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Pflege im antiken Rom

Aufbereiteter Lehrinhalt, Fach „Kultur- und Sozialgeschichte für die Fachsozialbetreuung“

Erstellt am: 14.04.2025
Aktualisiert am: 04.09.2026

ANTIKES ROM – DAS WICHTIGSTE IN STICHPUNKTEN:
ca. 8. Jahrhundert v. Chr. bis 7. Jahrhundert n. Chr.
zwei Konzepte nebeneinander: aus dem Asklepioskult wurde der Aeskulapiuskult („Heilschlaf“) – rationale Medizin wurde von Galen weiterentwickelt
Asklepiostempel: gab es weiterhin, der Gott wurde Aeskulapius genannt
Galen: wichtigster Vertreter, Vater der Temperamentenlehre
Ärzte: Chirurgie
Theorien: Temperamentenlehre, neue medizinische Schulen und Theorien, z. B. die methodische, empirische und dogmatische Richtung, es kamen mehr pragmatische Modelle hinzu, z. B. die Porenlehre
Konzepte: erste Ansätze eines Hygieneverständnisses
Therapien: komplexere chirurgische Verfahren, Blutstillung durch Abbinden von Gefäßen (Ligatur), Amputationen, Blasenstein- und Leistenhernienoperationen
Institutionen: Militärlazarette, die am besten organisierten Pflegeeinrichtungen der Antike
Pflege: formelle und informelle Pflege, informelle Pflege war militärisch ausgerichtet, Sklaven, Militärdiener oder untergeordnete medizinische Hilfskräfte
Zugang zur Pflege und Medizin: für Zivilisten familiär geprägt, meist durch Frauen erbracht, wohlhabende Römer bezahlten Hausärzte und Diener
Pflegerische Kenntnisse und Handlungen: besonders gut dokumentiert sind Hebammen und Ammen
WICHTIGE NAMEN:
• Galen
• Dioskurides

Das antike Rom war stark militärisch geprägt[71]. In der Römischen Kaiserzeit ab Augustus (27 v. Chr.) kam es zu einer starken Konzentration der Macht bei einem einzelnen Herrscher[72]. Für diese Art der Herrschaft war das Militär sehr wichtig[73]. Die Staatsform bezeichnet man historisch als Prinzipat bzw. Kaiserherrschaft. In späteren Phasen gewann das Militär noch einmal einen stärkeren Einfluss auf die Ernennung und Absetzung von Kaisern[71], es kam zu einer Art Militäranarchie[74].

Asklepioskult wurde zum Aesculapiuskult

Das antike Rom entwickelte sich etwa ab dem 8. Jahrhundert v. Chr.[75] und prägte den Mittelmeerraum bis weit in die Spätantike[76]. In Medizin und Pflege übernahmen die Römer einen großen Teil des Wissens der antiken Griechen[77,78]; die Medizin blieb weitgehend griechisch in Sprache, Lehre und Ärzteschaft[79]. Viele bereits bekannte Vorstellungen, Therapien und pflegerische Handlungen wurden weitergeführt[77,78,79].

Auch die religiöse Heilung blieb bestehen und trotz des Erstarkens der griechischen rationalen Medizin weiterhin stark[80]. Der griechische Asklepioskult wurde von den Römern übernommen[80]; Asklepios wurde unter dem Namen Aesculapius (Äskulap) verehrt[81]. Auch der sogenannte Heilschlaf wurde weiterhin praktiziert[82].

Ein eindrückliches Beispiel dafür findet sich in den Heilserzählungen des griechischen Redners Aristides Aelius, der im 2. JH n. Chr. lebte. Aelius beschreibt in seinen Heiligen Reden, wie er im Asklepieion von Pergamon durch Träume und Visionen Heilungsanweisungen des Gottes Asklepios erhielt, um seine chronischen Erkrankungen zu behandeln. Während seiner Aufenthalte wird er nicht nur von Priestern, sondern auch von Ärzten begleitet, die die Heilsanwendungen, die er im Traum erhält, deuten. Einige der im Traum erhaltenen Heilsanwendungen sind:

  • Thermalbäder
  • Eisbäder
  • Einläufe mit Honig
  • Einnahme von stark abführenden Mitteln wie Elaterium (Pflanzensaft der Spritzgurke bzw. Eselsgurke)
  • Schröpfen
  • Essen von Gänseleber
  • Einreibung mit Salbölen
  • Schafmilch trinken
  • Essig mit Wermut trinken
  • rituelle Schlammbäder

In einem Kapitel beschreibt Aelius, dass er fast gesund geworden wäre, wenn er sich an die Lebensstiländerung gehalten hätte, die ihm Asklepios aufgetragen hatte. Er bedauert es, zu sehr auf die Worte seiner Freunde gehört und sich nicht auf seine eigene Intuition verlassen zu haben.[38]

Religiöse Heilvorstellungen und rationale Medizin bestanden somit auch im Römischen Reich nebeneinander[80]. Gleichzeitig wurde die griechisch geprägte rationale Medizin weiterentwickelt[77], besonders durch Ärzte wie Galen[83].

