Aufbereiteter Lehrinhalt
26.03.2026
Ein solides Verständnis des Herz-Kreislauf-Systems bildet die Grundlage für professionelles Beobachten, korrektes Messen von Vitalzeichen und sicheres Handeln in Notfallsituationen.
Das Herz-Kreislauf-System
Aus diesen Organen besteht das Herzreislaufsystem
Das Herz-Kreislauf-System besteht aus dem Herzen und den Blutgefäßen.
Die Herz-Kreislauf-Funktion
Das Herz-Kreislauf-System (Kardiovaskuläres System) hält den Blutkreislauf aufrecht. Durch das ständige Zirkulieren des Blutes in den Gefäßen wird der Körper mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Gleichzeitig erfüllt das Blut eine bedeutende Reinigungsfunktion. Es nimmt Stoffwechselprodukte der Zellen auf und transportiert sie zu den entsprechenden Ausscheidungsorganen (z.B. Nieren – überschüssige Salze beim Abbau von Proteinen, Lungen – CO2, Lunge + Milz – beschädigte Blutzellen, insbesondere Hämoglobin).
Die Eigenschaften des Herz-Kreislauf-Systems lassen sich anhand von Parametern wie Blutdruck und Herzfrequenz bewerten.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was sind die Puls Normwerte?💡🧩 🪢
Der Herz-Kreislauf
1. Das „verbrauchte“ (sauerstoffarme) Blut aus dem Körper fließt über die Hohlvenen in das rechte Atrium.
2. Vom rechten Atrium fließt das sauerstoffarme Blut über die Trikuspidalklappe in den rechten Ventrikel.
3. Vom rechten Ventrikel passiert das sauerstoffarme Blut die Pulmonalklappe und fließt über die Lungenarterien in die Lungenflügel.
4. Von den Lungen fließt das sauerstoffreiche Blut über die Lungenvenen in das linke Atrium.
5. Im linken Atrium passiert das sauerstoffreiche Blut die Mitralklappe, um in das linke Ventrikel zu gelangen.
6. Vom linken Ventrikel aus fließt das sauerstoffreiche Blut in die Aorta und passiert dabei die Aortenklappe.
7. Die Aorta transportiert das sauerstoffreiche Blut in den Körper, insbesondere in die unteren Extremitäten.
8. Am Aortabogen gehen drei Hauptäste ab, die den Kopf, das Gehirn und die oberen Extremitäten mit Blut versorgen: Die Schlüsselbeinarterien und die rechte und die linke Hauptschlagader.
9. Auch der Herzmuskel muss mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden. Dazu zweigen von der Aorta, direkt bei der Aortenklappe, die Koronararterien (Herzkranzgefäße) ab und führen zurück zum Herzen.

Der große und kleine Kreislauf
In diese zwei Systeme kann der Blutkreislauf aufgeteilt werden
Funktionell wird das Herz-Kreislauf-System in den kleinen und einen großen Kreislauf unterteilt. Der große Kreislauf versorgt den gesamten Körper (Körperkreislauf), der kleine Kreislauf ist für den Gasaustausch in der Lunge (Lungenkreislauf / Pulmonalkreislauf) zuständig.
Einfacher ausgedrückt: Der kleine Kreislauf führt vom Herzen in die Lungen und wieder zurück. Der große Kreislauf führt vom Herzen in den Körper und wieder zurück.
Mit dieser Phase beginnt der große Kreislauf (Körperkreislauf)
Der große Kreislauf (Körperkreislauf) beginnt mit der Kontraktionsphase (Systole) der linken Herzkammer, wenn sauerstoffreiches Blut über die Aorta in den Körper gepumpt wird.
Mit dieser Phase beginnt der kleine Kreislauf (Lungenkreislauf / Pulmonalkreislauf)
Der kleine Kreislauf (Lungenkreislauf) beginnt mit der Kontraktionsphase (Systole) der rechten Herzkammer, wenn sauerstoffarmes Blut in die Lungenarterien gepumpt wird.
