Aufbereiteter Lehrinhalt, Unterrichtsfach: Behindertenarbeit
01.10.2025
Das Unterrichtsfach Behindertenarbeit gründet auf der systemischen Sichtweise. Sie ist das Fundament, auf dem alle Modelle und Konzepte der Heil-, Behinderten- und Inklusionspädagogik aufbaut.
Verschiedene Modelle in den Disability Studies
In den Disability Studies gibt es drei zentrale Modelle, die unterschiedliche Sichtweisen auf Behinderung verdeutlichen:
- Biomedizinisches Modell von Behinderung
Behinderung wird als individuelles Defizit oder Krankheit verstanden, das / die medizinisch behandelt, geheilt oder kompensiert werden soll oder eben als unheilbar gilt. - Soziales Modell von Behinderung
Entstanden aus der Behindertenbewegung (z. B. UK in den 1970er/80er Jahren). Behinderung wird nicht primär als individuelles Problem gesehen, sondern als Folge gesellschaftlicher Barrieren, Diskriminierung und mangelnder Inklusion. - Kulturelles Modell von Behinderung
Dieses Modell rückt Behinderung als Teil kultureller Vielfalt und Identität in den Mittelpunkt. Es versteht Behinderung nicht nur als Defizit oder gesellschaftliches Hindernis, sondern als Ausdruck unterschiedlicher Lebensweisen, die wertgeschätzt werden sollen.
Sichtweisen auf Behinderung
Die psychiatrisch-nihilistische Sichtweise
• eine der ältesten Modelle von Behinderung
• Ursprung liegt in der Psychiatrie des 19. Jahrhunderts
• der Mensch mit Behinderung wird als „Kranker“ gesehen (pathogenetische Haltung)
• psychiatrische Beschreibungen konzentrieren sich nur auf die Defizite und sind oft menschenunwürdig
• Entwicklungsaussichten werden klassifiziert
• Bewertung erfolgt nach IQ-Klassifikationssystemen
• Überpsychiatrisierung
Die psychiatrisch-nihilistische Sichtweise gehört zum biomedizinischen Modell von Behinderung.
Als Vater der modernen wissenschaftlichen Psychiatrie und gleichzeitig der nihilistischen Haltung gegenüber bestimmten Krankheitsbildern gilt Emil Kraepelin. Der psychiatrisch-nihilistischen Haltung liegt vor allem das biomedizinische (pathogenetische) Krankheitsmodell zugrunde. Dieses Modell betrachtet Behinderungen und psychische Erkrankungen primär als Defekte oder irreversible Störungen des Organismus (oder des Gehirns), die chronisch und unbeeinflussbar seien. Diese Sicht führte dazu, dass Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen als „aussichtslos“ betrachtet und eher verwahrt als behandelt wurden.
In der Sozialpsychiatrie stellt man sich gegen die nihilistische Sichtweise. Moderne Ansätze gehen davon aus, dass Menschen – unabhängig von Diagnose oder Einschränkung – Ressourcen haben, Entwicklung erfahren können und Teilhabe verdienen. Die entwicklungspsychologische und systemische Perspektive sind die Antwort auf diesen alten Pessimismus.
Die heilpädagogisch-defizitorientierte Sichtweise
• defizitorientierte Sichtweise (fokussierte sich auf das, was der Mensch nicht kann)
• Der erste Kritiker dieser Denkschule war Heinrich Hanselmann. Er arbeitete zunächst auch nach diesem Modell, empfand es jedoch zunehmend als defizitär und legte die Basis für eine ressourcenorientierte Sichtweise.
Auch die heilpädagogisch-defizitorientierte Sichtweise gehört zum biomedizinischen Modell. Der Fokus liegt darauf, dass etwas fehlt oder nicht der Norm entspricht, und dass Erziehung und Förderung dieses Defizit „ausgleichen“ sollen. Der Blick bleibt stark defizitbezogen, auch wenn er nicht so radikal-resignativ ist wie die psychiatrisch-nihilistische Haltung.
