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Kompetenz der Pflegeassistenz: Atmung beobachten

Aufbereiteter Lehrinhalt, Unterrichtsfach: Grundzüge und Prinzipien der Akut- und Langzeitpflege inklusive Pflegetechnik (GKPF)



Von den Atemtypen über die Atemfrequenzen bis hin zu Sputumbeurteilung und der Beurteilung von Atemgeruch: Diese Seite vermittelt alles, was die Pflegeassistenz über die Atmungsbeobachtung wissen muss.

02.02.2026

Definition physiologische Atmung

Die physiologische Atmung (Eupnoe) geschieht unbewusst. Sie ist gleichmäßig, tief, geräuschlos und (fast) geruchlos. Der Atemvorgang ist entspannt und beschwerdefrei.

Inspiration = Einatmen
Expiration = Ausatmen

Beobachtungssituationen

Die Beobachtung wird durchgeführt bei:
• direkt nach dem Einzug einer neuen BewohnerIn
• täglich bei Lungenerkrankungen oder Erkrankungen des Herzkreislaufsystems
• täglich bei Sauerstofftherapie
• täglich bei Medikamenten mit potenziell atemdepressiven Nebenwirkungen (Opioide)
• täglich bei komatösen oder bei beatmeten Bewohnern

Die Beobachtung der Atmung

Die Durchführung der Atembeobachtung sollte für den Patienten unauffällig erfolgen, da die Atmung willkürlich beeinflussbar ist. Inspiration und Expiration (= Heben und Senken des Brustkorbs bzw. der Bauchdecke) werden dabei als jeweils ein Atemzug gezählt. Die Atmung wird idR ca. Eine Minute lang beobachtet.

Atmung: Beobachtungskriterien

• Atemfrequenz (Tachy-, Brady-)
• Atemtiefe (Hypo-, Hyper-)
• Atemrhythmus
• Atemgeräusche
• Atembeschwerden
• Atemtyp

Atemfrequenz

Physiologische Atmung: Komm17c
Erwachsene: 12-20 Atemzüge pro Minute (andere Quellen geben 15-20 an, Thieme sagt 14-18 AZ/min)

Jugendlicher (16 Jahre): 15-20 AZ/min
Kind (6 Jahre): 20-25 AZ/min (andere Quellen geben 16-25 AZ/min an)
Kleinkind (3 Jahre): ca. 20-30 AZ/min
Säugling: ca. 20-40 AZ/min
Neugeborene: 35-50 AZ/min (andere Quellen geben 30-45 AZ/min an)

(unterschiedliche Angaben in der Literatur es gibt keine Festlegung exakter Zahlen der WHO)

Das Verhältnis von Puls- zu Atemfrequenz beträgt bei Erwachsenen ca. 4:1.

Veränderungen der Atemfrequenz

• Tachypnoe
• Bradypnoe
• Apnoe

Tachypnoe Komm18c
erhöhte Atemfrequenz, beim Erwachsenen >20 Atemzüge/Minute
Physiologisch: z.B. körperliche Betätigung, Aufregung
Pathologisch: z.B. Schmerzen, Fieber, Herz- und Lungenerkrankungen (Herzinsuffizienz), Anämie

Bradypnoe Komm19c
verminderte Atemfrequenz, beim Erwachsenen <12 Atemzüge/Minute (andere Quellen sprechen von < 10 AZ/min)
Physiologisch: im Schlaf, während tiefer Entspannung, trainierte Sportler
Pathologisch: Schädigung des Atemzentrums (z.B. Schädel-Hirn-Trauma, Hirndruck, Hirnödem), Vergiftungen (z.B. Opiate)

Apnoe Komm20c
Atemstillstand. Sofortiges Handeln notwendig!
Eine Apnoe ist an folgenden Symptomen erkennbar:
• keine Bewegungen des Thorax und Abdomens
• keine Atemgeräusche an Nase und Mund
• Bewusstlosigkeit
• blasse oder zyanotische Haut

Auf einen Atemstillstand folgt nach circa vier Minuten der Herzstillstand.

⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen leitest du bei Atemstillstand ein? ⚠️🚑

Atemtiefe

Physiologisch: Beim gesunden Menschen passt sich die Atmung automatisch an den Sauerstoffbedarf an. Sie hängt davon ab, wie viel Kohlendioxid im Blut ist. Wenn sich der Sauerstoff- oder Kohlendioxidgehalt verändert, reagiert der Körper darauf. Bei Sauerstoffmangel atmet man zum Beispiel schneller und tiefer.

Veränderungen der Atemtiefe

• Hypoventilation
• Hyperventilation
• Kussmaulatmung

Hypoventilation
verminderte Atemtiefe: Angst („Lufthunger“), flache, oberflächliche Atmung, Atemfrequenz kann völlig normal sein
Ursachen z.B. bei Bettlägerigkeit, Schonatmung, Sekretstau in den Atemwegen
Pneumoniegefahr!

Hyperventilation
erhöhte Atemtiefe: beschleunigte und vertiefte Atmung, meist psychisch bedingt
Ursachen z.B. hormonell, stoffwechselbedingt, medikamentös bedingt

Eine beschleunigte Atmung aufgrund von körperlicher Aktivität ist keine Hyperventilation, sondern eine physiologische Tachypnoe.

Kussmaulatmung
auch Azidose-Atmung genannt
abnorm vertiefte, aber sehr regelmäßige Atemzüge
Ursache z.B. diabetische Azidose

🎬 Video: Kussmaulatmung, Larry B. Mellick, MD, youtube 🎬

Atemrhythmus

Physiologisch: Der Atemrhythmus ist physiologisch, wenn die Atemzüge regelmäßig erfolgen und dabei die
gleiche Luftmenge eingeatmet wird (gleichmäßige Atemtiefe). Zeitverhältnis Inspiration – Exspiration: 1:2 (Ausatmung dauert etwa doppelt so lange wie die Einatmung).

Pathologisch:
• Cheyne-Stokes-Atmung
• Schnappatmung
• Biot-Atmung
• Nasenflügelatmung

Cheyne-Stokes-Atmung (Aussprache, forvo.com)
periodisches An- und Abschwellen der Atemzüge, gefolgt von einer Atempause. Bei schwerer Schädigung des Atemzentrums und bei Herzerkrankungen infolge einer verlangsamten Blutströmung. Physiologisch kann diese Atmung bei Schlaf oder bei raschen Höhenanstiegen auftreten.

🎬 Video: Cheyne-Stokes-Atmung, semiologiaclinicas, youtube 🎬

Schnappatmung:
einzelne schnappende Atemzüge zwischen langen Atempausen. Häufig geht dem die Cheyne-Stokes-Atmung voraus. Oft Zeichen des nahenden Todes.

⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! Auch Schnappatmung ist beatmungspflichtig! ⚠️🚑

🎬 Video: Schnappatmung, rescueblue_littleaid, TikTok 🎬

Biot-Atmung:
einige tiefe und regelmäßige Atemzüge, auf die eine Atempause folgt. Erhöhter Hirndruck, Meningitis, Schädel-Hirn-Trauma.

🎬 Video: Biot-Atmung, maziz7597, youtube 🎬

Nasenflügelatmung:
die Nasenflügel werden bei jedem Einatmen zur Unterstützung der Atmung aufgebläht. Typisch bei Atemnot. Oft bei Säuglingen und Kindern zu beobachten.

🎬 Video: Nasenflügelatmung, handfussmund, TikTok 🎬

Atemgeräusche

Physiologisch: bei Anstrengung oder Erregung
Pathologisch:
Schnarchen
Stridor: ziehendes oder pfeifendes Atemgeräusch, bei verengten Atemwegen (inspiratorischer / exspiratorischer Stridor)
Rasselgeräusche: pathologische Atemgeräusche in den Bronchien (trockene und feuchte Rasselgeräusche)
Singultus: Schluckauf

Atemgeruch

Der Atemgeruch ist normalerweise unauffällig.