Bild: Wie funktioniert der Kreislauf, gesundheitsinformation.de (IQWiG)
Der Weg des Blutes durch den Körper
Kleiner Kreislauf
Das Blut gelangt über die obere und untere Hohlvene in das rechte Atrium, strömt durch die Trikuspidalklappe in den rechten Ventrikel und wird von dort durch die Pulmonalklappe in die Lungenarterie gepumpt. In der Lunge wird das Blut mit Sauerstoff angereichert und Kohlendioxid eliminiert. Das Blut fließt dann über vier Lungenvenen in den linken Vorhof.
Großer Kreislauf
Durch die Mitralklappe gelangt das sauerstoffreiche Blut in die linke Herzkammer, um dann durch die Aortenklappe über die Aorta in den Körperkreislauf gepumpt zu werden.

Hochdrucksystem – Niederdrucksystem (Systolische und Diastolische Phase)
Zusätzlich unterscheidet man beim Herz-Kreislauf-System noch zwischen dem Hochdrucksystem (Arterien) und dem Niederdrucksystem (Venen). Das Hochdrucksystem ist dasjenige System, mit dem du beim Blutdruckmessen arbeitest. Die Manschette drückt die Arterie so stark zusammen, dass kein Blut mehr durchfließen kann – es herrscht Stille, weil die Arterie verschlossen ist. Wenn der Druck in der Manschette etwas nachlässt, fließt das Blut stoßweise durch die Arterie, genau in dem Moment, wenn das Herz pumpt. Dieser erste kräftige Schlag des Blutes erzeugt ein Geräusch, das du mit dem Stethoskop hörst (Systole). Es zeigt, wie stark der Druck des Herzens sein muss, um das Blut in die Arterien zu drücken. Je weiter der Druck der Manschette abnimmt, desto gleichmäßiger wird der Blutfluss. Wenn das Blut schließlich frei und ohne Hindernis durch die Arterie fließt, verschwinden die Geräusche (Diastole).
Einfach gesagt:
Systolische Phase: Das Herz kontrahiert und stößt das sauerstoffreiche Blut in die Arterien (sowie sauerstoffarmes Blut in die Lungenarterien).
Diastolische Phase: Das Herz entspannt sich und nimmt das sauerstoffarme Blut von den Venen in sich auf (sowie sauerstoffreiches Blut aus den Lungenvenen).

Arterielle Phase – Venöser Rückfluss
Arterielle Phase: Beim großen Kreislauf pumpt die linke Herzkammer Blut in die Aorta (Hauptschlagader). Von der Aorta gelangt sauerstoffreiches Blut über größere und kleinere Arterien in das Kapillarnetz des Körpers (Versorgung der Organe, Gewebe, Zellen). Vom Aortabogen weg gehen die rechte und linke Halsschlagader (→ Gehirnarterien) und die Schlüsselbeinarterien.
Venöser Rückfluss: Das nun sauerstoffarme Blut wird in den Venen gesammelt und gelangt über den rechten Vorhof in die rechte Herzkammer (obere und untere Hohlvenen).

🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was sind die Blutdruck Normwerte?💡🧩 🪢
Bild: Aortabogen, wikipedia
Das Herz: Antriebsmaschine im Dauereinsatz
Der anatomische Aufbau des Herzens
Das menschliche Herz ist etwa faustgroß. Anatomisch betrachtet besteht das Herz aus einer linken und einer rechten Herzhälfte, die durch die Herzscheidewand (Septum) voneinander getrennt sind. In die rechte Herzhälfte fließt sauerstoffarmes Blut, während in der linken Herzhälfte das sauerstoffreiche Blut fließt. Jede der beiden Herzhälften ist weiter unterteilt und setzt sich aus einer Herzkammer (Ventrikel) sowie einem Vorhof (Atrium) zusammen.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Das Fremdwort für den Begriff „Herz“💡🧩 🪢
Die Lage des Herzens
Das Herz liegt im Brustkorb so positioniert, dass 2/3 seiner Masse auf der linken und 1/3 auf der rechten Seite des Brustkorbes hinter dem Brustbein liegen. Es befindet sich in einer schrägen Lage zwischen den beiden Lungenflügeln, wobei die Herzspitze nach links vorne zeigt.