In der Heilpädagogik des 19. und 20. Jahrhunderts verstand man Behinderung als Abweichung von der Norm und als ein Defizit, das man – wenn überhaupt – durch Erziehung oder Therapie teilweise ausgleichen könne. Der Fokus lag darauf, was Menschen nicht können, statt auf Ressourcen oder Entwicklungspotenzialen. Einer der Väter der heilpädagogisch-defizitorientierten Haltung ist Johann Heinrich Pestalozzi, der zwar als Begründer einer humanistischen Pädagogik gilt, dessen Ansätze in der Heilpädagogik jedoch defizitorientiert waren. Im deutschsprachigen Raum trugen Vertreter wie Heinrich Hanselmann (1885–1960) zur Etablierung der Heilpädagogik bei – auch er arbeitete lange mit einer defizitorientierten Haltung, bevor er diese kritisierte und den Boden für ressourcenorientierte Sichtweisen bereitete.
Die entwicklungspsychologische Sichtweise
Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess.
Jean Piaget
• Menschen mit und ohne Behinderung haben in ihrer Entwicklung viele Gemeinsamkeiten
• dennoch sind auch Unterschiede in deren Entwicklung zu erkennen: z.B. verlangsamte Sprache oder Ausfälle in bestimmten kognitiven Bereichen
• aber auch Leistungsinseln bzw. Stärken wie z.B. eine besondere Gabe
• Entwicklung ist ein lebenslanger Prozess (Jean Piaget)
• Manche Prozesse werden bei Menschen mit Behinderung erst dann in Gang gesetzt, wenn der Betroffene dazu bereit ist bzw. wenn seine Umwelt ihm die Möglichkeit für diese Entwicklung gibt
• so kann es passieren, dass ein Mensch mit Behinderung die Trotzphase erst in seinen Vierzigern durchlebt.
• Voraussetzung für Entwicklung ist daher eine ständige Wechselwirkung bzw. Interaktion zwischen Individuum und Umwelt
Die entwicklungspsychologische Sichtweise steht dem sozialen Modell am nächsten, mit Brücken zum kulturellen Modell. Sie geht davon aus, dass Entwicklung möglich ist, wenn die Umwelt passende Bedingungen schafft, und dass Einschränkungen nicht als starres Defizit verstanden werden dürfen. Behinderung wird hier dynamisch gesehen – als Ergebnis von Interaktion zwischen Person und Umwelt, nicht als festgelegter Mangel.
Jean Piaget gilt als „Vater der Entwicklungspsychologie“, weil er mit seiner Theorie der kognitiven Entwicklung gezeigt hat, dass Denken, Lernen und Verstehen in Stufen verlaufen und sich verändern – also nicht statisch sind. Damit stellte er das Gegenteil zur nihilistischen oder rein defizitorientierten Sicht dar: Entwicklung ist möglich, dynamisch und hängt von Reifung, Erfahrung und aktiver Auseinandersetzung mit der Umwelt ab.
Die systemische Sichtweise
Entstehung / Einordnung
Die systemische Sichtweise ist der entwicklungspsychologischen Sichtweise verwandt:
- beide lösen sich vom rein defizitorientierten Denken
- beide betonen, dass der Mensch sich in Interaktion mit seiner Umwelt entwickelt
- beide gehen davon aus, dass Veränderung möglich ist, wenn Bedingungen passen
Die systemische Sichtweise hat also ähnliche Grundgedanken aufgegriffen und weitergeführt.
Die systemische Sichtweise hat ihre Wurzeln in der Allgemeinen Systemtheorie (Ludwig von Bertalanffy) und in der Kybernetik sowie in den frühen Ansätzen der Familientherapie (Gregory Bateson, Paul Watzlawick, Virginia Satir, Salvador Minuchin u. a.).