Galen: Weiterentwicklung der griechischen Medizin

Galen von Pergamon war einer der bedeutendsten Ärzte der römischen Kaiserzeit. Er war Grieche, lebte jedoch im Römischen Reich und arbeitete lange Zeit in Rom. Er griff unter anderem auf die Lehren von Hippokrates und Aristoteles zurück und entwickelte sie weiter.[2]

Besonders bedeutend wurde seine Weiterentwicklung der Humoralmedizin. Galen verband die Vier-Säfte-Lehre mit unterschiedlichen körperlichen und teilweise psychischen Eigenschaften und wurde damit zu einer zentralen Person in der Entwicklung der Temperamentenlehre[46].

Die Temperamentenlehre

Die Temperamentenlehre wird Galen zugeordnet.[57] Hippokrates ging zunächst davon aus, dass die Säfte und die Primärqualitäten warm, kalt, feucht und trocken in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen im Körper vorkommen. Nach Galens Temperamentenlehre sollte diese „Mischung“ sowohl den Körper als auch die Psyche eines Menschen beeinflussen.[46]

Temperament[48]KörpersaftEigenschaften
sanguinischBlutwarm + feucht
cholerischgelbe Gallewarm + trocken
melancholischschwarze Gallekalt + trocken
phlegmatischSchleimkalt + feucht

Chirurgie

Chirurgische Eingriffe waren bereits aus der griechischen Medizin bekannt[84,85]. In der römischen Zeit wurden sie jedoch weiterentwickelt und umfangreicher beschrieben[87]. Dabei entstanden stärker anatomisch und praktisch ausgerichtete chirurgische Verfahren[86]. Das medizinische Wissen der Griechen wurde also nicht ersetzt, sondern erweitert und stärker systematisiert.

Neue medizinische Modelle

Die Medizin im Römischen Reich wurde vielfältiger: Die griechischen Theorien blieben bestehen, daneben wurden aber weitere Modelle entwickelt und praktisch angewendet. Im Römischen Reich bestanden mehrere medizinische Schulen und Erklärungsmodelle nebeneinander.[88] Neben der hippokratisch-galenischen Medizin waren unter anderem die dogmatische Richtung (Ursachenforschung), die empirische Richtung (Beobachtung) und methodische Richtung (praktische Behandlung) von Bedeutung.[90]

Ein stärker praktisch ausgerichtetes Modell war die Porenlehre des Asklepiades von Bithynien. Asklepiades lehnte die Erklärung von Krankheiten allein durch ein Ungleichgewicht der Körpersäfte ab. Er nahm stattdessen an, dass sich kleinste Teilchen durch Poren im Körper bewegen und dass Störungen dieses Flusses Krankheiten verursachen können.[89]

Weiterentwicklung der Therapien

Die meisten Therapien der Griechen wurden von den Römern übernommen.[88] Dazu gehörten weiterhin Ernährung und Diätetik, Bewegung, Bäder, Massagen, Arzneimittel[96], Aderlass, Schröpfen und Wundversorgung[97].

Neu waren vor allem komplexere chirurgische Verfahren beziehungsweise deren ausführliche Dokumentation.[88] In der römischen Zeit sind unter anderem folgende Eingriffe dokumentiert[88]:

  • Blutstillung durch Abbinden von Blutgefäßen (Ligatur),
  • Amputationen,
  • operative Entfernung von Blasensteinen und
  • Leistenhernienoperationen.

Einige davon waren aber bereits in der hellenistischen Medizin Alexandrias entwickelt worden. Die römische Medizin übernahm also auch hier griechisch-hellenistisches Wissen und führte es weiter.[88]

Hygiene

Vorstellungen über den Einfluss von Wasser, Luft, Körperpflege und Lebensweise auf die Gesundheit waren bereits aus der griechischen Medizin bekannt. Eine besondere Leistung der Römer bestand deshalb nicht darin, Hygiene erstmals zu entdecken, sondern darin, solche Vorstellungen in großem Maßstab praktisch und öffentlich zu organisieren.[92] Besonders im Römischen Reich entwickelte sich ein bemerkenswert ausgeklügeltes System öffentlicher Hygiene, das seiner Zeit weit voraus war. Große Städte wie Rom oder Trier verfügten über ein dichtes Netz an Aquädukten, die sauberes Wasser aus entfernten Quellen in die Stadt leiteten – für Brunnen, Thermen und öffentliche Latrinen. Auch eine Kanalisation war vielerorts vorhanden und sorgte dafür, dass Abwässer aus den Städten geleitet wurden.[93] Doch auch trotz dieser Maßnahmen blieben Darmparasiten weit verbreitet.[91]

