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Kompetenz der Pflegeassistenz: Puls und Blutdruck messen

Aufbereiteter Lehrinhalt, Unterrichtsfach: Grundzüge und Prinzipien der Akut- und Langzeitpflege inklusive Pflegetechnik


Datum Erstellung: 10.09.2024
Letzte Aktualisierung: 09.08.2026

In den ersten Wochen geht es darum, sich optimal auf das erste Praktikum vorzubereiten. Dazu gehört, grundlegende Fähigkeiten zu erlernen, die in der pflegerischen Versorgung unerlässlich sind. Unter anderem werden Sie lernen, wie man den Puls misst und den Blutdruck kontrolliert. Dies wird schon im ersten Praktikum zu Ihren täglichen Aufgaben gehören.


Cover des Skriptums PULS und BLUTDRUCK MESSEN

SKRIPTUM FÜR DEN UNTERRICHT

Bei diesem Dokument handelt es sich um ein Skriptum für Lehrerinnen und Lehrer, das für den Gebrauch im Unterricht vorgesehen ist. Das Skriptum ist als Whitelabel-Dokument gestaltet. Es ist gestattet, es mit dem eigenen Schulstempel oder dem eigenen Logo zu versehen.

HERUNTERLADEN


Puls: Das muss die Pflegeassistenz wissen/können:
➤ nennt die Beobachtungskriterien der Pulsbeobachtung;
➤ gibt die Normalwerte des Pulses bei Erwachsenen und alten Menschen an;
➤ kennt den Begriff Tachykardie und nennt physiologische und pathologische Ursachen;
➤ kennt den Begriff Bradykardie und nennt physiologische und pathologische Ursachen;
➤ erklärt den Begriff Zwillingspuls;
➤ erklärt den Begriff Extrasystolen;
➤ nennt unterschiedliche Pulsqualitäten und deren Ursachen;
➤ demonstriert die Technik des Pulsmessens;
➤ erhebt und überwacht medizinische Basisdaten (Puls, Blutdruck, Atmung, Temperatur, Bewusstseinslage, Gewicht, Größe, Ausscheidungen), erkennt Abweichungen von der Norm und agiert adäquat;
➤ kann Beobachtungskriterien der Vitalparameter nennen

Aus „Curricula für die Ausbildungen Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz„, im Auftrag des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, 2020

Definition Puls

Der Puls informiert über den aktuellen Status der Herz-Kreislauf-Situation (verlangsamter Puls = verlangsamter Herzschlag, veränderter Pulsrhythmus = veränderter Herzrhythmus, kein Puls = Herzstillstand). Störungen können sich durch Pulsveränderungen bemerkbar machen, z.B.: Tachykardie, Bradykardie, Pulsarrhythmien (können einen Hinweis auf eine Verletzung, Erkrankung oder Vergiftung geben).

Definition:
Der Puls ist der fühlbare Druck des Blutes in den Arterien, der durch das Pumpen des Herzens entsteht (“Anstoßen der Blutwelle an die Arterienwand”).

Die 3 Beobachtungskriterien der Pulsbeobachtung

Beobachtungskriterien:
Pulsfrequenz – Pulsrhythmus – Pulsqualität

Pulsfrequenz

Definition:
Die Pulsfrequenz beschreibt die Anzahl der tastbaren Pulswellen pro Minute. Sie entspricht der Anzahl der Herzschläge pro Minute (bei gesunden Menschen). Je herznaher die Pulsfrequenz gemessen wird, desto genauer entspricht sie der Herzfrequenz.

AUSNAHME: Es gibt bestimmte medizinische Zustände, bei denen die Pulsfrequenz von der tatsächlichen Herzfrequenz abweichen kann (z.B. Herzrhythmusstörungen).

Pulsfrequenz = Herzfrequenz (bei gesunden Menschen)

Pulsrhythmus

Pulsrhythmus = Herzrhythmus (bei gesunden Menschen)

Definition:
Der Pulsrhythmus ist die Regelmäßigkeit („der Takt“) des Herzens.

Pulsqualität

Die Pulsqualität beschreibt:
• die fühlbare Spannung beim Abdrücken der Arterie
• die Füllung der Arterie, die das Volumen des Blutes widerspiegelt

Pulsqualität = Spannung und Füllung der Arterie

Die tastbaren Pulsqualitäten geben Aufschluss über den Zustand des Herz-Kreislauf-Systems.

physiologische Pulsqualität: Pulswelle ist gut spürbar, das Blutgefäß ist gut gefüllt, ohne jedoch zu großen Widerstand zu bieten

pathologische Pulsqualitäten:

  • harter Puls: kaum unterdrückbar (z. B. bei Hypertonie, Arteriosklerose)
  • weicher Puls: sehr leicht unterdrückbar, schwach tastbar (Herzerkrankung, Fieber, Synkope, bei Sterbenden)
  • fadenförmig & schnell: sehr schwach, kaum tastbar (Schock)

weitere Pulsqualitäten:

  • sehr hart & verlangsamt: (Schädel-Hirn-Trauma – erhöhter Hirndruck)
  • kein Kniekehlenpuls, kein Fußpuls oder kein Leistenpuls: pAVK

Aus der Praxis: Wenn die Pflegeassistenz einen sehr harten Puls palpiert, ist es besonders wichtig, auch den Blutdruck zu messen.

Puls-Normalwerte

Erwachsene: 60 – 100 Schläge pro Minute (gilt auch für Senioren)

(Normwerte lt. Österreichischer Kardiologischer Gesellschaft – ÖKG)

  • Frühgeborenes: ca. 150 Schläge pro Minute
  • Neugeborenes: ca. 140 Schläge pro Minute
  • Kleinkind: 100 – 120 Schläge pro Minute
  • Schulkind: 80 – 90 Schläge pro Minute
  • Jugendliche: ca. 80 Schläge pro Minute

🫏 Eselsbrücke: Das Herz des Erwachsenen schlägt mindestens 1 x pro Sekunde. 🫏

Abweichungen der Herzfrequenz

Tachykardie

Eine Tachykardie liegt vor, wenn die Herzfrequenz (und damit die Pulsfrequenz) über den normalen Wert ansteigt.

Tachykardie:
Tachykardie = erhöhte Herzfrequenz: > 100 Schläge / Minute bei Erwachsenen und alten Menschen in Ruhe.

(Grenzwert lt. Österreichischem Herzverband)

Mögliche Ursachen

  • physiologisch: körperliche Anstrengung, Aufregung
  • pathologisch: Fieber (pro 1°C – Pulsanstieg um 8-12 bpm), Blut- und Flüssigkeitsverlust (hypovolämischer Schock), Vergiftungen, Dehydration, Hypoglykämie

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Erste Hilfe bei Hypoglykämie: Symptome💡🧩 🪢

Die Begriffe Dehydration / Dehydratation / Dehydrierung werden synonym verwendet.

Bradykardie

Eine Bradykardie tritt auf, wenn die Herzfrequenz (und damit die Pulsfrequenz) unter den normalen Wert absinkt.

Bradykardie = verminderte Herzfrequenz: < 60 Schläge / Minute bei Erwachsenen und alten Menschen in Ruhe.