Ein auffälliger, unangenehmer Atemgeruch ist meist ein Krankheitszeichen:
• Azetongeruch (nagellackentfernerartig) – Hyperglykämie, diabetische Ketoazidose
• jauchig stinkend – Lungentumor
• Ammoniakgeruch (urinalartig) – Leberzirrhose
• erdig oder nach frischer Leber (Foetor hepaticus) – Lebererkrankung
• Eitergeruch – bakterielle Infektion
• fischig, nach faulen Eiern (Foetor uraemicus) – Nierenversagen im Endstadium
• unangenehm faulig oder süßlich – Stomatitis
• säuerlich, bitter, leicht faulig – Gastritis

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was ist Stomatitis?💡🧩 🪢

Atemtyp

Die vier Atemtypen:
• Bauchatmung (Zwerchfell und Brustkorb heben und senken sich)
• Brustatmung (Thorax hebt sich)
• Mischatmung (Zwischenmuskulator und Zwerchfell heben und senken sich gleichzeitig, z.B. bei körperlicher Anstrengung)
• Auxiliaratmung (Atemhilfsmuskulatur wird zur Unterstützung bei Atemnot eingesetzt)

Dyspnoe

Dyspnoe Definition: Atemnot

Dyspnoe Symptome:
• Angst, Todesangst
• Nasenflügelatmung
• sichtbarer Einsatz der Atemhilfsmuskulatur (= Auxiliaratmung)
• Unruhe, Schwitzen
• erhöhte Atemfrequenz: Tachykardie
• veränderte Atemtiefe: Tachy- oder Bradypnoe
• auffällige Atemgeräusche
• Husten und Auswurf
• blasse oder zyanotische Haut

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Arten von Husten, Beobachtungskriterien von Sputum 💡🧩 🪢

Auftreten von Dyspnoe:
physiologisch: körperliche Belastung (Belastungsdyspnoe), Adipositas
pathologisch (Ruhedyspnoe):
pulmonal – COPD, Asthma bronchiale, Pneumonie, Lungenödem, Bronchialkarzinom, Atelektasen
kardialHerzinsuffizienz, Herzinfarkt, Myokarditis, Herzklappenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen
sonstige – Skoliose, Rippenfraktur, Anämie

Anwendung von Dosieraerosol

• aufrecht sitzen
• evtl. abhusten Komm24c
• Aerosol schütteln
• Schutzkappe entfernen
• Behälter mit Boden nach oben halten
• tief ausatmen
• Mundstück fest mit den Lippen umschließen
• langsam und tief einatmen, dabei Druck auf Kanister ausüben
• Luft mind. 5 Sekunden anhalten
• langsam über die Nase ausatmen
Wichtig: nach kortisonhaltigen Sprays Mund ausspülen (ggf. Packungsbeilage lesen)

Sind mehrere Hübe verordnet, Vorgang wiederholen

Orthopnoe

Orthopnoe Definition: Zustand schwerster Atemnot, bei dem der Patient nur noch aufrecht sitzend und unter Zuhilfenahme der Atemhilfsmuskulatur atmen kann (= Auxiliaratmung).

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Welche Erste Hilfe Maßnahmen setzt du bei Dyspnoe?💡🧩 🪢

Pflegerische Maßnahmen bei akuter Atemnot: Komm22c
• Hilfe holen: Arzt, Notarzt rufen
• Sicherheit vermitteln: PatientIn psychisch betreuen, da die Angst die Dyspnoe verschlimmert
• Besucher aus dem Zimmer bitten
• beengende Kleidungsstücke öffnen
• Fenster öffnen
• Oberkörper hoch
• ggf. Kutschersitz, Tormannstellung
• zur Lippenbremse anleiten
• ggf. Bronchialsekret absaugen
• Notfall- oder Bedarfsmedikation lt. Arztanordnung (das kann auch die Gabe von Sauerstoff sein)
• Vitalzeichen engmaschig kontrollieren
• Bei Atemstillstand sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen – im Notfall als Erste Hilfe Maßnahme ist die Gabe von Sauerstoff erlaubt, ansonsten muss die O2-Gabe vom Arzt angeordnet werden. Achtung: Kohlendioxidnarkose bei COPD-Patienten!

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Womit wird bei der Reanimation begonnen?💡🧩 🪢

Sauerstoffmangel

Fremdwort:
Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut)
Hypoxie (Sauerstoffmangel im Gewebe)

Symptome (akut/chronisch, Hypoxämie/Hypoxie):
• Zyanose
• Dyspnoe
• Tachypnoe
• Kurzatmigkeit
• Tachykardie
• Schwindel
• Angst
• Blasse Haut / zyanotische Haut

Bei Hypoxie zusätzlich auch möglich:
• Bewusstseinsstörungen
• Müdigkeit
• Leistungsabfall
• Bewusstlosigkeit

Uhrglasnägel, oft in Verbindung mit Trommelschlägelfingern stehen in Verbindung mit chronischem Sauerstoffmangel.

