronarangioplastie) und PTA sind eine Reperfusionstherapien.
PCI (Perkutane Koronare Intervention)
Die PCI umfasst alle minimalinvasiven kathetergestützten Eingriffe an den Koronararterien.
PTCA (Perkutane transluminale koronare Angioplastie / Ballondilatation)
Die PTCA ist eine spezifische Technik innerhalb der PCI. Dabei wird ein Ballonkatheter in das verengte Gefäß eingeführt und an der betroffenen Stelle aufgedehnt. Häufig wird zusätzlich ein Stent eingesetzt.
PTA (Perkutane transluminale Angioplastie)
Die PTA ist ein ähnliches katheterbasiertes Verfahren an anderen Gefäßen des Körpers, beispielsweise an den Beinarterien bei der PAVK.
In der medizinischen Praxis werden die Begriffe PTCA und PCI oft synonym verwendet, obwohl die PCI als übergeordneter Begriff mehrere Techniken zur kathetergestützten Wiedereröffnung verengter Gefäße umfasst.
Stent-Implantation
Wenn eine Gefäßverengung (Stenose) vorliegt (Koronararterien oder andere große Arterien), kann eine perkutane Koronarintervention (PCI) durchgeführt werden. Dabei wird ein Stent eingesetzt, um das Gefäß dauerhaft offen zu halten.
Ablauf:
- Katheterisierung: Ein Katheter wird über die Leisten- oder Armarterie bis zur verengten Stelle vorgeschoben.
- Ballondilatation (PTCA): Ein kleiner Ballon wird aufgeblasen, um das Gefäß zu erweitern.
- Stent-Implantation: Ein Stent (meistens medikamentenbeschichtet) wird platziert, um das Gefäß offen zu halten.
- Rückzug des Katheters: Der Katheter wird entfernt, der Stent bleibt dauerhaft im Gefäß.
Wann wird ein Stent eingesetzt?
- Koronare Herzkrankheit (KHK) → Verengungen der Herzkranzgefäße
- Akuter Herzinfarkt (STEMI, NSTEMI) → Akuter Gefäßverschluss
- Carotis-Stenose → Verengung der Halsschlagadern (Schlaganfall-Risiko)
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) → Gefäßverengungen in den Beinen
- Aortenaneurysmen → Stentgraft als alternative Therapie zur offenen Operation
Die Lysetherapie
Definition:
Die Lysetherapie ist eine effektive Methode zur Behandlung von Gefäßverschlüssen, die nicht nur beim Herzinfarkt (Myokardinfarkt), sondern auch bei einem Schlaganfall (Stroke, Insult) oder einer Lungenembolie (Pulmonalembolie) eingesetzt werden kann. Ziel dieser Therapie ist es, das verstopfte Blutgefäß wieder durchgängig zu machen, indem gerinnungshemmende Medikamente direkt in den Blutkreislauf verabreicht werden.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Formen der Lysetherapie: der systemischen und der lokalen Lyse. Bei der systemischen Lyse werden die Medikamente über eine Infusion verabreicht und verteilen sich über den gesamten Körper. Im Gegensatz dazu erfolgt die lokale Lyse gezielt an der verschlossenen Stelle. Dabei wird ein dünner Katheter in das betroffene Gefäß eingeführt, über den das thrombusauflösende Medikament direkt am Verschluss abgegeben wird.
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Lysetherapie ist die Zeit. Besonders beim Schlaganfall gilt: Je früher die Therapie eingeleitet wird, desto besser ist die Wirkung.
Die kritische Grenze für eine effektive Behandlung liegt bei 4,5 Stunden nach Symptombeginn. Wird das betroffene Gewebe über diesen Zeitraum hinweg nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, stirbt es irreversibel ab und kann nicht mehr gerettet werden.
Die Risiken einer Lysetherapie
Die Lysetherapie ist eine wirksame Methode zur Auflösung von Blutgerinnseln, birgt jedoch auch ein erhebliches Risiko für schwere Blutungen. Besonders bei der systemischen Lyse, bei der das Medikament über eine Infusion im gesamten Körper verteilt wird, besteht die Gefahr unkontrollierbarer Blutungen, insbesondere von Hirnblutungen. Daher ist eine strikte Indikationsstellung erforderlich, und der behandelnde Arzt muss die medizinischen Richtlinien genau einhalten, um Risiken zu minimieren.