Mögliche Ursachen

  • physiologisch: Schlaf, tiefe Entspannung, Ruhepuls bei Leistungssportlern
  • pathologisch: Arzneimittelüberdosierungen (Morphine, Schlaf- und Beruhigungsmittel, Betablocker), Absaugen von Atemwegssekret (Vagusreiz)

Arbeitsauftrag 1: Lesen Sie die Fachinformation des Bundesamts für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) zu „Bisoprolol von „ratiopharm“ 5 mg – Tabletten“ und beantworten Sie danach folgende Fragen:

a. Ist Bisoprolol der Markenname des Medikaments oder ist es ein Wirkstoff?
b. Was ist eine Bruchkerbe?
c. Zu welcher Arzneimittelgruppe gehört Bisoprolol?
d. Nennen Sie die Risikogruppen
e. Welche Risiken bestehen bei der Einnahme von Bisoprolol?

(Antworten am Ende der Seite.)

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) 

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) ist die offizielle österreichische Behörde für die Sicherheit von Arzneimitteln, Medizinprodukten sowie von Blut, Gewebe und Organen. Es überwacht den Medizinmarkt, prüft Arzneimittel und ist für deren Zulassung in Österreich zuständig.

Die Medikamente Info Austria

„Medikamente Info Austria“ ist das offizielle zentrale Informationsportal des BASG für Arzneimittel, die in Österreich zugelassen sind. Dort finden Sie unter anderem die offiziellen Gebrauchsinformationen für PatientInnen zu national zugelassenen Arzneimitteln. Zusätzlich können auf der Website tagesaktuelle Informationen zu in Österreich zugelassenen Arzneimitteln, Lieferengpässen, Rückrufen und behördlichen Entscheidungen abgerufen werden. Die Seite bietet außerdem einen direkten Zugang zur Meldung von Nebenwirkungen oder Qualitätsmängeln durch PatientInnen.

Als Pflegeassistenz melden Sie Auffälligkeiten, vermutete Nebenwirkungen oder Qualitätsmängel an ÄrztInnen oder den Gehobenen Dienst weiter.

Website: https://www.basg.gv.at
Beipacktexte: unter „Marktbeobachtung“ – „Öffentliche Register“ – „Arzneispezialitätenregister“
Meldung von Qualitätsmängeln: unter „Marktbeobachtung“ – „Meldewesen“ – „Qualitätsmängel“ – „Meldeformulare“ – „Qualitätsmangel-Meldekarte zur Meldung eines Qualitätsmangels durch die Anwender:in“
Meldung von Nebenwirkungen: unter „Marktbeobachtung“ – „Meldewesen“ – „Nebenwirkungsmeldung human“ – „Formular: Nebenwirkung Patientenmeldung Human (F_I432)“

Herzrhythmusstörungen / Arrythmien

Definition:
Der Herzrhythmus beschreibt die Regelmäßigkeit der Herzschlagfolge. Das Herz kann regelmäßig oder unregelmäßig schlagen.

Die Herzfrequenz
Im Gegensatz zum Herzrhythmus gibt die Herzfrequenz an, wie oft das Herz in einer Minute schlägt. Bei einer Herzrhythmusstörung können sowohl der Herzrhythmus unregelmäßig als auch die Herzfrequenz zu hoch (Tachykardie) oder zu niedrig (Bradykardie) sein.

Zwillingspuls

Der Zwillingspuls (Bigeminus) ist eine Herzrhythmusstörung, bei der jeder normale Herzschlag von einem Extraschlag (Extrasystole, „Herzstolpern“, „Aussetzer“) gefolgt wird. Dies führt zu einem abwechselnd starken und schwachen Puls. Der Zwillingspuls ist meist harmlos, kann aber auf eine zugrunde liegende Herzkrankheit hinweisen, insbesondere wenn er häufiger auftritt oder mit Symptomen einhergeht.

Bigeminus oder Zwillingspuls: zwei dicht aufeinanderfolgende Herzschläge mit anschließender Pause

Mögliche Ursachen

  • physiologisch: Stress, Angst,  Alkohol, Kaffee, Störungen der Mineralstoffkonzentration
  • pathologisch: Herzkrankheiten, Medikamenteneinnahme (z.B.: Digitalispräparate = herzkraftstärkendes Medikament)

Absolute Arrhythmie / Vorhofflimmern

völlig unregelmäßige Pulsschlagfolge, bedingt durch Vorhofflimmern

Die Begriffe „Vorhofflimmern“ und „Absolute Arrhythmie“ werden synonym verwendet. Meist stellt Vorhofflimmern keine akute Gefahr dar. Es handelt sich aber um eine potenzielle Herzrhythmusstörung, die medizinisch abgeklärt werden muss.

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Kammerflimmern oder Vorhofflimmern: Wann ist der Einsatz eines Defibrillators notwendig? Wie lautet die Eselsbrücke dazu?💡🧩 🪢

Mögliche Ursachen

  • physiologisch: –
  • pathologisch: koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt

Puls messen: Die Technik

In den meisten Fällen wird der Puls an der Arteria radialis (Speiche, beim Daumen) palpiert. (= peripherer Puls)
Dabei wird der Puls 30 Sekunden gezählt und der Wert x2 multipliziert.

🫏 Eselsbrücke: Radialis: R wie regelmäßig kontrollierter Puls. 🫏

Weitere Arterien zum Pulsmessen:
Der Puls wird ausschließlich an den Arterien palpiert. Die Pulswelle entsteht durch die Kontraktion des Herzens (Systole). An Venen wird nicht palpiert, da keine deutliche Pulswelle vorhanden ist.

• zentraler Puls zB. Arteria carotis (Hals, rechts oder links) oder Arteria femoralis (Leiste, innen, rechts ode links)
• Kniekehlenpuls: Arteria poplitea (Kniekehle, rechts oder links)
• Fußpuls: Arteria dorsalis pedis – Fußrücken

Arbeitsauftrag 2:
a. An welcher Arterie wird der periphere Puls palpiert?
b. An welchen Arterien wird der zentrale Puls palpiert?
c. An welcher Arterie wird der Kniekehlenpuls palpiert?
d. An welcher Arterie wird der Fußpuls palpiert?