Anatomische Bezeichnungen: Einteilung der Herzanatomie
Linke und rechte Herzhälfte
Das Herz ist anatomisch in eine rechte und eine linke Herzhälfte unterteilt. Die Unterteilung wird durch die Herzscheidewand (Septum) ermöglicht. Im Bereich der Herzklappen gibt es ein bindegewebiges Skelett („Herzknochen“), das als Verankerung für die Herzklappen dient und elektrische Signale zwischen den Vorhöfen und Ventrikeln isoliert. Diese klare Trennung ist wichtig für die Funktion des Herzens, da jede Herzhälfte unterschiedliche Aufgaben übernimmt.
Oberer und unterer Anteil
Darüber hinaus ist jede der beiden Herzhälften weiter in zwei Kammern gegliedert: den Vorhof (Atrium) und die Hauptkammer (Ventrikel).
Mit diesen diagnostischen Verfahren kann man das Herz untersuchen:
• EKG
• Röntgen-Thorax
• Echokardiografie (Schluckecho)
• Szintigrafie
📸 Bild: Echokardiografie TTE, wikipedia 📸
Bild: Echokardiografie, TEE, Osypka Herzzentrum München 📸
📸 Bild: Myokardszintigrafie, Nuklearmedizinisches Institut Wien 📸
Atrium: Der Vorhof
Die Vorhöfe des Herzens werden auch Atrien genannt.
Linker Vorhof = sauerstoffreiches Blut
Der linke Vorhof ist dafür zuständig, das sauerstoffreiche Blut aus der Lunge aufzunehmen und an die linke Herzkammer weiterzuleiten, die es anschließend über die Aorta in den Körperkreislauf pumpt.
Rechter Vorhof = sauerstoffarmes Blut
Der rechte Vorhof nimmt das sauerstoffarme Blut aus dem Körper auf, das über die obere und untere Hohlvene zurück in das Herz gelangt. Von dort wird es an die rechte Herzkammer weitergeleitet, welche das Blut in den Lungenkreislauf transportiert. Diese Trennung der Blutflüsse gewährleistet eine effektive Sauerstoffversorgung des Körpers.
Ventrikel: Die Herzkammern
Linke Herzkammer = sauerstoffreiches Blut
Die linke Herzkammer ist dafür verantwortlich, das sauerstoffreiche Blut über die Körperschlagader (Aorta) in den gesamten Körper auszustoßen.
Rechte Herzkammer = sauerstoffarmes Blut
Die rechte Herzkammer pumpt das sauerstoffarme Blut über die Lungenarterie (Pulmonalarterie) in die Lunge. Dort findet der Gasaustausch statt, bei dem Kohlendioxid abgegeben und neuer Sauerstoff aufgenommen wird.
Bild: Das Herz, gesundheitsinformation.de (IQWIG)
Herzwand – Herzschichten – Herzbeutel
Die Wand des Herzens setzt sich aus drei Schichten und dem Herzbeutel zusammen (von außen nach innen):
• Perikard (Herzbeutel)
• Epikard (inneres Blatt des Perikards)
• Myokard (Herzmuskulatur)
• Endokard (Herzinnenhaut)
🫏 Eselsbrücke, um sich die drei Schichten inklusive Herzbeutel zu merken: PEME = Pumpen erfordert Muskeln & Energie.🫏
Das Herz ist vom Perikard, dem Herzbeutel, umgeben. Die äußerste Schicht des Herzens ist das Epikard – es wird auch als inneres Blatt des Perikards bezeichnet. Darauf folgt das Myokard, die Herzmuskulatur, die für die Pumpfunktion des Herzens verantwortlich ist. Die innerste Schicht ist das Endokard, welches die Herzinnenhaut bildet.
🫏 Eselsbrücke, um sich zu merken, welche Herzschicht die letzte ist: ENDO = klingt wie „Ende“, kann als die „letzte Herzschicht“ gedeutet werden. 🫏
Bild: Die Herzwand, visiblebody.com
Die vier Herzklappen
Hier befinden sich die Herzklappen
Herzklappen befinden sich an den Eingängen und Ausgängen des Herzens sowie zwischen den Vorhöfen und den Kammern des Herzens.