Hauptaussagen
Die systemische Sichtweise betrachtet den Menschen nicht als triviale Maschine, sondern als ein lebendes System. Damit ist gemeint, dass der Mensch – im Gegensatz zu einer trivialen Maschine (wie sie Heinz von Foerster beschreibt) – nicht einfach mechanisch auf Reize reagiert, sondern über innere Strukturen verfügt, die bestimmen, wie er wahrnimmt, denkt und handelt.
Jeder Mensch bildet in einem allmählichen Aufbau von Erkenntnissen sein eigenes Bild von seiner Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit ist keine objektive Realität, sondern eine subjektive Wirklichkeit, die durch Handlungs- und Wahrnehmungsmuster sowie durch Fühl- und Denkgewohnheiten geprägt ist. Der Mensch konstruiert aktiv sein Bild von sich selbst und von seiner Umwelt, er gibt Dingen eine ganz persönliche Bedeutung.
Dabei ist er eine biopsychosoziale Einheit. Das bedeutet: Körper (bio), Seele (psycho) und soziale Umwelt (sozial) sind untrennbar miteinander verbunden. Im biopsychosozialen Modell wird deutlich, dass der Mensch nicht nur biologisch reagiert, sondern in ständiger Interaktion und in Austauschprozessen mit seiner Umwelt steht.
Jean Piaget betonte, dass der Mensch ein aktiver, nach Weiterentwicklung strebender Organismus ist. Deshalb heißt Lehren im systemischen Verständnis auch nicht „Wissen einfüllen“, sondern „Angebote setzen für eigenverantwortliches Lernen“. Jeder Mensch optimiert sein Bild der Wirklichkeit laufend, indem er seine Erkenntnismittel nutzt, ausprobiert und neue Erfahrungen einordnet.
Das lebende System versucht dabei immer ein Gleichgewicht herzustellen zwischen seinen Handlungsstrukturen und den Anforderungen der Umwelt. Nur wenn eine Erfahrung oder ein Verhalten mit Sinn verknüpft werden kann, sind echte Entwicklungsschritte möglich. Darum gilt: Jedes Verhalten hat einen individuellen Sinn, auch wenn dieser für Außenstehende nicht erkennbar ist. Das bedeutet aber nicht, dass ein Verhalten von der Umwelt automatisch als sinnvoll oder wertvoll angesehen wird.
Wird eine Handlung oft genug wiederholt, dann bildet sich daraus ein Muster oder eine Gewohnheit, die irgendwann fast unwillkürlich abläuft. Der Mensch ist damit autonom und abhängig zugleich – ein echtes Paradoxon: Er entscheidet selbst, doch seine Möglichkeiten hängen stark von den Bedingungen seiner Umwelt ab.
Wenn ein lebendes System von einem Impuls betroffen wird, entscheidet es im Sinne seiner inneren Strukturen, wie es reagiert. Nicht die Umwelt bestimmt also direkt das Verhalten, sondern die Entscheidung des Individuums. Eine „konstruktive Beeinflussung“ durch die Umwelt ist nur bedingt möglich, denn es bleibt immer ein eigenständiger Prozess.
Daraus folgt: Jeder Mensch – auch Menschen mit Behinderungen – ist autonom in seinen Handlungen. Zugleich ist er aber auch abhängig von seiner Umwelt. Und weil jede Handlung eine Entscheidung ist, trägt jeder Mensch auch Verantwortung für seine Handlungen und muss die Folgen tragen. Gerade dieses Zusammenspiel von Autonomie, Verantwortung und Abhängigkeit macht die Würde des Menschen aus – und zugleich sein Recht auf Risiko.
Verantwortung bedeutet dabei nicht, dass man alles allein machen muss. Unterstützung und Assistenz sind ebenso Teil einer verantwortlichen Lebensgestaltung. Diese systemische Sichtweise gilt nicht nur für Menschen mit Behinderungen, sondern für alle Menschen – auch für Kolleginnen, Chefinnen oder Freundinnen.