(Antworten am Ende der Seite)

🎬 Video: Puls-Taststellen (Wo kann man den Puls fühlen?); MFA Onlineschule, youtube🎬

Blutdruck: Das muss die Pflegeassistenz wissen/können:
➤ Den Begriff systolischer und diastolischer RR kennen und die Normalwerte nennen;
➤ Den Begriff Blutdruckamplitude und die Normalwerte nennen;
➤ Hypotonie und Ursachen dafür nennen;
➤ Hypertonie, physiologische und pathologische Ursachen sowie Beschwerden, die auf eine Hypertonie hinweisen kennen;
➤ Interventionen kennen, die bei einer Blutdruckkrise und einem Angina-pectoris-Anfall gesetzt werden müssen;
➤ Indikationen der Blutdruckmessung angeben und den Vorgang demonstrieren;
➤ Angeben, welche Regeln eingehalten werden müssen, um vergleichbare Werte beim Blutdruckmessen zu erhalten;
➤ erhebt und überwacht medizinische Basisdaten (Puls, Blutdruck, Atmung, Temperatur, Bewusstseinslage, Gewicht, Größe, Ausscheidungen), erkennt Abweichungen von der Norm und agiert adäquat;
➤ kann Beobachtungskriterien der Vitalparameter nennen

Aus „Curricula für die Ausbildungen Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz„, im Auftrag des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, 2020

Der Blutdruck (RR)

„Erhöhter Blutdruck ist weltweit der wichtigste Risikofaktor für vorzeitige Sterblichkeit und Leben mit Behinderung. […] Unter 67 Risikofaktoren, die in der Global Burden of Disease Studie untersucht wurden, war systolischer Blutdruck […] der führende einzelne Risikofaktor für vorzeitige Sterblichkeit […] weltweit […]“

Österreichische Hochdruckliga

Definition: Der Blutdruck (RR) ist der Druck, den das Blut auf Arterien ausübt. Er ist abhängig von der Schlagkraft des Herzens.

Im medizinischen Alltag wird unter „Blutdruck“ der arterielle Blutdruck (also der Druck in den großen Arterien) verstanden, auch wenn in den Venen ebenfalls ein Blutdruck vorhanden ist.

Neben der Schlagkraft des Herzens ist der Blutdruck außerdem abhängig von:

  • dem Gefäßwiderstand (Vasodilatation/Vasokonstriktion)
  • der Blutmenge (Blutvolumen, durch Flüssigkeitsaufnahme beeinflussbar)
  • der Elastizität der Gefäßwände (z.B. verhärtete Gefäßwände durch Arteriosklerose)
  • der Herzfrequenz
  • der Blutviskosität (Zähigkeit des Blutes, durch Flüssigkeitsaufnahme beeinflussbar)

Systolischer RR und diastolischer RR: Definition

Systolischer Blutdruck (systolischer RR): maximaler Druck in den Arterien, der während der Kontraktion (Zusammenziehen) des Herzens (Systole) entsteht, wenn das Blut aus dem Herzen in die Arterien gepumpt wird.
Diastolischer Blutdruck (diastolischer RR): niedrigster Druck in den Arterien, der während der Erschlaffung des Herzens (Diastole) auftritt, wenn das Herz sich mit Blut füllt und sich auf den nächsten Schlag vorbereitet.

Puls und Blutdruck

Abb. 1: EKG: Die Systole beginnt mit der R-Zacke (höchste Zacke) und endet mit der T-Welle (große Welle nach der R-Zacke). Die Diastole beginnt nach der T-Welle und endet vor der R-Zacke.



Blutdruckamplitude: Differenz bzw. Abstand zwischen dem systolischen und dem diastolischen Blutdruck. Bei einem Blutdruck von 120/80 mmHg liegt die Amplitude bei 40 mmHg.

Die Größe der Blutdruckamplitude ist abhängig vom Schlagvolumen des Herzens. Eine erhöhte Blutdruckamplitude kann auf Arteriosklerose hinweisen. Eine niedrige Blutdruckamplitude tritt auf, wenn das Herz nicht genug Druck erzeugen kann (z.B. bei Schockzuständen).

Die Österreichische Hochdruckliga

Die Österreichische Hochdruckliga ist die gebräuchliche Bezeichnung der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie (ÖGH). Sie ist eine wissenschaftliche Fachgesellschaft, die sich speziell mit Bluthochdruck (arterieller Hypertonie) beschäftigt. Das Ziel der Österreichischen Hochdruckliga ist die Bekämpfung der arteriellen Hypertonie sowie ihrer Folgeerkrankungen und die Verringerung der blutdruck-assoziierten Morbidität und Mortalität in Österreich. Zu den Aufgaben der ÖGH gehören die Förderung der Hochdruckforschung, die Aufklärung von PatientInnen, die Fortbildung von ÄrztInnen und die Verbesserung der Behandlung von Menschen mit Hypertonie.

Der Sitz der Österreichischen Hochdruckliga befindet sich in Wels, ihr Tätigkeitsbereich erstreckt sich auf ganz Österreich. Die Österreichische Hochdruckliga arbeitet mit internationalen wissenschaftlichen Organisationen wie der European Society of Hypertension (ESH), der International Society of Hypertension (ISH) und der World Hypertension League zusammen, um das Wissen und die Kräfte der Bluthochdruckforschung und -versorgung zu bündeln. Von besonderer Bedeutung für die medizinische Versorgung in Österreich ist der Österreichische Blutdruckkonsens 2019, der eine wichtige Leitlinie für die Diagnostik, Behandlung und Betreuung von Menschen mit arterieller Hypertonie darstellt.

Blutdruck Normalwerte

  • Optimalwert: < 120 / < 80 mmHg
  • Normalwert: 120–129 / 80–84 mmHg
  • Hochnormal: 130–139 / 85–89 mmHg

Der optimale Blutdruck liegt systolisch unter 120 mmHg und diastolisch unter 80 mmHg. Ab 120 mmHg systolisch und ab 80 mmHg diastolisch spricht man von einem normalen Blutdruck. Der hochnormale Blutdruck beginnt systolisch ab 130 mmHg und diastolisch ab 85 mmHg.

Werte lt. neuen Hypertonie-Guidelines 2023 der European Society of Hypertension, zit. n. Österreichischer Gesellschaft für Hypertensiologie (ÖGH), Österreichischer Hochdruckliga. Diese Werte gelten für alle Erwachsenen, auch für alte Menschen.

Ab 140 Systole Hypertonie (auch bei alten Menschen). Laut europäischer Leitlinie 2023 gilt ein systolischer Wert von 140 bereits als Hypertonie Grad I.

Zielwerte bei medikamentöser antihypertensiver Therapie:

  • 18 – 64 Jahre: < 130 / 80 mmHg
  • 65 – 79 Jahre: < 140 / 80 mmHg
  • > 80 Jahre: 140–150 / < 80 mmHg

Werte lt. neuen Hypertonie-Guidelines 2023 der European Society of Hypertension, zit. n. Österreichischer Gesellschaft für Hypertensiologie (ÖGH), Österreichischer Hochdruckliga.

Aus der Praxis: Medikamente (z. B. Nitrate, Betablocker) beeinflussen den Blutdruck. Ihre Wirkung wird anhand der Blutdruckwerte kontrolliert. Diese Werte müssen bei der Beurteilung durch die Ärztin oder den Gehobenen Dienst berücksichtigt werden. Vor der Blutdruckmessung sollte die Pflegeassistenz daher darüber Bescheid wissen, ob die PatientIn Blutdruckmedikamente einnimmt. So kann sie besser abschätzen, ob sie den gemessenen Wert an den Gehobenen Dienst weiterleiten muss.

Herzstillstand: Asystolie

Asystolie bezeichnet einen Herzstillstand – führt zu Kreislaufstillstand. Führt innerhalb weniger Minuten zum Tod.