Die Funktion der Herzklappen
Herzklappen agieren als Rückschlagventile und gewährleisten, dass das Blut nur in eine Richtung fließt.
Die vier wichtigsten Herzklappen
Die vier Herzklappen innerhalb des Herzens, die jeweils das Atrium vom Vorhof trennen, heißen (1) Trikuspidalklappe, (2) Pulmonalklappe, (3) Mitralklappe (4) Aortenklappe (s. Bild).
Der Sammelbegriff für die Herzklappen (links & rechts), durch die das Blut vom Atrium ins Ventrikel fließt
Jede Herzhälfte verfügt an der Pforte vom Atrium in das Ventrikel über eine sogenannte Segelklappe, die ihren Namen aufgrund ihrer segelartigen Struktur trägt. Die rechte Herzklappe (Trikuspidalklappe), besteht aus drei Segeln, die linke (Mitral- oder Bikuspidalklappe) aus zwei segelförmigen Strukturen.
Der Sammelbegriff für die Herzklappen (links & rechts), durch die das Blut vom Ventrikel in die großen Arterien fließt
Zusätzlich befinden sich an der Pforte vom Ventrikel in die großen Arterien die Taschenklappen, die ebenfalls eine Ventilfunktion erfüllen. Die Pulmonalklappe befindet sich am Übergang von der rechten Herzkammer zur Lungenarterie. Die Aortenklappe befindet sich am Übergang von der linken Herzkammer zur Hauptschlagader (Aorta).
🫏 Eselsbrücke Herzklappen:
Segelklappen = Klappen zwischen Atrien und Ventrikel.
Taschenklappen = Klappen zwischen Ventrikel und großen Arterien. 🫏
Video: Die Herzklappen, terraxplaincommons.zdf.de
Mit diesem diagnostischen Verfahren kann man die Herzklappen untersuchen:
• Die Echokardiografie (TTE und TEE) ist der Goldstandard zur Untersuchung der Herzklappen.
📸 🎬 Bild & Video: Echokardiografie, Dr. Med. Michael Hauk Freiburg 📸 🎬
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Die Echokardiografie ist eine spezielle Form der: …💡🧩 🪢
Man unterscheidet zwei Phasen:
Systole: Kontraktions- und Austreibungsphase.
Diastole: Entspannungs- und Füllungsphase.
Die Aktionen des rechten und linken Herzens erfolgen gleichzeitig. Das rechte Herz schickt während der systolischen Phase sauerstoffarmes Blut in die Lunge, während das linke Herz gleichzeitig sauerstoffreiches Blut in den Körper pumpt.
Das beeinflusst den Blutdruck
– Schlagkraft des Herzens
– Viskosität des Blutes
– Gefäßwiderstand
Das bedeutet, dass ein hoher Blutdruck…
…auf eine erhöhte Schlagkraft des Herzens, eine hohe Blutviskosität (dickflüssiges Blut) oder einen erhöhten Gefäßwiderstand (verengte oder unelastische Gefäße) hinweisen kann, und dass ein niedriger Blutdruck auf eine schwache Herzleistung, eine niedrige Blutviskosität (dünnflüssiges Blut) oder einen verringerten Gefäßwiderstand (weitgestellte oder elastische Gefäße) hindeuten kann.
Vasodilatation = niedrigerer Blutdruck
Vasokonstriktion = höherer Blutdruck
Weitere Faktoren, die den Blutdruck beeinflussen: Medikamente und Drogen, Blutvolumen (durch Flüssigkeitszufuhr oder Nierenprobleme), Herzfrequenz (Tachykardie, Bradykardie), Hormonelle Steuerung (z.B. Adrenalin bei Stress), Nervensystem (Sympathikus – Stressreaktion), Nierenfunktion, Körperlage und Schwerkraft (beim Aufstehen kann der Blutdruck kurzfristig absinken)
Das Reizleitungssystem: Taktgeber im Maschinenraum des Herzens
Reizleitungssystem Definition:
Das Herzreizleitungssystem ist das elektrische System des Herzens, das Impulse erzeugt und weiterleitet, um eine koordinierte Kontraktion des Herzmuskels zu ermöglichen.