Wichtig ist: Die Bewertungskriterien, die jemand hat, wirken immer auch auf andere zurück – besonders auf Menschen mit Behinderungen. Darum ist es für Fachkräfte in sozialen Berufen entscheidend, die eigenen Bewertungskriterien zu reflektieren und weiterzuentwickeln, damit sie wirklich hilfreich für die betreuten Menschen sind. Dazu gehört untrennbar die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Menschenbild.
Aus systemischer Sicht ist jedes Verhalten gut und richtig, solange es der Selbsterhaltung des Systems dient. Was für andere als problematisch wirkt, kann in Wahrheit eine Problemlösungsstrategie sein. Das Individuum ist dabei immer Subjekt und Objekt zugleich: Es wird von seiner Umwelt beeinflusst, ist aber gleichzeitig selbst ein Teil dieser Umwelt.
Wer jedoch einen Menschen nur als Objekt seiner eigenen BedĂĽrfnisse, seiner eigenen Bewertung oder seiner eigenen KontrollbedĂĽrfnisse und MachtansprĂĽche betrachtet, beraubt ihn seiner WĂĽrde.
Sensomotorische Lebensweisen
Das Konzept der „Sensomotorische Lebensweisen“ stammt von Winfried Mall. Er knĂĽpft dabei an die sensomotorische Phase nach Piaget an, also an die erste Entwicklungsphase, in der die Welt ĂĽber Sinneswahrnehmung, Bewegung, Körpererleben und Beziehung erfahren wird.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Die 4 Entwicklungsstufen des Denkens nach Jean Piaget💡🧩 🪢
Ziele des Konzepts „Sensomotorische Lebensweisen“
Das Konzept soll helfen,
- Menschen mit schwerer geistiger oder mehrfacher Behinderung besser zu verstehen,
- Verhalten nicht vorschnell als „Störung“ zu deuten, sondern als sinnvollen Ausdruck einer Lebensweise,
- BedĂĽrfnisse und Interessen aus konkreten Beobachtungen abzuleiten,
- passende pädagogische, pflegerische und kommunikative Angebote zu setzen,
- die Begleitung an der Lebensweise anzusetzen, die beim Menschen gerade im Vordergrund steht.
Die 7 aufeinanderfolgenden Phasen der sensomotorischen Phase
- Einheit: “Ich fühle mich geborgen.“
bedingungslose Annahme
Geborgenheit
Sicherheit
Vertrauen - Überleben: „Ich bin versorgt.“
Atmung
Essen
Trinken
Ausscheidung
Wärme
Schlaf
Schmerzfreiheit
Ruhe und Trost - Den Körper entdecken: „Ich bewege mich lustvoll.“
Körperwahrnehmung
BerĂĽhrung
Gleichgewicht
Bewegung
Spannung/Entspannung - Die Umwelt mit den Sinnen entdecken: „Ich bin offen für Neues.“
Sehen
Hören
Riechen
Schmecken
Tasten
Entwicklung erster Vorlieben und Abneigungen - Zusammenhänge beherrschen: „Ich habe Einfluss.“
Abläufe
Ursache und Wirkung
Rituale
Raum- und Zeitstrukturen
Selbstwirksamkeit - Absichten verfolgen: „Ich werde wahrgenommen.“
WĂĽnsche
Interessen
Absichten
ahmt nach
sucht Mittel, sich mitzuteilen - Beginn des Denkens: „Ich beziehe mich auf meine Erfahrungen.“
Symbolverständnis
Als-ob-Spiel
Vorstellungskraft
emotionales Nacherleben
EinfĂĽhlung
Beginn der Präoperationalen Entwicklungsphase nach Piaget
Die sensomotorische Lebensweise ist die „Maslowsche BedĂĽrfnispyramide fĂĽr Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung“. Auch bei der BedĂĽrfnispyramide zeichnet sich eine schrittweise Entwicklung, von grundlegenden körperlichen und existenziellen Erfahrungen ĂĽber Sicherheit und Beziehung zur Selbstverwirklichung ab. Höhere Entwicklungsleistungen werden nur dann möglich, wenn die vorergehenden Erfahrungen gemacht werden.