Pulsoxymetrie

Definition

dient der nichtinvasiven Erfassung der peripheren Sauerstoffsättigung (SpO₂), der Herzfrequenz und damit der indirekten Beurteilung der respiratorischen Funktion (erkennt Hypoxämie). Gemessen wird die Sauerstoffsättigung (Spo2) im Kapillarblut.

Messprinzip

Sauerstoffbeladenes Hämoglobin absorbiert Licht in einer anderen Wellenlänge als nicht sauerstoffbeladenes.

Fehlerquellen

• Liegt eine Schock oder Unterkühlung vor, werden periphere Körperteile schlecht durchblutet, daher nicht brauchbare Werte.
• Störungen durch Bewegungen des Patienten.
• Bei CO Vergiftung schöne Werte trotz massiven Sauerstoffmangels.
• Behinderungen der Durchleuchtung durch Nagellack, Schmutz oder Hautcreme.
• Umgebungslicht bei schlecht abgeschirmten Sensoren.

Nie nur den Monitor beobachten, sondern den Patienten.

Normwerte

  • 95 bis 100 %
  • 90-94 %: Handlungsbedarf – Sauerstoffinhalation
  • <90% akut – erfordert sofortige ärztliche Abklärung (weist auf Unterversorgung der Organe – Hypoxie hin)
  • < 80 %: maschinelle Beatmung

unter O2-Gabe

< 95% unter O2-Gabe akut!

Sauerstoff verabreichen

Sauerstofftherapie Definition:
Medizinische Sauerstoffgabe in einer Konzentration von mind. 99,5%.

Die Pflegeassistenz darf Sauerstoff nur im Notfall selbstständig verabreichen (bis zu max. 8L). Jegliche Verabreichung von Sauerstoff, die nicht als Erste Hilfe Maßnahme gilt (z.B. im Pflegesetting bei COPD-PatientInnen) darf sie nur nach ärztlicher Anweisung durchführen. Komm23c

Der Arzt ordnet an:
• Art der Verabreichung (z.B. Nasensonde, Brille, Maske)
• Menge (z.B. 2L/min)
• Dauer der Verabreichung (z.B. kontinuierlich, bei Bedarf)

Grundsätze der Sauerstofftherapie

Sauerstoff liegt immer trocken vor – immer mit destilliertem Wasser (Aqua Dest) anfeuchten (Schleimhautverletzung)

Hygienisch arbeiten bei der Sauerstoffgabe!

• Risiko: nosokomiale Infektion
• hygienische Händedesinfektion
• Sauerstoffbefeuchtung nur mit sterile Aqua Destillat
• Sauerstoffbefeuchter bei kontinuierlicher Anwendung alle 48 Stunden erneuern
• vor der Anwendung Nase reinigen, evtl. abschwellende Nasensprays notwendig

🎬 Video: Wissenswertes zur Sauerstofftherapie/Applikation, Pflege Kraft, youtube 🎬

Systeme zur Sauerstoffverabreichung

• Sauerstoffwandanschluss
• Mobiler Sauerstoffkonzentrator
• Mobile Sauerstoffflasche

Sauerstoffwandanschluss
ist eine zentrale Sauerstoffversorgung. Die Nutzung kann über den Wandanschluss im Zimmer erfolgen.

Mobiler Sauerstoffkonzentrator
verdichtet Sauerstoff auf bis zu 95 Vol%. Ist ein Gerät, das nicht größer als ein Koffer ist, und daher mobil eingesetzt werden kann.

Mobile Sauerstoffflaschen
werden häufig im Notfall eingesetzt. Besitzen nur eine begrenzte Menge an Sauerstoff, der in Liter angegeben wird. Eignen sich nicht für eine langfristige Therapie. Die Flasche steht unter hohem Druck! Vor Verwendung das TÜV-Siegel kontrollieren!