Abb.2

Abweichungen des Blutdrucks

  1. Hochnormal
  2. Hypotonie (primäre/sekundäre)
  3. Orthostatische Hypotonie
  4. Hypertonie (primäre/sekundäre, Grade I bis III)
  5. Bluthochdruckkrise (Hypertensive Krise)

Hochnormal

Der hochnormale Blutdruck befindet sich im oberen Bereich des normalen Blutdrucks, gilt aber noch nicht als Hypertonie.

Der Hochnormale Blutdruck liegt bei 130–139/85–89 mmHg

Österreich richtet sich nach den Leitlinien der European Society of Hypertension (ESH), der European Society of Cardiology (ESC) und dem Österreichischen Blutdruckkonsens 2019

Hypotonie

Definition:
niedriger Blutdruck, systolisch < 100

(gilt für Erwachsene und alte Menschen, gilt sowohl für Männer als auch für Frauen)

Schon eine Systole von <120 mmHg kann bei alten Menschen problematisch sein: Sturzrisiko. Deshalb sollte die Messung bei alten Menschen im Stehen wiederholt werden. Dasselbe gilt für Diabetes-PatientInnen.

Mögliche Ursachen:

  • Physiologische:
    • Schlaf
    • bei Sportlern im Ruhezustand (eine asymptomatische Hypotonie kann durch körperliches Ausdauertraining erworben sein)
  • Pathologische:
    • primäre Hypotonie: ohne erkennbare Ursache
    • sekundäre Hypotonie: Schock durch Blutverlust (hypovolämischer Schock), Schock durch Dehydration (hypovolämischer Schock), medikamentöse Hypotonie (z.B. Antidepressiva, Diuretika, Hypnotika, Antihypertensiva), Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen), Schilddrüsenunterfunktion, Diarrhö, Exsikkose, diabetische Neuropathie, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was ist Herzinsuffizienz?💡🧩 🪢

Symptome, die auf eine Hypotonie hinweisen können

  • Schwindel (oft aufgrund von Dehydration)
  • kalter Schweiß (z.B. aufgrund von Schmerzen oder hypovolämischen Schock)
  • Blässe (z.B.aufgrund von Blutverlust oder Kreislaufversagen)
  • Leistungseinbußen und rasche Ermüdbarkeit (aufgrund von Sauerstoffmangel)
  • Tachykardie (z.B. aufgrund von Flüssigkeitsmangel, Blutverlust oder Stressreaktionen)
  • Kollapsneigung (aufgrund von starkem Blutdruckabfall oder Kreislaufversagen)
  • Kopfschmerzen (aufgrund von Durchblutungsstörungen oder Sauerstoffmangel)

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was ist ein hypovolämischer Schock?💡🧩 🪢

Orthostatische Hypotonie

Definition:
im Liegen sind die Blutdruckwerte normal, beim Aufstehen kommt es zu einem Blutdruckabfall mit Schwindelgefühl, Schwäche, Herzklopfen und „Schwarz vor Augen“-Werden, bedingt durch O2-Mangel im Gehirn. Pflegende sollten daher PatientInnen zum langsamen Aufstehen anhalten – STURZGEFAHR!

🚦🔴 Aufstehen → Schwerkraft zieht einen Teil des Blutes nach unten („Blut versackt in den Beinen“) → Abnahme des venösen Rückflusses → Abfall der kardialen Förderleistung → 🚦🟠 Blutdruckabfall → automatische Gegenregulation des Körpers → Zunahme des Sympathikustonus („Gaspedal“) und Abnahme des Vagustonus („Bremse) → Venen ziehen sich durch Aktivierung des Sympathikus zusammen → weniger Blut bleibt in den Venen gespeichert → mehr Blut wird zum Herzen zurückgedrückt  → 🚦🟢 Zunahme der Herzfrequenz → Wiederanstieg des Blutdrucks

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was sind periphere Gefäße? (Hinweis: Denken Sie an die peripheren Arterien beim Puls palpieren.)💡🧩 🪢

Um eine orthostatische Hypotonie erkennen zu können, sollte die Messung bei DiabetikerInnen, alten Menschen und Orthostase-Symptomen im Stehen wiederholt werden. Durchführung: nach 1 und 3 Minuten Stehen.

Mögliche Ursachen

  • Medikamente (z. B. Antidepressiva, Antihypertensiva)
  • Erkrankungen (z. B. Diabetes, Parkinson, Herzerkrankungen)
  • Krampfadern
  • Flüssigkeitsmangel (Deyhdration, Emesis, Diarrhoe)

Hypertonie

= Bluthochdruck: Überschreitung des altersgemäß normalen Blutdrucks, ab einem Wert von 140/90 mmHg (bei Erwachsenen und alten Menschen).

„Erhöhter BD verursacht in Frühstadien selten Symptome, und wird daher der „stille Killer“ genannt.“

Österreichische Hochdruckliga

Mögliche Ursachen:

• physiologisch – pathologisch
• primär – sekundär
• akut – chronisch

Physiologisch:
während körperlicher Anstrengung (Sport), Erregung (Wut, Angst), Schmerzen, Fieber (während des Fieberanstiegs), hoher Lakritzkonsum

Pathologisch:
primäre Hypertonie: idiopathisch, begünstigend: Adipositas, Rauchen, Alkohol, mangelnde körperliche Bewegung, hoher Salzkonsum, andauernder Stress
sekundäre Hypertonie: angeborene Aortenverengung (Aortenisthmusstenose), Infektionen, Nierenerkrankungen, erhöhter Insulinspiegel

Die Prävalenz der sekundären Hypertonieformen liegt zwischen 5 und 15% der PatientInnen mit Hypertonie. Die restlichen 85–95 % der PatientInnen leiden unter einer primären Hypertonie.

Arbeitsauftrag 3: Wie könnte man den ersten Satz für Laien verständlicher formulieren?

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Hygiene: Was bedeutet Prävalenz?💡🧩 🪢

akut: Stressstoffwechsel (Postaggressionssyndrom, postoperativer Schmerz)
chronisch: Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, Adipositas, Herz-Kreislauf- und Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose (auch: „Atherosklerose“), dauerhaft erhöhter Stress (Stressstoffwechsel)

Stressstoffwechsel infolge chronischen Stresses:
chronischer Stress → dauerhaft aktiviertes Stresssystem → vermehrte Ausschüttung von Cortisol und anderen Stresshormonen → Veränderungen des Stoffwechsels („metabolischer Regelkreis“) → u. a. Bluthochdruck

Stressstoffwechsel (Postaggressionssyndrom):
Operation, schwere Verletzung oder Trauma → Stresssystem wird stark aktiviert → vermehrte Ausschüttung von Cortisol und anderen Stresshormonen (Katecholaminen) → Aktivierung des körpereigenen Regelsystems für Blutdruck und Flüssigkeitshaushalt → Veränderungen des Stoffwechsels, z. B. Insulinresistenz und erhöhter Blutzucker → später verstärkter Eiweiß- und Fettabbau → starke Belastung und Anpassung des Kreislaufs → Blutdruck kann ansteigen / hypertensive Episoden können auftreten.