Die 7 Stufen bauen aufeinander auf
Die späteren Lebensweisen brauchen die früheren als Fundament. Wer sich nicht sicher fühlt, kann sich schwer auf neue Sinneserfahrungen einlassen. Wer mit Grundbedürfnissen beschäftigt ist, hat kaum Kraft für Lernen. Wer den eigenen Körper nicht ausreichend erlebt, kann Umwelt, Abläufe und Kommunikation schwerer erschließen.
Mall schreibt, dass Störungen in frühen Lebensweisen zu Ausfällen in den aufbauenden Lebensweisen führen können. Förderung, die auf höhere Leistungen zielt, bleibt dann oft instabil und schwer übertragbar.
Bedeutung fĂĽr die Begleitung von Menschen mit Schwerstmehrfachbehinderung
Das Wichtigste, das die Betreuung wissen muss, ist folgender Ausspruch von Mall: „Sensomotorisches Lernen geschieht lustbetont oder gar nicht“. Angebote sollen zur aktuellen Lebensweise der Hauptperson passen, seine Persönlichkeit berĂĽcksichtigen und aus seinem Alltag kommen.
đź”— Externer Link: Sensomotorische Lebensweisen, behindert.or.at, qualitaetsoffensive-teilhabe.de đź”—
Wohnformen fĂĽr Menschen mit Behinderung im Alter
- Selbstständiges / Betreutes Wohnen
- Wohnheim / Wohngruppe
- Pflegeheim / Altenheim
- Mehrgenerationenhaus / Inklusive WG
Herausforderungen im Alltag alter Menschen mit Behinderung
- Doppelte Belastung durch Alter und Behinderung
- gesundheitliche Verschlechterung
- Kommunikationsprobleme
- Verlust sozialer Kontakte
- steigender Pflegebedarf
- fehlende Barrierefreiheit
- eingeschränkte Selbstbestimmung
Themen, die bei Menschen mit Behinderung im Alltag BerĂĽcksichtigung finden sollten
- Individuelle BedĂĽrfnisse respektieren
- barrierefreie Umgebung schaffen
- Pflege- und Betreuungsplanung anpassen
- soziale Teilhabe fördern
- Zusammenarbeit mit Angehörigen und Fachpersonal
- Schulung des Teams im Umgang mit alternden Menschen mit Behinderung
Welche Berufsgruppe ist fĂĽr die Betreuung von alten Menschen mit Behinderung am besten geeignet?
Bei „Menschen mit Behinderung im Alter“ ist die Berufsgruppe am besten geeignet, die sowohl behindertenpädagogische (Kommunikation, Teilhabe, Assistenz, rechtliche Fragen) als auch gerontologische Kompetenzen (Sturzprophylaxe, Demenz, Schmerz, Pflege) mitbringt – das ist die Sozialbetreuung Behindertenarbeit. Als Sozialbetreuung besitzt sie Kompetenzen in Behindertenpädagogik, als Pflegeassistenz zusätzlich Kompetenzen in der Pflege alter Menschen.
Bei vielen älteren Menschen mit Behinderung stehen lebenslang erworbene Besonderheiten, Unterstützungsbedarfe, Kommunikationsformen, rechtliche Fragen (Sachwalterschaft/Erwachsenenvertretung), Teilhabe und Strukturierung des Alltags im Vordergrund, nicht nur klassische geriatrische Themen. Die Behindertenarbeit ist genau darauf spezialisiert, Menschen mit Behinderung über die Lebensspanne zu begleiten, Beziehungen aufzubauen und personenzentriert, ressourcenorientiert und inklusiv zu arbeiten. Im höheren Alter kommen dann altersspezifische Themen dazu, die sich sehr gut durch Fortbildungen, multiprofessionelle Teams oder Zusammenarbeit mit Altenarbeit ergänzen lassen.
Quellen:
Bildquellennachweis: ©pixabay.com, @AndresLEal