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Gehalt für die Pflegeassistenz in Österreich

News: Vom Durchschnittsgehalt bis zu den Top-Zahlern: Wo verdienen Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten am besten?


Erstellt am: 13.11.2024
Aktualisiert am: 24.06.2026

News: Hier erfährst du, was PflegeassistentInnen im Durchschnitt verdienen und welche Einrichtungen besonders gut oder schlecht bezahlen.

Was verdient die Pflegeassistenz durchschnittlich in Österreich?

Im Jahr 2024, als dieser Beitrag erstellt wurde, lag der Durchschnittsgehalt einer PflegeassistentIn bei einer 38,5-Stunden-Woche im Schnitt bei etwa 2.500 bis 2.600 Euro brutto pro Monat. Im Jahr 2026 liegt das Einstiegsgehalt für PflegeassistentInnen in Österreich laut SWÖ-Kollektivvertrag bei Vollzeit seit April 2026 bei 2.676,40 Euro brutto monatlich; mit dem Pflegezuschuss bei 2.811,90 Euro brutto, zuzüglich möglicher Zulagen.[1] Der durchschnittliche Stundenlohn liegt etwa bei 16,96 Euro brutto (2024: 15 Euro). Die SEG-Zulage[2] beträgt seit 1. April 2026 1,54 Euro brutto pro Arbeitsstunde, die unter erschwerten Bedingungen geleistet wird. Bei überwiegend erschwerten Arbeitsbedingungen wird bei Vollzeit eine monatliche Pauschale von 247,27 Euro brutto ausbezahlt.[1] Mit SEG-Zulage kannst du auf ein Bruttogehalt von ca. 2.900,- bis 3.000,- Euro kommen. Der Lohn einer PflegeassistentIn ist aber nicht nur abhängig von ihrer Erfahrung, sondern auch dem Bundesland und dem jeweiligen Kollektivvertrag. Zum genannten Durchschnittsgehalt kommen noch Zuschläge für Nacht- und Wochenend- bzw. Feiertagsdienste dazu.

Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste

Die Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste unterscheiden sich je nach anwendbarem Kollektivvertrag. Im SWÖ-Kollektivvertrag gilt die Zeit zwischen 22:00 und 06:00 Uhr als Nachtarbeit. Für diese Arbeitsstunden gebührt seit April 2026 ein Nachtarbeitszuschlag von 9,45 Euro brutto pro Stunde beziehungsweise bei durchgehendem Nachtdienst eine Pauschale von 54,03 Euro brutto.

Ein Nachtbereitschaftsdienst („schlafender Nachtdienst“) wird in der Regel anders vergütet, oft pauschal mit einem Zuschlag im Ausmaß von 2 Stunden Nachtarbeit. Kläre daher immer im Voraus, welche Art von Nachtdienst in der jeweiligen Position gefordert wird.

Auch die Zuschläge für Wochenend- und Feiertagsdienste unterscheiden sich je nach Kollektivvertrag. In der Regel erhältst du für die Arbeit an Sonn- und Feiertagen einen Zuschlag. Sonntagsarbeit wird in Kollektivverträgen häufig mit einem Zuschlag von 100 % des Grundstundenlohns abgegolten.[3] 

Gehaltsunterschiede: Wer zahlt besser, wer schlechter?

Eine Analyse zeigt, dass einige Institutionen besser bezahlen als andere. Zu den besser zahlenden gehören:

  • Universitätskliniken und Ordenskliniken mit etwa 3.200,00 Euro brutto pro Monat
  • und Städte wie etwa die Stadt Salzburg mit rund 2.952 bis 3.550 Euro monatlich oder die Stadt Wien. Der Wiener Gesundheitsverbund nennt für PflegeassistentInnen aktuell ein Einstiegsgehalt von 2.929,77 bis 3.119,25 Euro brutto monatlich

Auf der anderen Seite stehen Einrichtungen, die für PflegeassistentInnen in Spezialbereichen wie etwa Behindertenarbeit nur das Mindestgehalt von 2.676,40 Euro Euro brutto anbieten. Hinzu kommen 40,77 Euro Pflege-Aufzahlung. Mit dem Pflegezuschuss von 135,50 Euro ergibt aber auch das 2.852,67 Euro brutto monatlich bei Vollzeit, sofern der Zuschuss finanziert wird. Nacht-, Sonn- und Feiertagszulagen sowie eine mögliche SEG-Zulage kommen gegebenenfalls noch dazu.

In welchen Einrichtungen wird besser oder schlechter bezahlt?

Im Allgemeinen sind die Gehälter in Universitätskliniken und größeren städtischen Häusern höher, da sie oft nach speziellen, tarifgebundenen Verträgen zahlen. Dagegen bieten Wohngruppen oft niedrigere Gehälter, besonders bei Trägern, die überwiegend auf öffentliche Finanzierung und Spenden angewiesen sind.

Die Gehälter für PflegeassistentInnen in Österreich variieren deutlich je nach Träger und Arbeitsumfeld. Öffentliche Krankenhäuser und Universitätskliniken bieten häufig die attraktivsten Vergütungen, während in wohltätigen und sozialen Organisationen tendenziell geringere Löhne üblich sind. Fordere unbedingt Einsicht in den Kollektivvertrag an, bevor du den Arbeitsvertrag unterzeichnest.

Quellen:
[1] Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) (2026): Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ-KV) inklusive Zusatz-KV zum EEZG-Pflegezuschuss. Stand 1. Jänner 2026. Verfügbar unter: https://www.swoe.at/folder/380/SWOE_Kollektivvertrag%202026_digital.pdf [Zugriff: 24.06.2026].
[2] Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) (2026): Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen. Verfügbar unter: https://www.oegk.at/cdscontent/?contentid=10007.904797&portal=oegkdgportal [Zugriff: 24.06.2026].
[3] Wirtschaftskammer Österreich (WKO) (2026): Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge (SFN-Zuschläge) – FAQ. Verfügbar unter: https://www.wko.at/lohnverrechnung/sonntags-feiertags-nachtzuschlaege-faq [Zugriff: 24.06.2026].


Bild: ©pixabay.com, @Elf-Moondance