Hypertonie Grade

  • Hypertonie Grad I (mild): ab 140/90 mmHg
  • Hypertonie Grad II (moderat): ab 160/100 mmHg
  • Hypertonie Grad III (schwer): ab 180/110 mmHg

Hypertonie Grad 1 beginnt ab systolisch 140 mmHg und diastolisch 90 mmHg. Danach zählt man für einen Gradesprung +20 mmHg dazu: Ab einer Systole von 160 mmHg und einer Diastole von 100 mmHg spricht man von Hypertonie Grad 2. Hypertonie Grad 3 beginnt systolisch ab einem Wert von 180 mmHg und diastolisch ab 110 mmHg.

Ist der obere Blutdruckwert (systolisch) zu hoch, während der untere Blutdruckwert (diastolisch) noch normal ist, spricht man von einer isolierten systolischen Hypertonie (z.B. 150 / 84 mmHg).

Österreich richtet sich nach den Leitlinien der European Society of Hypertension (ESH), der European Society of Cardiology (ESC) und dem Österreichischen Blutdruckkonsens 2019

Hypertonie ist ein Symptom beim Cushing Syndrom. Das Cushing-Syndrom kann exogen oder endogen verursacht sein. Beim exogenen Cushing-Syndrom liegt die Ursache in der Einnahme glucocorticoidhaltiger Arzneimittel (z. B.: Cortison). Beim endogenen Cushing-Syndrom liegt die Ursache häufig in einem Tumor. Beide Formen entstehen durch einen Cortisolüberschuss, der den Blutdruck stark ansteigen lässt. Das endogene Cushing Syndrom tritt sehr selten auf – die Inzidenz liegt bei nur ein paar Fällen pro Millionen Einwohner pro Jahr. Die exogene Form ist deutlich häufiger als die endogene Form.

Behalten Sie diese Information im Hinterkopf, Sie werden im Fach Pharmakologie noch einmal darüber hören.

Arbeitsauftrag 4: Wie könnte man den ersten Satz „Die Inzidenz liegt bei nur ein paar Fällen pro Millionen Einwohner pro Jahr.“ für Laien verständlicher formulieren?

Arbeitsauftrag 5: Wie bezeichnet man eine Erkrankung, die durch die Einnahme von Medikamenten verursacht wird?

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Hygiene: Was bedeutet Inzidenz? Was bedeutet iatrogen?💡🧩 🪢

Chronisch hoher Blutdruck: Diese Krankheiten können die Folge sein

Ein dauerhaft zu hoher Blutdruck (Hypertonie) kann ein Hinweis auf viele verschiedene Erkrankungen sein. Dauerhafter Bluthochdruck führt zu Ablagerungen und Verengungen in den Gefäßwänden (Arteriosklerose / Atherosklerose), und das kann wiederum zu schwerwiegenden Folgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Niereninsuffizienz bis Nierenversagen, Aneurysmen und pAVK führen. Chronischer Bluthochdruck kann bis zur Erblindung (wenn die Blutgefäße der Netzhaut beschädigt werden) oder zu vaskulärer Demenz (wenn die Durchblutung des Gehirns beeinträchtigt wird) führen.

Risikofaktoren

  • unausgewogene Ernährung
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Stress
  • übermäßiger Konsum von Nikotin, Koffein und Alkohol
  • genetische Faktoren

Oft können bereits Gewichtsreduktion, eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten und eine allgemeine Anpassung des Lebensstils den Blutdruck nachhaltig senken.

Chronische Hypertonie ist klinisch relevanter als chronische Hypotonie. Chronische Hypertonie kann über Jahre Gefäße und Organe schädigen, ohne dass Betroffene zunächst Beschwerden bemerken. Eine chronische Hypotonie ist dagegen häufig harmlos.

Symptome, die auf eine Hypertonie hinweisen können

  • oft asymptomatisch (beschwerdefrei)
  • Schwindel
  • Herzklopfen / Herzstolpern
  • Schlafstörungen
  • Leistungsminderung / Atemnot bei Anstrengung
  • Morgendlicher Kopfschmerz am Hinterkopf
  • Nasenbluten
  • vorübergehende Sehstörungen

Dass Menschen mit Bluthochdruck einen „roten Kopf“ haben, ist ein medizinischer Mythos. Bluthochdruck (Hypertonie) wird nicht umsonst als „stiller Killer“ bezeichnet: Er verläuft über Jahre hinweg meist völlig unbemerkt und ohne sichtbare Symptome.

Risiken: Im fortgeschrittenen Stadium kann die Hypertonie zu Komplikationen/Folgeschäden führen:

  • Arteriosklerose
  • Schlaganfall
  • Schäden am ZNS (z.B. Hirnblutung)
  • Veränderungen der Netzhaut des Auges (hypertensive Retinopathie)

Bluthochdruckkrise (Hypertensive Krise)

Hypertonie kann eine dringende Behandlung erfordern, insbesondere wenn es sich um sehr hohe Werte oder eine hypertensive Krise handelt. Die Hypertensive Krise hat unbehandelt eine hohe Letalität.

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Hygiene: Was bedeutet Letalität?💡🧩 🪢

Bluthochdruckkrise: plötzlicher massiver Blutdruckanstieg
Blutdruckwerte ab 180/110 mmHg gelten lt. European Society of Cardiology als potenziell krisenhaft. Eine hypertensive Krise kann ein hypertensiver Notfall werden → Sofortige Notfallmaßnahmen einleiten – Arzt informieren!

„Die absolute Höhe des Blutdrucks ist weniger relevant als die Geschwindigkeit des Blutdruckanstiegs: „Daher ist es nicht sinnvoll, für den hypertensiven Notfall absolute Grenzwerte anzugeben, da je nach relativem Anstieg und Status des Patienten ein hypertensiver Notfall auch bei weniger hohen Blutdruckwerten auftreten kann.“

Österreichische Hochdruckliga

Hypertensive Krise → Arzt informieren
Hypertensiver Notfall → Erste Hilfe Maßnahmen einleiten

Hypertensiver Notfall (hypertensive Enzephalopathie): Symptome

  • Kopfschmerzen
  • Emesis
  • Nausea
  • Somnolenz
  • Lethargie
  • Unruhe
  • Verwirrtheit
  • Krampfanfälle
  • Koma

⚠️🚑 ERSTE HILFE MAßNAHME NOTWENDIG! Schon ab einem systolischen Wert von 180 kann es zu schwerwiegenden Folgen wie Hirnblutungen kommen. ⚠️🚑

Hypertensiver Notfall: Interventionen im Krankenhaus

Bei einem hypertensiven Notfall entscheiden schnell gesetzte Maßnahmen darüber, ob schwere Komplikationen wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder akutes Nierenversagen verhindert werden können.