Aufgrund dieser Komplikationsgefahr wird die lokale, kathetergesteuerte Lyse bevorzugt. Bei diesem Verfahren, auch kathetergesteuerte Thrombolyse genannt, wird das Blutgerinnsel gezielt über einen eingeführten Katheter aufgelöst. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass das thrombusauflösende Medikament direkt an der verschlossenen Stelle wirkt und dort in einer höheren Konzentration vorliegt, während es im restlichen Körper nur in einer geringen Dosis verteilt wird. Dadurch wird das Risiko für systemische Blutungen erheblich reduziert, was diese Therapieform bei geeigneten Patienten sicherer macht.
Die Herzbettpositionierung
Definition:
Die Herzbettpositionierung wird bei Patienten mit kardial bedingter Dyspnoe angewendet. Sie entlastet das Herz und erleichtert das Atmen.
Besonders bei Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom (ACS) und Lungenödemen kann diese Lagerung von Vorteil sein. Durch das Hochlagern des Oberkörpers wird die Atmung erleichtert und der Druck auf die Lungen verringert. In schweren Fällen, wie beim kardiogenen Schock kann die richtige Lagerung eine entscheidende Maßnahme zur Stabilisierung der PatientIn sein. Auch Patienten mit Herzinsuffizienz, Herzinfarkt, koronarer Herzkrankheit (KHK) profitieren von dieser Lagerung.
Dyspnoe aufgrund von:
• Herzinsuffizienz
• Herzinfarkt
• Akutes Koronarsyndrom (ACS)
• Koronare Herzkrankheit (KHK)
• Lungenödem
• Kardiogener Schock
📸 Bild: Herzbettlagerung, pflegerio.de 📸
Fachwörter zum Thema Erkrankungen des Urogenitaltrakts, die die Pflegeassistenz kennen und (bestenfalls) benutzen soll
Sehr wichtig: fett markiert
| Fachbegriff | Beschreibung |
|---|---|
| ACE-Hemmer | Blutdrucksenker |
| Analgetika | schmerzlindernde Arzneistoffe |
| Aneurysma | gefährliche, ballonartige Erweiterung einer geschwächten Arterienwand |
| Angina pectoris | Brustenge |
| Antihypertensiva (= ACE-Hemmer) | Blutdrucksenker |
| Antihypotonika | Blutdrucksteigernde Medikamente |
| Antikoagulantien | Blutgerinnungshemmer (z.B. Heparin) |
| Arteriosklerose | Ablagerung von Cholesterin und Fetten in den Arterienwänden, führt zu Verhärtung und Verengung |
| ASS – Acetylsalicylsäure | Thrombozytenaggregationshemmer (verhindert die Verklumpung von Blutplättchen) nicht steroidales Antirheumatika (NSAR, schmerzlindernd, entzündungshemmend, fiebersenkend) |
| Beta-Blocker | Blutdrucksenker |
| Débridement 🔗[de-briːd-ˈmɑ̃ː]🔗 | Entfernung von abgestorbenem Gewebe. |
| D-Dimere | Abbauprodukte von Blutgerinnseln |
| Dyspnoe | Atemnot |
| Embolie | teilweise oder vollständiger Verschluss eines Gefäßes, verursacht durch einen Embolus |
| Fibrinschicht | aus dem körpereigenem Protein Fibrin bestehende Auflagerung auf Wunden um diese zu verschließen |
| Flüssigkeitsbilanz | erfasst gesamten Flüssigkeitshaushalt, inklusive aller Zu- und Abgänge wie Infusionen, Erbrechen, Schweiß etc. |
| Ischämie | Minderdurchblutung eines Organs infolge mangelnder arterieller Zufuhr von Blut (führt zu Sauerstoffmangel – Hypoxie) |
| Lyse / Thrombolyse | Medikamentöse Gerinnselauflösung |
| Miktionsprotokoll | Trinkmenge und Harnentleerung im Zusammenhang mit der Blasenfunktion dokumentieren |
| Myokardinfarkt | Herzinfarkt |
| Neuropathie | Schädigung von Nerven |
| Perfusion | Durchfluss von Flüssigkeit durch Organe, Gewebe, Blutgefäße aufgrund von Druckunterschieden |
| Plaques | Ablagerungen |
| Rupturen | Riss einer Gewebsstruktur |
| Sedativa | Beruhigungsmittel |
| Spasmen | Verkrampfungen |
| Thrombozyten | Blutplättchen |
| Thrombozytenaggregationshemmer | verhindert das Verklumpen von Blutblättchen (ASS) |
| Thrombus | Blutgerinnsel |
| Troponin | Protein in Herz- und Skelettmuskulatur, essenziell für die Muskelkontraktion, wird bei Herzinfarkt vermehrt ausgeschüttet |
| TVT | Tiefe Beinvenenthrombose |
| Virchow Trias | 3 Hauptfaktoren der Thromboseentstehung |
| Zyanose | bläuliche Verfärbung aufgrund von Sauerstoffmangel |
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