Selbst im römischen Militär wurde auf Hygiene geachtet[92]. Die Legionen verfügten über ein eigenes, gut organisiertes Sanitätswesen, das sich unter anderem in den sogenannten Valetudinaria zeigte – fest eingerichtete Feldlazarette für verwundete oder kranke Soldaten. Diese Einrichtungen verfügten über getrennte Schlafräume, Behandlungsbereiche[94] und Wasserleitungen[95].

Militärlazarette – organisierte Krankenversorgung

Eine bedeutende Neuerung war die stärkere institutionelle Organisation der medizinischen Versorgung im römischen Militär. Während der Kaiserzeit entstanden sogenannte Valetudinaria.[98] Dabei handelte es sich um Krankenstationen beziehungsweise Militärlazarette innerhalb größerer römischer Militärlager. Dort konnten erkrankte und verletzte Soldaten stationär versorgt werden.[99]

Unter Augustus entwickelte sich ein regelrechtes militärisches Gesundheitssystem mit Militärärzten, medizinischen Hilfskräften und Militärkrankenhäusern.[98] Die Valetudinaria gehörten zu den am stärksten organisierten medizinischen Versorgungseinrichtungen der Antike.

Formelle und informelle Pflege

Im antiken Rom bestanden organisierte und informelle Formen der Versorgung nebeneinander.[102,103] Besonders deutlich organisiert war die Versorgung im Militär. Neben Militärärzten gab es medizinische Hilfskräfte wie die capsarii[100], die unter anderem Verbandsmaterial und Medikamente mitführten und bei der Versorgung Verwundeter eingesetzt wurden.[101]

Daneben bestand weiterhin die aus der griechischen Welt bekannte häusliche und informelle Versorgung. Kranke wurden innerhalb der Familie und des Haushalts betreut. Auch Sklavinnen und Sklaven, Dienerinnen und Diener sowie andere Angehörige eines Haushalts konnten Versorgungsaufgaben übernehmen.[102,103]

Die römische Neuerung lag somit weniger in den einzelnen pflegerischen Tätigkeiten als in der stärkeren Organisation der Versorgung, insbesondere im Militär.[100]

Zugang zu Pflege und Medizin

Im römischen Gesundheitswesen bestand ein deutlicher Unterschied zwischen der gut organisierten medizinischen Versorgung des Militärs und der überwiegend häuslichen Versorgung großer Teile der Zivilbevölkerung. Viele Menschen wurden zu Hause von Angehörigen, Frauen des Haushalts, Sklavinnen und Sklaven oder Dienenden versorgt.[102,103] Wohlhabende Haushalte hatten dagegen wesentlich bessere Möglichkeiten. Sie konnten Ärzte für den eigenen Haushalt beschäftigen[102,103] und die Versorgung durch Diener und andere Mitglieder ihres Haushalts organisieren. Griechische Ärzte spielten dabei in Rom eine besonders wichtige Rolle.[104]

Hebammen und Ammen

Besonders gut dokumentiert sind im antiken Rom Hebammen und Ammen.[107] Hebammen begleiteten Frauen während Schwangerschaft und Geburt und übernahmen Aufgaben bei der Versorgung von Mutter und Kind. In der römischen Zeit wurden dabei bereits Erkenntnisse aus der griechisch-hippokratischen Medizin übernommen und mit praktischer Geburtshilfe verbunden.[106] Ammen stillten und betreuten Säuglinge. Besonders in wohlhabenden Haushalten konnten Neugeborene einer Amme anvertraut werden. Diese Frauen waren häufig Sklavinnen oder freie Frauen aus niedrigeren sozialen Schichten.[105]

Auch hier griff Rom auf bereits aus der griechischen Welt bekannte Formen der Versorgung zurück und führte sie innerhalb der römischen Gesellschaft weiter.[108,109]