• Oberkörper hoch oder Herzbettpositionierung
• Arzt informieren
• PatientIn nicht alleine lassen, beruhigen
• ggf. 3–4 l Sauerstoff verabreichen
• Arzt gibt ein blutdrucksenkendes Medikament (z. B. Nitroglycerin), ggf. Verlegung auf die Intensivstation
• engmaschige Überwachung von RR, Puls, Atmung und Bewusstsein
• Dokumentation

Indikationen zur Blutdruckmessung: Wann misst die Pflege den Blutdruck

Blutdruck wird gemessen bei:

  • allen Neuaufnahmen
  • Verschlechterung des Allgemeinzustands
  • PatientInnen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • PatientInnen mit Schwankungen der Blutdruckwerte
  • nach Operationen
  • bei Verletzungen zur Kreislaufbeurteilung
  • bei PatientInnen, die Medikamente einnehmen, welche das Herz-Kreislaufsystem beeinflussen (z.B. Betablocker)
  • vor der Mobilisation kreislaufinstabiler PatientInnen

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Welche Medikamente beeinflussen das Herz-Kreislaufsystem?💡🧩 🪢

Blutdruck messen: Die Korotkowtöne

Definition:
= Strömungsgeräusche, die bei der auskultatorischen Blutdruckmessung hörbar werden. Der erste hörbare Korotkow-Ton kennzeichnet den systolischen Blutdruck, das Verschwinden bzw. der letzte hörbare Korotkow-Ton den diastolischen Blutdruck.

Blutdruck messen: Die Technik

  • Beim ersten hörbaren Ton wird der systolische Wert am Manometer abgelesen; beim Verschwinden der Geräusche wird der diastolische Wert abgelesen.
  • Luft aus der Blutdruckmanschette vollständig ablassen, gemessenen Wert dokumentieren
  • Messung 2 x im Abstand von 1 Minute wiederholen (Office-Messung)
  • Ohroliven, Stethoskopmembran und Manschette desinfizieren

Wenn die Korotkowtöne beim diastolischen Wert bis unter 40 mmHg hörbar sind, wird der Wert schon beim Leiserwerden der Töne abgelesen.

Die Arterie, an der der Blutdruck gemessen wird

Der Blutdruck kann auf zwei Arten gemessen werden:

  1. direkt bzw. invasiv durch Punktion einer Arterie
  2. indirekt bzw. nichtinvasiv (nach Riva-Rocci)

Zu den Kompetenzen der Pflegeassistenz gehört die Durchführung der nichtinvasiven Blutdruckmessung nach Riva-Rocci.

Bei der üblichen Blutdruckmessung wird der arterielle Blutdruck gemessen – nicht der venöse. Die Arterien weisen aufgrund der rhythmischen Pumpfunktion des Herzens ausgeprägte systolische und diastolische Druckschwankungen auf. Das venöse Gefäßsystem hingegen gehört zum Niederdrucksystem und weist wesentlich niedrigere Drücke auf (nur etwa 2-4 mmHg an großen herznahen Venen).

Arterie, an der der Blutdruck gemessen wird:
Arteria brachialis (Oberarm) (=periphere Arterie). Standardarterie für nicht-invasive Blutdruckmessung.

Andere Arterien, an denen der Blutdruck gemessen werden kann

  • A. radialis (Speichenarterie / Handgelenk: auch verwendet für die invasive Blutdruckmessung in der Intensivmedizin);
  • A. poplitea (Kniekehlenarterie): Blutdruckmessung an den Beinen, z. B. bei pAVK-Diagnostik oder wenn eine Messung an den Armen nicht möglich ist.
  • A. dorsalis pedis (Fußrückenarterie) & A. tibialis posterior (hintere Schienbeinarterie): Werden zur Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (ABI) bei Verdacht auf pAVK genutzt;
  • Aorta (Hauptschlagader): Direktmessung über invasive Katheterverfahren in der Intensivmedizin oder bei herzchirurgischen Eingriffen

    Die genannten Arterien werden auch zur Pulsmessung im Rahmen der pAVK-Diagnostik verwendet.

periphere Arterie: weiter vom Herzen entfernte Arterie
zentrale Arterie: herznahe Arterie

Blutdruck messen: Regeln

  • Die Durchführung der Messung soll immer unter den gleichen Bedingungen erfolgen („Standardisierung“);
  • nachfragen, ob die PatientIn Blutdruckmedikamente nimmt;
  • Beim Erstbesuch Blutdruck an beiden Seiten messen:
    • bei einer Differenz von mehr als 10 mmHg Gehobenen Dienst / Arzt informieren; bei Gefäßanomalien (Verengung von Arterien, pAVK) können die Werte erheblich voneinander abweichen
    • im Weiteren am Arm mit dem höheren Wert messen (Standardisierung)
  • 30 Minuten vor der Messung Nikotin, Kaffee, Essen und Anstrengung vermeiden
  • 3-5 Minuten vor der Messung ruhig sitzen
  • sitzende Position (der systolische Blutdruck ist im Liegen um 3 bis 10 mmHg höher als in sitzender Position)
  • kein Sprechen während der Messung
  • Zimmertemperatur, Stör- /Umgebungsgeräusche ausschalten (Korotkowtöne)
  • Messung am entblößten Oberarm
  • Arm in Herzhöhe positionieren
  • Klassische Grundlage zur Evaluierung der Therapieziele: 3 Messungen im Abstand von je 1 Minute, Durchschnitt aus den letzten beiden Messungen errechnen (Office-Blutdruckmessung)
  • WICHTIG: Blutdruck nicht messen an einem Arm mit Gefäßzugängen, Shunt, wenn auf derselben Seite die Brust amputiert wurde und bei einem Lymphödem

Angaben lt. neuen Hypertonie-Guidelines 2023 der European Society of Hypertension, zit. n. Österreichischer Gesellschaft für Hypertensiologie (ÖGH), Österreichischer Hochdruckliga.

📸 Fotos: Auskultatorische Blutdruckmessung, Thieme 📸

Fehlerquellen bei der Blutdruckmessung

  • Luft zu rasch abgelassen
  • Luft zu langsam abgelassen (zu lange Stauung)
  • Restluft nicht aus der Manschette abgelassen
  • Manschette ungenügend aufgepumpt
  • Kleidung am Oberarm nicht entfernt
  • Manschettenbreite nicht passend zum Armdurchmesser
  • Manschette zu locker angelegt
  • Lagerung des Arms nicht auf Herzhöhe (zu hohe Werte)
  • störende Umgebungsgeräusche
  • Messung über der Kleidung
  • nochmaliges Hochpumpen während der Messung (am anderen Arm messen!)
  • zu starkes Aufdrücken des Stethoskops

Ambulantes Blutdruckmonitoring

Diese Methode gilt als aktueller State-of-the-Art der nichtinvasiven Blutdruckmessung. Gemessen wird tagsüber alle 15–20 Minuten und während der Schlafenszeit alle 30 Minuten – auf diese Weise lässt sich ein repräsentatives 24-Stunden-Profil der individuellen Blutdruckbelastung erstellen. Es werden drei Mittelwerte ermittelt: der 24-Stunden-Mittelwert, der Tagesmittelwert und der Nachtmittelwert. Der 24-Stunden-Mittelwert ist aussagekräftiger als der Office-Blutdruck.

Eine besonders hohe Aussagekraft besitzt auch der Nachtmittelwert. Dieser sollte ca. 10–20 % unter dem Tagesmittelwert liegen. Ursachen für einen geringeren Abfall des Nachtblutdrucks können Schlafstörungen, Apnoe, Adipositas, orthostatische Hypotonie, chronische Niereninsuffizienz und höheres Alter sein. Ein nächtlicher Blutdruckanstieg ist ebenso ungünstig.