Das Herz benötigt elektrische Impulse, um regelmäßig schlagen zu können. Die elektrische Energie wird mithilfe von Elektrolyten (= geladene Teilchen, Ionen) erzeugt.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was sind Herzrhythmusstörungen?💡🧩 🪢
Das Herz besteht aus Muskelzellen. Die meisten davon haben die Aufgabe, sich kräftig zusammenzuziehen, sobald sie einen elektrischen Impuls erhalten – und sich danach von selbst wieder zu entspannen. Die dafür nötigen elektrischen Impulse kommen von einigen spezialisierten Herzmuskelzellen, die elektrische Impulse erzeugen und weiterleiten können: Der Sinusknoten, der AV-Knoten und das HIS-Bündel.
Das wird durch das Reizleitungssystem gesteuert:
Der Herzrhythmus wird durch das Reizleitungssystem (Erregungsleitungssystem) gesteuert, das elektrische Impulse vom Sinusknoten ausgehend („Sinusrhythmus“) an den AV-Knoten und das HIS-Bündel weiterleitet. Gemeinsam geben sie den Takt vor, in dem das Herz schlägt (Erregungsbildung).
Das passiert, wenn die Reizleitung nicht richtig funktioniert:
Wenn die Reizleitung nicht richtig funktioniert, kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.
🎬 Video: Wie entsteht der Herzrhythmus, gesundheitsinformation.de, youtube 🎬
Elektrolyte: Die elektrischen Impulsgeber der Muskeln
So werden Elektrolyte in der Ernährungslehre bezeichnet:
Elektrolyte werden auch als Mineralien, Mineralstoffe, Salze oder Mengenelemente bezeichnet.
Darum handelt es sich bei Elektrolyten:
Bei Elektrolyten handelt sich um geladene Teilchen (Ionen), die in wässrigen Lösungen elektrischen Strom leiten können. Sie ermöglichen die elektrische Signalübertragung im Körper.
So sorgt man für eine ausreichende Elektrolytversorgung im Körper:
Da der Körper Elektrolyte nicht selbst herstellen kann, müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden. Herrscht über längere Zeit hinweg ein Elektrolytmangel, kann der Körper elektrische Impulse nicht mehr richtig weiterleiten. Das macht uns müde und ausgelaugt.
Dazu kann es bei einer Verschiebung im Elektrolythaushalt kommen:
In akuten Fällen kann eine Verschiebung im Elektrolythaushalt Herzrhythmusstörungen auslösen und bis zum Herzstillstand führen.
Die wichtigsten Elektrolyte für elektrische Signale:
• Natrium (Na⁺)
• Kalium (K⁺)
• Kalzium (Ca²⁺)
• Magnesium (Mg²⁺)
(• Chlorid und Phosphor)
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Anatomie 2: Was ist ATP?💡🧩 🪢
Die Aufgabe der Elektrolyte:
Elektrolyte sorgen dafür, dass grundlegende Abläufe wie zum Beispiel die Regulation des Wasserhaushalts, die Zellfunktion, die Nervenleitung und die Muskelkontraktion reibungslos funktionieren.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Diätetik: Nenne ein Lebensmittel, das viel Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Chlorid, Phosphor enthält.💡🧩 🪢
Störungen des Elektrolythaushalts
Sowohl ein Überschuss als auch ein Mangel an Elektrolyten kann die Abläufe im Körper stören.
Eine Verschiebung im Elektrolythaushalt zeigt sich häufig durch Beeinträchtigungen der Muskelkontraktion am Herzen (Kalium). Sowohl ein zu niedriger als auch ein zu hoher Kaliumspiegel kann lebensbedrohliche Folgen wie Herzrhythmusstörungen haben und im schlimmsten Fall einen Herzstillstand verursachen.
Auch die Skelettmuskulatur und der Darm reagieren schnell auf eine Verschiebung im Elektrolythaushalt (Kalzium).
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Diätetik: Kommt eine Unterversorgung mit Mineralstoffen (zu denen auch die Elektrolyte gehören) oft vor?💡🧩 🪢
Der gesunde Körper kann normalerweise einen zu hohen Gehalt an Elektrolyten ausgleichen, liegen jedoch Erkrankungen vor (z.B. Hormonstörungen) kann es zu einem zu hohen Elektrolytspiegel kommen.