Dioskurides – Arzneimittelkunde im Römischen Reich

Ein weiterer bedeutender Arzt der römischen Zeit war Dioskurides. Wie Galen war auch er Grieche, wirkte jedoch innerhalb des Römischen Reiches. Im 1. Jahrhundert n. Chr. verfasste er sein bedeutendes Werk De materia medica. Darin beschrieb er zahlreiche pflanzliche, tierische und mineralische Arzneistoffe, ihre Eigenschaften und ihre Zubereitung. Das Werk umfasste fünf Bücher und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Werke der Arzneimittelkunde. Heilpflanzen, Mineralien und tierische Substanzen wurden darin sorgfältig beschrieben und systematisiert.[110]

In De materia medica beschrieb Dioskurides rund 600 Heilpflanzen[112] sowie zahlreiche tierische und mineralische Substanzen, ihre Eigenschaften, Anwendungsgebiete und Zubereitungsformen.[111] Das Werk galt über Jahrhunderte als Standardwerk der Arzneimittelkunde und bildete die Grundlage für die europäische Pharmakologie des Mittelalters.[113]

Dioskurides steht damit beispielhaft für die Entwicklung der römischen Medizin: Das Wissen war zu einem großen Teil griechischen Ursprungs, wurde im Römischen Reich jedoch gesammelt, systematisiert, erweitert und über ein großes Gebiet verbreitet.

Die Römer erfanden die Medizin nicht neu. Sie übernahmen einen großen Teil des medizinischen und pflegerischen Wissens der Griechen und entwickelten es weiter. Lediglich die militärische Organisation der Gesundheitsversorgung wurde um ein Vielfaches verstärkt. Die bedeutendsten römischen Entwicklungen waren die Militärlazarette und das organisierte militärische Gesundheitswesen.

Quellen:
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[2] Wikipedia (o. J.): Galenos. Verfügbar unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Galenos (Zugriff: 19.09.2026);
[3] Wikipedia (o. J.): Temperamentenlehre. Verfügbar unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Temperamentenlehre (Zugriff: 19.09.2026);
[4] Thieme Connect (o. J.): Vier-Säfte-Lehre. Verfügbar unter: https://www.thieme-connect.de/products/ebooks/lookinside/10.1055/b-0037-143154 (Zugriff: 19.09.2026);
[5] DocCheck Flexikon (o. J.): Humoralpathologie. Verfügbar unter: https://flexikon.doccheck.com/de/Humoralpathologie#:~:text=Bei%20der%20Humoralpathologie%20handelt%20es,Mechanismen%20des%20K%C3%B6rpers%20angewendet%20wurde. (Zugriff: 19.09.2026);
[6] Wikipedia (o. J.): Avicenna. Verfügbar unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Avicenna (Zugriff: 19.09.2026);
[7] Wikipedia (o. J.): Rhazes. Verfügbar unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Rhazes (Zugriff: 19.09.2026);
[8] Wikipedia (o. J.): Äskulapstab. Verfügbar unter: https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84skulapstab (Zugriff: 19.09.2026);
[9] Universität Regensburg (o. J.): Pedanios Dioscurides. Verfügbar unter: https://www.uni-regensburg.de/bibliothek/granatapfel/darstellungen/dioscurides/index.html (Zugriff: 19.09.2026);
[10] PharmaWiki (o. J.): Dioskurides: Materia Medica. Verfügbar unter: https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Dioskurides (Zugriff: 19.09.2026);
[11] Wikipedia (o. J.): Asklepieion. Verfügbar unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Asklepieion (Zugriff: 19.09.2026);
[12] Wikipedia (o. J.): Eid des Hippokrates. Verfügbar unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates (Zugriff: 19.09.2026).
[13] Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig (SAW), Dils, P. und Stegbauer, K. (2025): Papyrus Edwin Smith. In: Science in Ancient Egypt. Version 98, 20.02.2025. Verfügbar unter: https://sae.saw-leipzig.de/de/dokumente/papyrus-edwin-smith (Zugriff: 04.09.2026);
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[37] Wikipedia (o. J.): Asklepios. Verfügbar unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Asklepios (Zugriff am: 19.09.2026);
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[39] Müller, H. (1987): Ein Heilungsbericht aus dem Asklepieion von Pergamon. Chiron. Mitteilungen der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik des Deutschen Archäologischen Instituts, 17, S. 193–233. Verfügbar unter: https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/1203 (auf PDF klicken) (Zugriff am: 19.09.2026);
[40] Wikipedia (2026): Pedanios Dioskurides. https://de.wikipedia.org/wiki/Pedanios_Dioskurides (Zugriff am 19.09.2026);
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[43] Tsiompanou, E. & Marketos, S.G. (2013): ‘Hippocrates: timeless still’. Journal of the Royal Society of Medicine, 106(7), S. 288–292, insbesondere S. 291. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3704070/ (Zugriff am 19.09.2026); 
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