Das ambulante Blutdruckmonitoring wird von einer speziell dafür geschulten Pflegeperson mit einem automatischen Blutdruckmessgerät durchgeführt.

BegriffBeschreibung
AdipositasÜbergewicht
AllergenAuslöser einer allergischen Reaktion
AmplitudeDruckdifferenz
Arteria carotisHalsschlagader
Arteria dorsalis pedisFußrückenarterie
Arteria femoralisOberschenkelarterie, in der Leiste
Arteria popliteaKniekehlenarterie
Arteria radialisSpeichenarterie, am Handgelenk
ArterienGefäße, die vom Herzen wegführen
Arteriosklerose / Atherosklerosechronische Erkrankung der Arterien
Asthma bronchialechronisch-entzündliche Atemwegserkrankung
AsystolieHerzstillstand
auskultierenabhören
AV-KnotenTeil des Erregungsleitungssystems des Herzens
Blutdruckmanschetteaufblasbare Manschette, die um den Oberarm gelegt wird
Bradykardieverminderte Herzfrequenz
Bronchospasmuskrampfartige Verengung der Bronchien, Symptom z.B. bei Asthma
BruchkerbeVertiefung in einer Tablette
Claudication intermittensLeitsymptom der pAVK
COPDchronisch obstruktive Lungenerkrankung
Cushing SyndromErkrankung aufgrund von Cortisolüberschuss
Dehydration / DehydratationFlüssigkeitsmangel
dekompensierte HerzinsuffizienzVerschlechterung einer bestehenden Herzschwäche
Diabetes mellitus“Zuckerkrankheit”, Stoffwechselerkrankung
DialyseBlutreinigungsverfahren aufgrund von Nierenfunktionsstörungen
DiarrhöDurchfall
DiastoleEntspannungsphase
EmesisErbrechen
ExsikkoseAustrocknung
Flushplötzlich auftretende, vorübergehende Rötung und Erwärmung der Haut, z. B. bei Emotionen, Alkohol, Medikamenten, hormonellen Veränderungen, transientes Erythem (im Unterschied zum persistierenden Erythem wie bei Dekubitus)
Glucocorticoide / GlukokortikoideCortison / Kortison
HerzbettpositionierungLagerung mit hochgelagertem Oberkörper und tief gelagerten Beinen zur Entlastung des Herzens und Erleichterung der Atmung
HerzinsuffizienzHerzschwäche
Hyperglykämiezu hoher Blutzucker
HyperthyreoseSchilddrüsenüberfunktion, Hormonerkrankung, Stoffwechselerkrankung
Hypertoniehoher Blutdruck
HypoglykämieUnterzucker
Hypotonieniedriger Blutdruck
hypovolämischer SchockSchock durch Blutverlust
iatrogene Erkrankung
idiopathischUrsache unbekannt
Indikation, indiziert seinmedizinischer Grund oder Anlass
intrauterinin der Gebärmutter
IschämieMinderdurchblutung von Organen, die zu Sauerstoffmangel führt
kardiogener Schocklebensbedrohliches Kreislaufversagen infolge einer schweren Störung der Herzfunktion
Korotkowtöne, KorotkofftöneStrömungsgeräusche, die bei der auskultatorischen Blutdruckmessung hörbar werden
Letalität
Lupus erythematodesAutoimmunerkrankung
metabolische AzidoseÜbersäuerung des Blutes infolge eines Nierenversagens, starken Durchfalls oder einer Hyperglykämie
Morbus Parkinsonchronisch progrediente, neurodegenerative Erkrankung
Multiple Sklerosechronisch-entzündliche Erkrankung des Nervensystems
NeuropathieNervenschädigung
O2Sauerstoff
Ohrolivendie kleinen Aufsätze am Ende der Ohrbügel des Stethoskops, die in die Ohren eingesetzt werden
palpierenertasten
Prävalenz
pAVKperiphere arterielle Verschlusskrankheit
periphere Arterieweiter vom Herzen entfernte Arterie
PlazentaMutterkuchen, ein in der Schwangerschaft entstehendes Organ in der Gebärmutter
PostaggressionssyndromStoffwechselveränderung nach einer Operation
postoperativnach einer Operation
PsoriasisSchuppenflechte, Hauterkrankung
PulsfrequenzAnzahl der tastbaren Pulswellen pro Minute
PulsqualitätSpannung und Füllung der Arterie
PulsrhythmusRegelmäßigkeit (Takt) des Herzens
Raynaud-Syndromanfallsartige Durchblutungsstörung
SinusknotenTeil des Erregungsbildungssystems des Herzens
Stethoskopmembrandas flache Teil, mit dem die Korotkowtöne abgehört werden
Stressstoffwechselstressbedingte Stoffwechselveränderung
Synkopevorübergehende Minderdurchblutung des Gehirns, Ohnmacht
SystoleKontraktionsphase
SystoleZusammenziehen des Herzmuskels → Blut wird in die Arterien gepumpt
Tachykardieerhöhte Herzfrequenz, erhöhter Puls, schneller Herzschlag, „Herzklopfen“, „Herzrasen“
zentrale Arterieherznahe Arterie

Viel Glück bei der Prüfung! 🍀

Antworten zu den Arbeitsaufträgen:

Arbeitsauftrag 1:
a. Bisoprolol ist der Wirkstoff, nicht der Markenname.
b. Eine Bruchkerbe ist eine eingearbeitete Vertiefung in einer Tablette, an der sie leichter geteilt werden kann.
c. Bisoprolol gehört zu den Betablockern.
d. Bisoprolol darf nicht angewendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen Bisoprolol oder einen sonstigen Bestandteil
  • akuter Herzinsuffizienz
  • Dekompensation einer Herzinsuffizienz
  • kardiogenem Schock
  • AV-Block II. oder III. Grades, sofern kein Herzschrittmacher vorhanden ist
  • Sinusknotensyndrom (Sick-Sinus-Syndrom)
  • sinuatrialem Block
  • symptomatischer Bradykardie
  • symptomatischer Hypotonie
  • schwerem Asthma bronchiale
  • COPD
  • peripherer arterieller Verschlusskrankheit
  • Raynaud-Syndrom
  • metabolischer Azidose
  • unbehandeltem Phäochromozytom

Besondere Vorsicht ist erforderlich bei:

  • älteren Menschen – besonders zu Beginn regelmäßige Überwachung
  • Nierenfunktionsstörung
  • Leberfunktionsstörung
  • DialysepatientInnen, da nur begrenzte Erfahrungen vorliegen
  • ischämischer Herzerkrankung, besonders beim Absetzen
  • Diabetes mellitus mit stark schwankenden Blutzuckerwerten
  • strengem Fasten
  • laufender Desensibilisierungstherapie
  • AV-Block I. Grades
  • Prinzmetal-Angina
  • peripherer arterieller Verschlusskrankheit
  • bestehender oder früherer Psoriasis
  • Hyperthyreose, weil deren Symptome verschleiert werden können
  • Phäochromozytom, wobei zuerst eine Alpha-Rezeptorenblockade erfolgen muss
  • PatientInnen, die eine Vollnarkose erhalten
  • Asthma bronchiale
  • anderen chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen

Zusätzlich enthält das Arzneimittel Lactose. Personen mit:

  • hereditärer Galactose-Intoleranz
  • völligem Lactasemangel
  • Glucose-Galactose-Malabsorption

sollen das Arzneimittel nicht anwenden.