🎬 Video: Elektrolytmangel, DoktorWeigel, youtube 🎬
Die Gefäße
Der Blutkreislauf des menschlichen Körpers lässt sich in zwei Hauptbereiche unterteilen: den großen Körperkreislauf und den kleinen Lungenkreislauf. Der große Körperkreislauf ist dafür zuständig, sauerstoffreiches Blut vom Herzen zu den Organen und Geweben zu transportieren und das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen zu leiten. Im Gegensatz dazu ist der kleine Lungenkreislauf für den Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid in der Lunge verantwortlich.
Die drei Gefäßtypen im Blutkreislauf
Gefäße, die das Blut vom Herzen weg zu den Organen führen, werden als Arterien bezeichnet, während Gefäße, die das Blut aus den Organen zurück zum Herzen transportieren, Venen genannt werden. Die Kapillaren sind die kleinsten Blutgefäße im Körper. Sie ermöglichen den Austausch von Gasen, Nährstoffen, Hormonen und Abfallstoffen zwischen dem Blut und den umliegenden Geweben. Ihre Wände sind extrem dünn und mit Poren ausgestattet (Stoffaustausch durch Diffusion).
🫏 Arterien – Venen: Eselsbrücke
A für ABMARSCH! – Arterien (marschieren vom Herzen ab) 🫏
Mit diesem diagnostischen Verfahren kann man sich die Herzkranzgefäße (Koronargefäße) ansehen:
• Angiografie (Bild+Video: Koronarangiografie, wikipedia)
Die Koronarangiografie (Herzkatheteruntersuchung) ist der Goldstandard für die Darstellung der Koronararterien.
Bild: Der Blutkreislauf: Arterien und Venen, kenhub.com
Die Funktion von Blutgefäßen
• Transport von Blut im Körper
• Blutdruckregulation
• Entfernung von Abfallprodukten
• Immunantwort
• Regulation der Körpertemperatur
• Transport von Hormonen
Die Blutgefäße gewährleisten den Transport von Blut, wodurch Sauerstoff, Nährstoffe und Abfallprodukte effizient zwischen den Zellen und Organen ausgetauscht werden können. Zudem spielen sie eine zentrale Rolle bei der Regulation des Blutdrucks, um eine optimale Durchblutung aller Gewebe sicherzustellen. Blutgefäße unterstützen außerdem die Immunantwort, indem sie Immunzellen zu entzündeten oder infizierten Geweben transportieren. Darüber hinaus tragen sie zur Regulation der Körpertemperatur bei, indem sie den Wärmehaushalt zur Verengung und Weitstellung steuern. Schließlich sind sie auch für den Transport von Hormonen verantwortlich, wodurch sie die Kommunikation und Steuerung zwischen verschiedenen Organen und Systemen des Körpers ermöglichen.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Definition Blutdruck💡🧩 🪢
Gefäßarten
• Arterien
• Venen
• Kapillaren
Arterien transportieren das Blut vom Herzen weg, Venen zurück zum Herzen (Makrozirkulation). Kapillaren fungieren als Verbindungsglieder zwischen Arterien und Venen.
Bild: Die Blutgefäße: Arterien, Venen und Kapillaren, www.visiblebody.com
Diese Gefäße machen einen O2 Austausch in der Lunge oder die Nährstoffaufnahme in das Blut möglich
In der Lunge findet der Sauerstoffaustausch in den Kapillaren der Lungenalveolen statt. Diese Kapillaren umgeben die Alveolen, in denen der Gasaustausch durch Diffusion erfolgt. Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft diffundiert durch die dünne Wand der Alveolen und Kapillaren in das Blut, während Kohlendioxid in die entgegengesetzte Richtung abgegeben wird.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Diffusion💡🧩 🪢
Aufbau der Gefäße
Arterien
Arterien sind muskelstarke Gefäße, die kontrahieren können. Sie sind jedoch nicht sehr dehnungsfähig. Sie sind durch ihre Fähigkeit zur Weitstellung und Verengung an der Blutdruckregulation beteiligt, führen das sauerstoffreiche Blut vom Herzen weg und gewährleisten eine effektive Verteilung im Körper.