Umgang mit Sauerstoff – Sicherheitshinweise

Sauerstoff ist ein Brandbeschleuniger. Deshalb sind besondere Sicherheitsmaßnahmen zu treffen:

Umgang:
• Hände vor dem Flaschenwechsel waschen (Fettfreiheit)
• Flaschenwechsel außerhalb des Zimmers durchführen (Explosionsgefahr)
• Anschlüsse nur per Hand anziehen, nie mit Gewalt oder unter Anwendung von Werkzeugen (Materialschonung)
• ein Restdruck muss in der Flasche immer vorhanden sein (Verunreinigungsschutz)
• Flaschen nicht in warmen Räumen oder in der Nähe von Heizungen lagern
• leere und volle Flaschen immer getrennt voneinander lagern
• vor starker Erwärmung schützen (Druckanstieg)
• nicht in einem geschlossenen Raum entleeren (Sauerstoffanreicherung)

Warnung:
• Offenes Feuer und Rauchen ist strengstens verboten (Brandgefahr)

Sauerstoffflasche:
– TÜV-Fristen (alle 10 Jahre) einhalten und Verfallsdatum kontrollieren (3 Jahre ab Fülldatum)
– gegen Umfallen sichern (Lagerung nur im Liegen, Gasverlust)
– mit geschlossenem Ventil transportieren (Gasverlust)
– nur Außen mit einem trockenen Tuch reinigen (Funkenvermeidung)
– die Ventile dürfen nicht mit Fett oder Öl in Berührung kommen (Explosionsgefahr)

Sauerstoff-Insufflationssysteme

Insufflationssysteme:
• Nasensonde (wenig Einschränkung, minimales Strangulationsrisiko)
• Maske (behindert beim Essen, Trinken, Sprechen, Sauerstoff-Flow darf nicht unter 5L/min liegen – sonst CO2-Stau in der Maske)
• Brille (erhöhtes Dekubitusrisiko, erhöhtes Strangulationsrisiko)

🎬 Video: O2-Nasensonde, Wikipedia 🎬 

🎬 Video: O2-Maske, Wikimedia 🎬 

🎬 Video: O2-Brille, mehr-luft.copd-kurs.at 🎬 

Überwachung des Patienten mit Sauerstofftherapie

Engmaschige Überwachung von:
Vitalzeichen
Bewusstsein
Hautfarbe
• Hautzustand (Druckstellen, Verletzungen)
• Zustand der Schleimhaut (Feuchtigkeitszustand, Läsionen)
• Sauerstoffdosierung
• Füllzustand der Sauerstoffflasche und des Aqua-dest Behälters

Anwendung von Nasentropfen

• Nase vom Sekret befreien (schnäuzen)
• Kopf nach hinten beugen
• Tropfen einsaugen
• verordnete Anzahl an Tropfen eintropfen
• seitliche Kopfbewegungen durchführen lassen, damit sich die Nasentropfen gut verteilen können
• Vorgang beim anderen Nasenloch wiederholen
• bei kortisonhaltigen Sprays: seitlich in die Nase sprühen (Nasenbluten vermeiden)
• bei antibiotikahaltigen Nasentropfen: nicht vorzeitig aufhören (fördert Resistenzen)
Wichtig: Bei zu häufiger Anwendung – Gewöhnungseffekt, durchgehende Anwendung soll 4 Wochen nicht überschreiten

Anwendung von Ohrentropfen

• Hände desinfizieren
• Ohrentropfen und trockenen Tupfer (oder Tuch) vorbereiten
• Ohrentropfen in der Hand anwärmen (körperwarm anwenden, um Schwindel beim Eintropfen zu vermeiden)
• P/B in Seitenlage legen lassen
• Ohr sanft nach oben-hinten ziehen
• verordnete Anzahl an Tropfen in den Gehörgang eintropfen
• Pipette darf das Ohr nicht berühren
• nach dem Eintropfen mind. 5 Minuten liegen bleiben
• überschüssige Flüssigkeit mit Tupfer (oder Tuch) abwischen
• Ohrentropfen mit Kortison: erhöhtes Risiko für Pilzinfektionen
• Ohrentropfen mit Antibiotika: nicht vorzeitig aufhören (fördert Resistenzen)
Wichtig: Ohr nicht mit Watte verschließen!

VIEL GLÜCK BEI DER PRÜFUNG! 🍀


Bild: pixabay, @Ennaej