Weitere besondere Gruppen:

  • Kinder und Jugendliche: Es liegen keine Erfahrungen vor; die Anwendung wird daher nicht empfohlen.
  • Schwangere: Bisoprolol wird nur nach strenger Indikationsstellung empfohlen. Betablocker können die Plazentadurchblutung vermindern.
  • Stillende: Vom Stillen während der Einnahme wird abgeraten, da nicht bekannt ist, ob Bisoprolol in die Muttermilch übergeht.

e. Herz-Kreislauf: Bradykardie, AV-Überleitungsstörungen, Verschlechterung einer Herzinsuffizienz, Hypotonie, orthostatische Hypotonie, Kälte- oder Taubheitsgefühl in Armen und Beinen, Raynaud-Syndrom, Verschlechterung einer bestehenden Claudicatio intermittens, bei einer ischämischen Herzerkrankung darf Bisoprolol nicht plötzlich abgesetzt werden. Ein abruptes Absetzen kann zu Herzinfarkt und plötzlichem Tod führen.

Stoffwechsel: Hypoglykämie (Verschleierung typischer Zeichen einer Hypoglykämie, beispielsweise Herzklopfen, Tachykardie oder Schwitzen), Verschleierung von Symptomen einer Hyperthyreose, erhöhte Triglyceride

Nervensystem und Psyche: Müdigkeit, Erschöpfung, Schwindel, Kopfschmerzen, Synkope, Schlafstörungen, Depression, Albträume, Halluzinationen

Atemwege: Bronchospasmus, insbesondere bei Menschen mit Asthma oder einer obstruktiven Atemwegserkrankung, bei Asthma kann der Atemwegswiderstand zunehmen

Magen-Darm-Trakt: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Verstopfung

Leber: Hepatitis, Erhöhung der Leberenzyme ALAT und ASAT

Haut und allergische Reaktionen: Juckreiz, Flush, Hautausschlag, Angioödem, Auslösung oder Verschlechterung einer Psoriasis, psoriasisähnliche Hautausschläge, Haarausfall, bei einer Desensibilisierungstherapie kann Bisoprolol die Empfindlichkeit gegenüber Allergenen und den Schweregrad anaphylaktischer Reaktionen erhöhen; Adrenalin kann dabei weniger wirksam sein als erwartet

Muskeln und Gelenke: Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Arthropathie

Augen, Ohren und Sexualfunktionen: verringerter Tränenfluss, Konjunktivitis, Hörstörungen, Erektionsstörungen

Immunsystem: selten können antinukleäre Antikörper mit lupusähnlichen Beschwerden auftreten; diese verschwinden nach Beendigung der Behandlung

Verkehrstüchtigkeit: Bisoprolol kann individuell die Fähigkeit zum Autofahren und Bedienen von Maschinen beeinträchtigen. Besonders berücksichtigt werden soll dies zu Beginn der Behandlung, bei Änderungen der Medikation und zusammen mit Alkohol.

Schwangerschaft und Stillzeit: Bei einer Schwangerschaft können Betablocker die Plazentaperfusion vermindern. Genannt werden:

  • intrauterine Wachstumsstörungen
  • Tod des Fetus
  • Fehlgeburt
  • vorzeitige Wehen
  • Hypoglykämie beim Fetus/Neugeborenen
  • Bradykardie beim Fetus/Neugeborenen.

Das Neugeborene soll deshalb sorgfältig überwacht werden.

Risiken durch Wechselwirkungen: Besondere Risiken bestehen bei der Kombination mit anderen Medikamenten. Die Fachinformation nennt unter anderem:

  • Verapamil und Diltiazem → schwere Hypotonie, AV-Block möglich
  • zentral wirksame Blutdrucksenker wie Clonidin, Methyldopa, Moxonidin, Rilmenidin und Reserpin → weitere Senkung von Herzfrequenz und Herzleistung
  • MAO-Hemmer → stärkere Blutdrucksenkung bzw. Gefahr einer hypertensiven Krise
  • Klasse-I-Antiarrhythmika → verstärkte Beeinträchtigung der AV-Überleitung und Herzkontraktion
  • Amiodaron → verstärkte Beeinträchtigung der AV-Überleitung
  • Nifedipin → erhöhtes Hypotonierisiko
  • Parasympathomimetika → erhöhtes Bradykardierisiko
  • andere Betablocker, auch Betablocker-Augentropfen → verstärkte Wirkung

Außerdem:

  • Insulin und orale Antidiabetika → verstärkte Blutzuckersenkung und Verschleierung der Hypoglykämie
  • Narkosemittel → erhöhtes Hypotonierisiko
  • Digitalisglykoside → langsamere Herzfrequenz und verlängerte AV-Überleitung
  • NSAR → können die blutdrucksenkende Wirkung vermindern
  • Ergotamin-Derivate → Verschlechterung peripherer Durchblutungsstörungen
  • bestimmte Sympathomimetika → Wechselwirkungen auf Wirkung und Blutdruck
  • weitere Antihypertensiva → erhöhtes Hypotonierisiko
  • trizyklische Antidepressiva, Barbiturate und Phenothiazine → stärkere Blutdrucksenkung
  • Baclofen → stärkere Blutdrucksenkung
  • Amifostin → stärkere Blutdrucksenkung
  • Mefloquin → erhöhtes Bradykardierisiko

Risiko einer Überdosierung: Bei einer Überdosierung nennt die BASG-Fachinformation als häufigste zu erwartende Erscheinungen:

  • Bradykardie
  • Hypotonie
  • Bronchospasmus
  • akute Herzinsuffizienz
  • Hypoglykämie

Die Empfindlichkeit gegenüber einer hohen Einzeldosis kann sich von Person zu Person stark unterscheiden; laut Fachinformation reagieren insbesondere Menschen mit Herzinsuffizienz wahrscheinlich sehr empfindlich.

Arbeitsauftrag 2:
a. arteria radialis
b. arteria carotis, arteria femoralis
c. arteria poplitea
d. Arteria dorsalis pedis

Arbeitsauftrag 3:
Die Rate der bereits an Bluthochdruck Erkrankten liegt bei der sekundären Hypertonie bei etwa 5–15 %.

Arbeitsauftrag 4:
Die Rate der Neuerkrankungen liegt bei nur ein paar Fällen pro Millionen Einwohner pro Jahr.

Arbeitsauftrag 5:
iatrogene Erkrankung

Quellen:
s. Skriptum


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Abb. 1: by –Hank Diskussion – Transferred from de.wikipedia to Commons by Shizhao using CommonsHelper., CC BY-SA 2.0 de, wikimedia commons (weiterbearbeitet)
Abb. 2: By James Heilman, MD – Own work, CC BY-SA 3.0, wikimedia commons (weiterbearbeitet)