Venen
Im Gegensatz zu den Arterien sind Venen muskelarm und kaum kontraktionsfähig, dafür aber stark dehnbar. Sie transportieren sauerstoffarmes Blut zurück zum Herzen.
Kapillaren
Kapillaren sind die Verbindung zwischen arteriellem und venösem Gefäßsystem. Sie bestehen aus dünnen Gefäßwänden mit Poren und Lücken. Diese Struktur ermöglicht den Stoffaustausch zwischen den Geweben und dem Blutkreislauf (durch Diffusion).
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Was ist Diffusion?💡🧩 🪢
Diese Gefäße regulieren den Blutdruck
Durch ihre Fähigkeit zur Weitstellung und Verengung sind die Arterien wesentlich an der Blutdruckregulation beteiligt.
🪢 🧩💡Erinnerungsknoten: Anatomie 2: Glatte oder gestreifte Muskulatur: Mit welcher Art der Muskulatur sind die Blutgefäße ausgestattet?💡🧩 🪢
Die Hauptschlagader
Die Hauptschlagader wird Aorta genannt.
Hier entspringt die Aorta:
Die Aorta entspringt aus dem linken Ventrikel.
Die Venenklappen
Die Aufgabe der Venenklappen
Venenklappen agieren wie Ventile und gewährleisten, dass das Blut nur in eine Richtung fließt, nämlich zum Herzen hin.
Venenklappen verhindern ein Zurückfließen des Blutes in die Beine. Dieser sogenannte Ventileffekt ist essenziell für die Funktion des venösen Systems, insbesondere in den unteren Extremitäten.
Wenn jedoch Venenklappen aufgrund von Krampfadern oder einer chronisch-venösen Insuffizienz ihre Funktion verlieren und nicht mehr richtig schließen, kommt es zu einem venösen Blutrückfluss. Dieser Rückfluss kann, wenn er unbehandelt bleibt, langfristig zu Schäden an den Venen führen und ernsthafte gesundheitliche Folgen nach sich ziehen.
Bild: Venenklappen, Kantonspital Winterthur
Koronargefäße (Herzkranzgefäße)
Definition:
Die Koronargefäße umgeben das Herz kranzförmig. Es handelt sich dabei um (Koronar-)Arterien und (Koronar-)Venen, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut versorgen bzw. das sauerstoffarme Blut abtransportieren. Dazu zählen auch die von diesen Gefäßen abgehenden Äste. Die Koronararterien zweigen von der Aorta, direkt vor der Aortenklappe, ab.
Das Herz ist auf eine ununterbrochene Sauerstoffversorgung durch das Blut der Herzkranzgefäße angewiesen. Wird diese Versorgung durch einen Verschluss der Herzkranzarterien unterbrochen, so ist die Folge ein Herzinfarkt.
Die Hohlvenen
Hohlvenen auf Latein:
Venae cavae
Die Venae cavae sind die großen venösen Blutgefäße, die das sauerstoffarme Blut aus dem Körperkreislauf in das rechte Atrium trasportieren. Man unterscheidet eine obere und eine untere Hohlvene.
Die obere Hohlvene (Vena cava superior) führt das verbrauchte, sauerstoffarme Blut aus der oberen Körperhälfte zurück zum Herzen. Zur oberen Körperhälfte gehören der Kopf, der Hals, die Arme und der obere Bereich des Brustkorbs. Die Vena cava superior verläuft im Brustkorb etwas rechts von der Mitte zwischen den beiden Lungenflügeln.
Die untere Hohlvene (Vena cava inferior) führt das verbrauchte, sauerstoffarme Blut aus der unteren Körperhälfte zurück zum Herzen. Zur unteren Körperhälfte gehören die Beine, das Becken, die Bauchorgane und Teile des unteren Brustkorbs. Die Vena cava inferior verläuft im hinteren Bereich des Bauchraums und tritt durch das Zwerchfell in den Brustraum ein.
Bild siehe „Systolische-Diastolische Phase„
Beitragsbild: https://pixabay.com, @phylum



